Wien-Margareten: 4,3 Millionen Euro teure Wiental-Terrasse während des Winters gesperrt.

Es gilt als eines der Vorzeigeprodukte der rot-grünen Wiener Stadtregierung und sollte ganzjährig ein neuer urbaner Treffpunkt für die Bewohner des 4., 5. und 6. Bezirks werden: Die erste (von drei geplanten) Wiental-Terrassen über dem Wienfluss und der U 4-Subway. Jetzt ist sie gesperrt. 

 

Laut dem Leiter der MA 29, Hermann Papouschek, sei die Terrasse aus Sicherheitsgründen nicht betretbar, da man in dieser Jahreszeit täglich mit Eis- und Reifbildung auf dem Holzboden rechnen müsse. Auch eine Streuung komme nicht infrage, da das Streugut das Holz angreifen würde. Dass hier falsches Material verwendet wurde, wird – nicht ganz glaubwürdig – abgestritten. 

 

4,3 Millionen Euro haben die Wiental-Terrasse nahe der U-Bahnstation Pilgramgasse und der neue Fußgänger- und Radsteg zwischen Linker und Rechter Wienzeile gekostet. Letzterer ist zwar geöffnet. Ob dieser als besonderer Hype gilt, ist aber fraglich. Ein Blick auf das AMS-Gebäude hinter der Wiental-Terrasse ist bei einer Rekordarbeitslosigkeit von fast 500.000 Menschen eher deprimierend.

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