Wien feiert 150 Jahre Tramway mit Christina Stürmer und singenden Fußballern

Am 4. Oktober 1865 ging die erste öffentliche Pferde-Tramway in Betrieb, die vom Schottentor nach Hernals führte. Es war der Beginn einer 150jährigen Geschichte der Wiener Straßenbahn, die vor allem durch neue technische Entwicklungen gekennzeichnet war. Im Juni 1903 „quittierten“ die Pferde endgültig ihre Dienste und wurden abgelöst durch eine Dampftramway. Bereits im Jahr 1922 wurde dann vollständig auf elektrische Triebwägen umgestellt.


Im Rahmen des Jubiläums-Events „150 Jahre Tramway“ nützten mehr als 100.000 Besucher die Möglichkeit, die alten Straßenbahnen in Funktion zu sehen, die sich paradenmäßig zwischen Schottentor und Schwarzenbergplatz bewegten. Das Showprogramm wurde geprägt durch flotten Austro-Pop und Wiener Lieder.


Christina Stürmer, die 2016 ein neues Album herausbringen wird, präsentierte zur Mittagszeit ihre größten Hits auf dem Rathausplatz, am Nachmittag folgten die Wiener Legenden unter der musikalischen Audienz der renommierten Coverband Monti Beton: Andy Baum, Michael Seida, Horst Chmela, Rounder Girl Tini Kainrath und als besonderes Bonmot Hans Krankl (aka Johann K.). & Herbert Prohaska mit der gemeinsamen Darbietung des Kult-Hits „Rostige Flügel“. Dem verstorbenen Georg Danzer wurde als Schluss-Track der Veranstaltung sein „Lass mi no amoi die Sunn aufgeh´n“ gewidmet.


Die Wiener Linien betreiben heute das größte Verkehrsnetz Österreichs und mit ca. 172 Kilometern das sechtsgrößte Straßenbahn-Netz der Welt. Seit 1998 sind die „ULF“-Ultra Low Floor-Züge auf den Schienen unterwegs, die mit nur 19,8 cm Abstand zur Straße den weltweit niedrigsten Einstieg in eine Straßenbahn ermöglichen. 


Neue Bahnen stehen aber schon vor der Tür: Die „Bombardier“-Garnituren, die ab 2018 im Einsatz sein sollen, sind 34 Meter lang und bieten Platz für 211 Fahrgäste, die Einstiegshöhe ist mit 21,5 cm allerdings etwas höher. Das sollte aber zu verschmerzen sein. 

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