Arbeitslosengeld EU-weit im untersten Bereich – Österreich lässt die Ärmsten im Stich...

1,4 Millionen Österreicher leben an der Armutsgrenze, ca. 600.000 (inoffiziell) bzw. 450.000 (offiziell) davon sind arbeitslos und leben von staatlichen Unterstützungsleistungen, die europaweit im untersten Bereich liegen.

 

Hat in Österreich ein Arbeitnehmer Anspruch auf Arbeitslosengeld (das ist grundsätzlich bei 52 Wochen Beschäftigung innerhalb der letzten 2 Jahre), dann bekommt er für zumindest 20 Wochen nur 55 % seines Nettoeinkommens. Fast in der gesamten EU sind – bei einem Durchschnitt von 62 % - die Prozentsätze höher, in Deutschland 60 %, in der Schweiz und Niederlande 70 %, in Dänemark und Schweden sogar 90 bzw. 80 % (wobei bei letzteren der Sonderfall einer freiwilligen Versicherung vorliegt).

 

Auch die Anspruchsvoraussetzungen sind geringer – in Frankreich oder der Schweiz reichen 6 Monate Arbeit für den Bezug von Arbeitslosengeld. In einem direkten regionalen Vergleich schneidet Österreich neben Deutschland, Liechtenland und der Schweiz am schlechtesten ab. Gerüchteweise soll für Kleinstverdiener nun zusätzlich der ermäßigte Arbeitslosenversicherungsbeitrag wieder auf 3 % erhöht werden.

 

Man hat in Österreich anscheinend Geld für Brüssel, Pleitestaaten, Banken, externe Berater und sündteure Günstlingspensionen, die Arbeitslosen, Selbständigen und prekär Beschäftigten schiebt man in die Armutsecke ab. Eine Schande für den einstigen Wohlfahrtsstaat Österreich...

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