Zuwanderung: Anzahl der Niederlassungsbewilligungen steigt auf 5853.

Alljährlich beschließt der Hauptausschuss des Nationalrates, wie viele Personen nach Österreich zuwandern dürfen. Diese Zahl ist allerdings insofern mit Vorsicht zu genießen, als sie weder die Schlüsselkräfte (mit sogenannten Rot-Weiß-Rot-Karten) noch die EU-Bürger enthält, die aufgrund der europarechtlichen Normen sich frei in Österreich niederlassen dürfen. Auch Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte werden durch diese Quoten naturgemäß nicht erfasst.

 

Die Anzahl der quotenpflichtigen Niederlassungsbewilligungen wurde im Dezember durch SPÖ und ÖVP auf 5853 um 197 erhöht. Der Großteil davon entfällt auf den Familiennachzug von Drittstaatsangehörigen, nämlich 4995. 460 Bewilligungen entfallen auf „Privatiers“, die sich ohne Erwerbsabsicht in Österreich niederlassen wollen. Weitere 148 Plätze entfallen auf Personen mit einem Aufenthaltstitel „Daueraufenthalt-EU“ bzw. 260 für die Zweckänderung vom Aufenthaltstitel "Niederlassungsbewilligung-Angehöriger" auf den Aufenthaltstitel "Rot-Weiß-Rot – Karte plus.

 

Für die einzelnen Bundesländer gibt es laut Niederlassungsverordnung 2017 folgende Maximalquoten: Burgenland: 104 (2016: 94), Kärnten: 211 (2016: 211), Niederösterreich: 403 (2016: 381), Oberösterreich: 752 (2016: 737), Salzburg: 426 (2016: 406), Steiermark: 577 (2016: 572), Tirol: 371 (2016: 366), Vorarlberg: 219 (2016: 219) und Wien: 2.790 (2016: 2.690). 

 

Während die Anzahl der Niederlassungsbewilligungen erhöht wurde, sinkt im Gegenzug die Quote für Saisonarbeiter (von 4500 auf 4000) und Erntehelfer (von 700 von 600), die aufgrund von Beschäftigungsbewilligungen in Österreich befristet tätig sein dürfen.

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