Euro 2016: Siege für Deutschland und Frankreich, nur Remis für Englands Offensivzauberer.

1998 Weltmeister, 2000 Europameister. Trainer Didier Deschamps, damals Nationalspieler, versucht bei der Heim-EM an die sensationellen Erfolge von damals anzuknüpfen. Die englischen Legionäre sorgten im St. Denis-Stadion für einen knappen, aber verdienten 2:1-Sieg der Equipe Tricolore gegen Rumänien: Arsenal-Star Olivier Giroud und – nach einem durch Stancu verwandelten Elfmeter – Dimitri Payet von Westham. Da flossen nicht nur die Tränen, sondern auch die Champagnerdrinks. Im zweiten Spiel der Gruppe A besiegten die Schweizer die seit der 38. Minute dezimierten Euro-Debütanten aus Albanien durch ein Tor von Fabian Schär knapp mit 1:0.

 

Die Tore, die man nicht schießt, die bekommt man. Eine alte Fußball-Weisheit, wenn auch nicht so dramatisch beim Schlagerspiel der Gruppe B, England-Russland. Die „Three Lions“ gewannen bei der EM-Qualifikation alle 10 Spiele und schossen insgesamt 31 Tore. Bei ihrem ersten Euro-Match in Marseille vernebelten Rooney, Lallana & Co. Chancen en masse, bis Tottenham-Star Eric Dier mit einem genialen Freistoß das 1:0 erzielte. In der 92. Minute war allerdings Schluss mit der Party: Ausgleich durch Glushakow.

 

In Runde 2 wird es bereits heikel: Britisches Duell gegen Wales, die die Slowakei verdient mit 2:1 besiegten. Die Tore für die WM-Debütanten schossen Real Madrid-Superstar Gareth Bale und Robson-Kanu. „Together Stronger“, die Euro-Indie-Hymne der Manic Streat Preachers für die Waliser, scheint zu fruchten.

 

Erfolgreiche Integration zahlt sich aus: Shkodran Mustafi, Sohn albanischer Eltern erzielt für die Deutschen per Kopf das 1:0 und damit sein erstes Tor für die deutsche Nationalmannschaft. Der Valencia-Legionär sorgte bereits auf Facebook vor seinem Einsatz mit der T-Shirt Aufschrift „I´m Muslim – Don´t Panic“ für ein Zeichen gegen Islam- und Ausländerfeindlichkeit. Überraschend offensiv die Ukrainer, deren Chancen konnte aber Manuel Neuer mit hervorragenden Paraden entkräften. In der Schlussphase erzielte der eingewechselte Kapitän Schweinsteiger noch das verdiente 2:0 für die Weltmeister 2014.

 

Die meisten Tore aller Teams, insgesamt 33, schossen die Polen bei der EM-Qualifikation. Bei ihrem ersten Euro-Einsatz reichte es gerade für eines. In der 50. Minute erzielte der Ajax Amsterdam-Legionär Arkadiusz Milik das 1:0 gegen die enttäuschenden Nordiren. Donnerstag wird es schwieriger – Da warten im Stadion von St. Denis die Deutschen.

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