Rock me Amadeus vor 30 Jahren US-Nr. 1: Falco-Sonderausstellung im Wiener Mozartmuseum.

Vor genau 30 Jahren, am 29. März 1986, stand Hans Hölzel aka Falco am Zenit seiner Karriere. „Rock me Amadeus“, seine schrill-extravagante Pop-Reminiszenz an das Musik-Genie Wolfgang Amadeus Mozart, belegte Platz 1 der US-Charts. Am 10. Mai 1986 folgte dann noch die Poleposition der britischen UK-Charts. Dies gelang zuvor nur einem anderem österreichischen Musiker, dem Döblinger Anton Karas mit seinem legendären „Dritte Mann“-Theme.

 

Grund genug für das Wiener Mozartmuseum in der Domgasse Nr. 5, dem Falken eine Sonderausstellung im Untergeschoß zu widmen und die beiden Seelenverwandten, die Wien so geprägt haben, auf eine neue Art und Weise zu vereinen. Mozart lebte von 1784 bis 1787 in diesem noblen Haus im 1. Bezirk hinter dem Stephansdom und glänzte während dieser Zeit als Pianist und Komponist u.a. der weltberühmten Oper „Hochzeit des Figaro“. Und Falco prägte den Wiener Zeitgeist der 80er, und das bereits mit dem U4-Underground-Hit „Ganz Wien“ am Beginn einer Dekade, „an die man sich nur erinnern kann, wenn man sie nicht erlebt hat“.

 

Fotos aus der Drahdiwaberl-Zeit Falcos zeugen davon im dunklen Untergemäch des Mozartmuseums. Zu sehen sind hier zahlreiche Exponate aus Falcos Privatstiftung, die ansonsten in seiner Villa in Gars aufgestellt sind: Glamouröse Kostüme aus dem „Amadeus“-Video (das im Hintergrund auf Dauer-Airplay läuft), Hochglanzfotos des „Pop-Punk“-Amadeus, Musikinstrumente,  Zeitschriften aus aller Welt, Maxi-Single-Raritäten oder Promi-Shots mit Künstlern wie Vivienne Westwood oder HC Artmann, die Falco geschätzt hat und die Falco geschätzt haben.

 

Begibt man sich einige Stockwerke höher auf die Spuren des Original-„Amadeus“ und lauscht nur einigen Episoden aus dessen turbulenter Vita voller Lust, Laster und Lebensfreude, dann war der Hansi ja direkt ein braver Wiener Bua. Darauf wetten sollte man aber nicht.

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