Save the Party – Rettet die Steiner Beislparty 2012

Junge Pärchen flanieren verliebt und händchenhaltend durch die bunt dekorierten Straßen. Ältere Herzen erinnern sich an längst vergangene Sommer, als Connie Francis noch "Die Liebe ist ein seltsames Spiel" schmachtete und man im ersten selbstgekauften Minirock Elvis Presley aus den Juke-Boxen hörte. Der Sound des Südens dröhnt aus den südländisch eingerichteten Disco-Bars: Reggae, House, Latino-Pop.

 

Die Luftgitarrenband "Die 3 Extremen" fährt mit schnellen Harleys zu ihrem Auftritt neben dem neuen Trendlokal "Cheers", dort wo vor einigen Wochen Richard Lugner mit seinem "Bambi" wieder zusammenkam. Girl-Groups feiern ausgelassen Polterabend und trauern insgeheim dem Verlust der Freiheit ihrer Freundin nach, während andere auf verflossene Liebschaften und Jugendlieben treffen.

 

Party-Feeling pur im Spotlight- und Star Night Club-Areal, wo DJ Oliver die Dancefloor-Hits des Sommers präsentiert und die schmucken Barkeeper und Barladies schon mal "One drink too many" in die Kehlen der ausgelassenen Celebration Generation schütten.

 

Erinnerungen an eines der schönsten Freiluft-Feste der Donaumetropole Krems, der Steiner Beislparty an der Steiner Donaulände, die seit 19 Jahren Jung und Alt, Einheimische und Touristen in die Wachau lockt und 4 Tage lang bis in die frühen Morgenstunden für eine mediterran-hedonistische Urlaubsatmosphäre sorgt. Laut internen Informationen soll die Beislparty 2011 die letzte ihrer Art gewesen sein. Der Kremser Magistrat unter der Leitung des Pröll-Schwiegersohns und Magistratsdirektors Karl Hallbauer hat in einer Besprechung ausdrücklich mitgeteilt, dass die Beislparty 2012 nicht mehr bewilligt wird. Als Gründe werden von der Kremser Veranstaltungsbehörde die hohe Anrainerbelastung und Sicherheitsbedenken genannt. Man könne durchaus über ein neues Konzept nachdenken, dieses aber mit deutlich weniger Besuchern und ausgerichtet auf Kultur, Essen und Wein. Also für den pseudoelitären Teil der Bevölkerung, die für ein Achterl 5 Euro ausgeben und sich dann am Ende des Monats wundern, warum ihr Konto überzogen ist. Für jene, die einfach nur die Sorgen des Alltags vergessen wollen und sich ins nächtliche „Trinken, Tanzen, Flirten“-Vergnügen stürzen wollen, soll es 2012 kein Fest mehr geben.

 

Vor einigen Jahren wurde Krems von der Zeitung News als „lebenswerteste Stadt Österreichs“ ausgezeichnet – mit promotionkongenialen Bildern vor dem Steinertor Krems. Vielleicht sollte man die Foto-Session wiederholen, am besten vor einem künstlich errichteten Mausoleum (gesponsort natürlich durch die Stadt Krems – bei Kulturausgaben hat man ja ein lockeres Händchen). Einfach lächerlich, wenn die Anrainer des schmucken Städtchens Stein nicht einmal 4 Tage lang auf biedere Friedhofsruhe in ihrem gepolsterten Eigenheimchen verzichten können und die verantwortlichen Stadtpolitiker aus lauter Angst vor (schwarzen) Wählerstimmen den Schwanz einziehen. Auch das Sicherheitsproblem stellt kein Damoklesschwert dar – man kann nicht wegen geringfügiger Einzelvorfällen mit Trunkenbolden und Ghettokids die vielleicht schönste Sommer-Open-Air-Party absagen. Denn dies drückt ein Versagen der Sicherheitsbehörden aus, deren Aufgabe es ist, für die öffentliche Ruhe, Ordnung und Sicherheit zu sorgen. Etwas, das sie allerdings auch in der Innenstadt nicht schaffen, wo der Kremser Magistrat zwar nächtliche Lokalrazzien (ohne Ergebnisse), Barbesucherkontrollen und schikanöse Untersuchungen anordnet, eine zusätzliche Polizeiwachstube auf dem Kremser Pfarrplatz, mehr Polizeipräsenz oder Videokameras an den „Hot Spots“ radikal verweigert.

 

Parkchaos, Sicherheitslücken, Event-Absagen – die Stadt Krems schafft es unisono, Einheimische, Arbeitnehmer und Touristen gleichzeitig zu vergrämen. Die Facebook-Initiative „Save the World – Rettet die Beislparty 2012“ setzt sich – mit Unterstützung der Kremser Club-, Party- und Gastroszene dafür ein, dass die Steiner Beislparty 2012 von 1.-4. August an der wunderschönen Donaulände ihr 20. Jubiläum feiert und noch viele weitere Jahre das Summer-Highlight der Bildungs-, Tourismus- und Donaumetropole Krems bleibt. Wehret den Anfängen - Das nächste Zielobjekt der spaßfeindlichen Politikerkaste wird vermutlich das Kremser Volksfest sein.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Adolf (Sonntag, 22 Juli 2012 21:16)

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