Krems: Info-Schaufenster für 35 Millionen Euro-Museum

Der Spatenstich soll im April 2016 stattfinden, die Eröffnung Anfang 2018. Die Rede ist vom 35 Millionen-Euro-Museum direkt gegenüber der Kunsthalle Krems, geplant vom Vorarlberger Architekten Bernhard Marte, finanziert vom Steuerzahler. 

 

Die Steiner werden in den nächsten 2 Jahren konfrontiert mit einer Riesenbaustelle, einem erhöhten Verkehrsaufkommen und dem Abriss des traditionellen Museumswirtshauses Hofbauer. In einem Schaupavillon direkt am Entstehungsort kann sich jeder Bürger 24 Stunden lang täglich informieren über das Museum, das vor allem die Kunstschätze des Landes Niederösterreich zeigen wird, nicht als ständige Sammlung, sondern als wechselnde Ausstellungen auf allen Stockwerken. 

 

Kunstfreunde aus aller Welt werden sich freuen, die Kremser Bürger wohl weniger. Einheimische sind schon jetzt bei Vernissagen und Special Events der Kunsthalle oder des Karikaturmuseums nur spärlich vertreten. Der Alltagsbürger hat andere Sorgen und Präferenzen, den Ausbau des öffentlichen Verkehr, Freizeitangebote für Kinder, eine neue Badearena, ein modernes Veranstaltungszentrum oder leistbare Wohnungen im Zentrum. Ob der hypermoderne Kunst-Trabant im Altstadtbereich von Stein diese Wünsche kompensieren kann, ist wohl auszuschließen.

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