New Years-Shopping in Underwear: Desigual verschenkt Designer-Clothes – Bald auch im Soulsista Krems ?

Schande über den, der schon einmal in Ibiza, Madrid oder Barcelona auf Urlaub war und ohne avantgardistisches Fashion-Utensil der spanischen Kult-Marke Desigual heimgekommen ist. 1984 wurde das Mode-Label vom Schweizer (!) Thomas Meyer gegründet und ständig weiterexpandiert. 2009 betrug der Umsatz bereits 275 Millionen Euro, in derzeit 65 Ländern gibt es eigene Verkaufsstellen (Anm.: Auch in Krems gab es in den 90ern eine - unter dem damaligen Inhaber Gernot Jungbauer am Bahnhofsplatz). Desigual beschäftigt 1700 Mitarbeiter, darunter 25 Designer, die in jeder Saison unter einem einheitlichen Konzept (wie „Real Life“, „Me&You“, „Wow“ oder „Life is cool“) über 1000 farbenbunte Produkte und Accessoires entwickeln.

 

Wert legt man bei Desigual (das in deutsch „anders“, „ungleich“ oder „abweichend“ bedeutet), auch auf extravagante PR-Aktionen. So auch am Neujahrssonntag in Madrid. Die ersten 100 Kunden, die nur in Unterwäsche in die Verkaufsshops drängten, bekamen eine Hose und ein Oberteil umsonst, egal zu welchem Preis. Und das bei 10 Grad Außentemperatur. Die Aktion erregte so viel Aufsehen, dass sie am 7. Jänner in Barcelona, dem Unternehmenssitz, San Sebastian und Marbella wiederholt wird.

 

Wäre doch auch eine coole Marketing-Idee für den neuen Kremser Fashion-Shop Soulsista am Dreifaltigkeitsplatz. Allerdings mit 2 Kardinalsproblemen: Die winterlichen Durchschnittstemperaturen sind hierzulande noch um 10-20 Grad tiefer, und es stellt sich die hochbrisante Frage, ob die einheimischen „Deixländer“ den spanischen Luxuskörpern das Wasser reichen können. Eine Anzeige wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses hat man schneller, als man denkt.

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