Bildungspolitik: Qualität und Leistung statt Rot-Grüner Experimente

27,5 Prozent der Jugendlichen Österreichs haben eine Leseschwäche, schlechtere Werte gibt es laut aktueller PISA-Studie nur für Bulgarien und Rumänien. Das österreichische Bildungssystem kämpft seit Jahren mit Problemen an allen Fronten und weigert sich – trotz katastrophaler Ergebnisse – eine klare Kursrichtung zu bestimmen. So träumen vor allem die Roten und Grünen noch immer von einer sogenannten Gesamtschule, in der die Kinder bis 14 Jahren gemeinsam unterrichtet werden, und erst danach eine Trennung der Bildungslaufbahnen erfolgt. Intelligentere Schüler sollen dabei lernschwächere Schüler unterstützen. Ein Irrglaube vor allem in Zeiten grassierender Migration. Ergebnisse vor allem in Deutschland haben gezeigt, dass bei Gesamtschulen leistungsschwächere Schüler überfordert und leistungsstärkere Schüler unterfordert sind. Das differenzierte Schulsystem, wie es derzeit praktiziert wird, hat durchaus seine Stärken, wie man vor allem an den Gymnasien sieht. So besuchten 2011/12 um knapp 20 Prozent mehr Schüler die Oberstufen der AHS als noch vor 10 Jahren. Ob hiefür alle geeignet sind, ist natürlich eine andere Frage.

 

Ein zweites Damoklesschwert schwebt derzeit über der österreichischen Bildungspolitik, und zwar jenes der Ganztagsschule. Man kann hier von Glück reden, dass die linken Gruppierungen in Österreich keine Mehrheit haben. Denn diese philosophieren von Schulen, in denen die Schüler bis 16,17 Uhr verpflichtend in der Bildungsstätte bleiben müssen, unterhalten von einem wirren Mix aus "Unterricht und Freizeit". Freunde, eigene Interessen, Vereinsmitgliedschaften oder einfach Aufenthalt bei der Familie bleiben auf der Strecke zugunsten eines Zwangsaufenthaltes in der Schule. Ein Modell, das auch in Ländern wie Frankreich, Großbritannien oder in den USA nur bedingt funktioniert. Denn auch dort strömen die, die es sich leisten können, in die kostenpflichtigen Privatschulen und verzichten auf marxistische Bildungsanstalten dieser Art. Ein System, wie es die Wiener SPÖ allen Ernstes anstrebt. Nichts einzuwenden gibt es gegen das Modell der – nicht verpflichtenden - Ganztagsbetreuung in Schulen, unter der Voraussetzung, dass die Infrastruktur an den Schulen verbessert wird. Dann besteht für die Eltern die Wahlfreiheit, wie sie Familie und Kind am besten vereinbaren und die Schulkarriere ihres Sprösslings bestmöglich fördern können.

 

Die FPÖ prangerte bereits unter Jörg Haider 1993 im Volksbegehren "Österreich zuerst" einige Kritikpunkte am Schulsystem an, die 20 Jahre danach noch immer nicht aufgegriffen wurden und mitverantwortlich sind für die Bildungsmisere in Österreich. Das sind einerseits die Klassenschülerhöchstzahlen, die vor allem in den Gymnasien noch immer nicht auf 25 zurückgesetzt wurden, andererseits vor allem das Migrationsproblem. Laut der PISA-Studien falle das Bildungsniveau eklatant, wenn der Migrationsanteil in einer Schulklasse mehr als 25 % betrage. Das ist vor allem in den Ballungszentren und in der Bundeshauptstadt Wien ein Problem, wo der Ausländeranteil in manchen Schulen bis zu 95 % beträgt und die Sprache Deutsch auch in den Pausen eine "Fremdsprache" darstellt. Hier muss in den nächsten Jahren rigoros durchgegriffen und eine verpflichtende Vorschulklasse für Migranten eingerichtet werden, die keine Deutsch-Kenntnisse aufweisen.

 

Änderungen muss es auch im Lehrerdienstrecht geben. Man darf sich nicht länger von der Betonierer-Gewerkschaft rund um Neugebauer & Co. über den Tisch ziehen lassen. Parteipolitik hat in den Schulen nichts mehr verloren. Die Ausbildung der Lehrer ist umfassend zu verbessern – inkl. mehr Praxisbezug während der Studienzeit. Die Gehaltskurve ist leicht anzuheben, vor allem für die Junglehrer. Im Gegenzug muss aber die Lehrverpflichtung steigen, die Lehrer sollen – die notwendige Infrastruktur mit Büro, PC & Co. vorausgesetzt – den ganzen Tag in der Schule verbringen. Die Fortbildung soll vorwiegend während der 14 Wochen langen Ferienzeit angesetzt werden, im August sollen die Lehrer den lernschwachen Schülern Gratis-Nachhilfe in den Schulen geben. Eine Möglichkeit, die über 100 Millionen Euro jährlichen Nachhilfekosten zu minimieren und gleichzeitig das Image der Lehrer zu heben.

 

Turbulenzen gibt es immer wieder auch im tertiären Bildungssystem. Meist sind allgemeine Studiengebühren das leidige Thema, die strikt abzulehnen sind. In ihrer jetzigen Form, wo Studienbeiträge nach Überschreitung von zwei Toleranzsemestern zu bezahlen sind, sind sie durchaus angemessen. In Frage gestellt werden sollte auch nicht der freie Hochschulzugang. Es gibt bereits eine Matura oder eine Studienreifeprüfung als Zugangsbeschränkung für Studenten in spe. Außerdem merkt man als Student sowieso in den ersten Monaten, ob man intellektuell in der Lage ist, ein Studium zu absolvieren, bzw. ob ein Studium überhaupt in sein ureigenes Interessengebiet fällt. Das Uni-Budget ist allerdings auf jeden Fall zu erhöhen – die Bildung der Jugend ist nicht umsonst das höchste Gut einer Gesellschaft. Einen Teil kann man sich zurückholen von den ausländischen Studierenden. Es ist wohl kaum einsehbar, dass hier in Österreich ca. 25 % ausländische Bürger ihre Studien absolvieren, aber seitens der Heimatstaaten keine Ausgleichszahlungen geleistet werden. Ein derartiges Modell bietet sich vor allem gegenüber unseren deutschen Nachbarn an, die immer zahlreicher unsere Unis bevölkern. Eine der vielen Säumigkeiten der rot-schwarzen Bundesregierung in der österreichischen Bildungspolitik der letzten Jahre.

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