„Liebe wärmt besser als Pelz“ – Tieraktivisten-Demo durch das Zentrum von Wien.

Ca. 100 Millionen Tiere werden jährlich für die Pelzindustrie gequält und getötet. Diese werden großteils in vergitterten Käfigen und Baracken („Pelzfarmen“) gehalten und dort im Akkord, oft nur mangelhaft betäubt, ermordet. In Österreich ist die Pelzproduktion seit 1998 illegal. Das ist allerdings kein Grund, sich zurückzulehnen und den Kampf gegen Firmen aufzunehmen, die sich mit Pelzprodukten die große Nase verdienen.

 

So veranstaltete der „Verein gegen Tierfabriken“ am Samstag in Wien eine Demo unter dem anschmiegenden Slogan „Liebe wärmt besser als Pelz“, bei der sich mehr als 300 Personen beteiligten. Die Route ging vom Westbahnhof durch die Mariahilferstraße bis zum Stephansdom. In unmittelbare Megaphon-Konfrontation der Pelzgegner gerieten dabei jene Geschäfte, die 2015 – entgegen aller Trends, Geschmäcker und dem lächerlichen Statussymbol-Wahn – noch immer Pelzwaren verkaufen. Das werden aufgrund der weltweiten Proteste gottseidank zusehends weniger.

 

Die Anzahl der Demonstrationen in Wien ist weiterhin im Steigen, was vor allem auch einige Geschäftsleute auf die Barrikaden treibt. Gewisse Demos, im besonderen ausländerfeindliche Zusammenrottungen von Neonazis und Rechtsextremisten a la Pegida, haben auch in einer Weltstadt wie Wien nichts verloren und sind, wenn rechtlich möglich, zu untersagen oder an den äußersten Rand Wiens zu verlegen. Dies gilt allerdings in keinem Fall für Tierschutzdemos, die dort stattfinden müssen, wo viele Bürger unterwegs sind und wo Firmen weiterhin Umsätze lukrieren auf Kosten getöteter Lebewesen. Im Zentrum der Stadt Wien...

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