Fontana di Trevi: Liebesschwüre, Exzesse und Caritas-Millionen im Herzen Roms.

Es ist vielleicht der populärste und gleichzeitig romantischte Platz im wunderschönen Rom, und das trotz Touristenmassenanstroms: Der 26 Meter hohe und 50 Meter breite Trevi-Brunnen, italienisch Fontana di Trevi. Und schuld daran ist sicherlich auch der Volksglaube mit den "drei Münzen im Brunnen", bekannt geworden durch den Film "Three Coins in the Fountain" aus dem Jahre 1954.

 

Wirft man eine Münze über die Schulter in den Brunnen, dann kehrt man sicher nach Rom zurück. Zwei Münzen führen dazu, dass man sich in einen Römer oder eine Römerin verliebt, drei zu einer Heirat mit der entsprechenden Person. Und es dürften sehr viele sein, die an diese süße Geschichte glauben. 1,4 Millionen Euro wurden 2016 in den Trevi-Brunnen geworfen, das gesamte Geld fließt an die Caritas, die dieses nach einem genau festgelegten Schlüssel für Familien, Bedürftige und Mensen verwenden. 

 

Der Trevi-Brunnen wurde zwischen 1735 und 1762 gebaut. Als Baumeister gilt der bis dahin unbekannte Architekt Nicola Salvi, der in seinem Werk die den Menschen bedrohenden Naturgewalten thematisierte. Im Mittelpunkt steht dabei der Meeresgott Oceanus, auf den Felsen tummeln sich zahlreiche Meerespferde und Tritonen. Dahinter befindet sich ein Triumphbogen mit vier Allegorien, die die satten Wiesen, die Gaben des Herbstes, die Fruchtbarkeit der Felder und die Fülle der Früchte darstellen.

 

Weltberühmt wurde der Trevi-Brunnen auch durch den genialen Fellini-Film "La Dolce Vita", in dem Anita Ekberg und Marcello Mastroianni das dekadente Rom der 60er widerspiegeln und sich ein Bad im Brunnen gönnen. Ein Italiener nahm sich bei warmen Frühlingstemperaturen den Film als Vorbild und sprang nackt ins Wasser. Diese Aktion endete allerdings nicht mit einem Oscar, sondern mit einer kurzfristigen Festnahme und einer Geldstrafe von 400 Euro :-)

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