Sex, Drugs & High Life in New York´s Upper Class – “Twelve” neu in den Kinos.

No one needs anything here. It´s all about want.” – Düstere, diabolische Worte von Kiefer Sutherland im neuen Drogen-High Life-Thriller “Twelve”. Worte, die man dem ehemals drogen- und alkoholsüchtigen Hollywood-Star jederzeit abnimmt. Sutherland fungiert im neuen Film von Joel Schumacher (der mit dem „24“-Star auch schon „The Lost Boys“ und „Flatliners“ abgedreht hat) aber nicht als Actor, sondern als Erzähler. Eine dramaturgische Idee, die es dem Regisseur ermöglicht, Originalzitate aus dem zugrundeliegenden Kult-Buch von Nick Mc Donell zu verwenden.

 

„12“ hat Mc Donell im Alter von 17 Jahren geschrieben, ein New Yorker Teenager, der die dekadente Szene der Rich Kids selbst miterlebt hat. Haupt-Protagonist von „12“ ist allerdings White Mike, dessen Mutter an Krebs gestorben und dessen Vater nur dem schnöden Mammon verpflichtet ist. Statt die High School abzuschließen, verdient er sein Geld mit dem Verkauf von Drogen an seine ehemaligen Schulkameraden, die sich auf lasziv-promiskuitiven Parties Koks und Pillen bis zum ultimativen Exzess einschmeißen. White Mike trinkt nicht, nimmt keine Drogen, feiert nicht und verkauft auch nicht „Twelve“, die neue, teuflische Mixtur aus Kokain und Ecstasy. Lionel, der gefährliche, schwarze Drogendealer (im Film gespielt von Curtis Jackson aka 50 Cent, der bis zu seiner Rap-Karriere selbst mit Drogen dealte), von dem White Mike den Stoff bezieht, hat da keine Skrupel. Die 18jährige gelangweilt-verwöhnte Jessica verfällt dem Stoff und verkauft ihre Jungfräulichkeit an den Drogendealer, während der Birthday Party von Sara, dem hottest girl of town, die mit ihrer Schönheit und Faszination ihre „Freunde“ brutal ausnutzt und sich das nimmt, was sie will. Und dann passiert ein Mord im Drogenmilieu: Charlie, der Cousin von White Mike wird, ausgerüstet mit einer Waffe, bei einem missglückten Deal erschossen. Ein Mord, der während der Spring Break Party in der Luxusvilla eine grauenvolle Kettenreaktion auslöst.....

 

Eine Schluss-Sequenz, die (wohl absichtlich härter) ausfällt als die in dieser Hinsicht mehr realitätsbezogenen, genreverwandten Streifen wie „Less than Zero“ (Bret Easton Ellis), „Traffic“ oder „St. Elmo´s Fire“. „12“ aber bringt die „Tanz auf dem Vulkan“-Philosophie einer vergnügungssüchtigen, hedonistischen Jugend ohne Verantwortung und Lebenssinn ansonsten voll auf den Punkt. Mit großartigen Schauspielern wie „Gossip Girl“-Herzensbrecher Chace Crawford (als White Mike), Emma Roberts (die Nichte von Julia Roberts, in „Blow“ als Tochter von Johnny Depp zu sehen), Emily Meade oder der wunderschönen Lenny Kravitz - Lisa Bonet-Tochter Zoe Kravitz. Der experimentell-kommerzielle Soundtrack kommt von Bands der Zukunft, wie der Phenomenal Handclap Band, der französischen Electro-Band Pony Pony Run Run, Passion Pit, den Klaxons oder dem Hip Hopper Spank Rock. Der „12“ Buch-Autor Nick Mc Donell, auch als Irak-TIME-Journalist tätig, hat übrigens dieser Tage seinen 3. Roman veröffentlicht, einen Polit-Thriller mit dem Titel „Der hohe Preis“. Den müssen auch die Protagonisten des Kinostreifens bezahlen. Wer mit dem Leben anderer experimentiert, der riskiert auch sein eigenes.

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Kommentare: 1
  • #1

    Randall (Sonntag, 22 Juli 2012 03:35)

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