Klagenfurt: Kremser Steiner Tor inmitten vieler Weltwunder im Minimundus-Park.

1959 wurde der Minimundus-Park in Klagenfurt mit damals 20 Modellen, das älteste die Burg Hochosterwitz, eröffnet. Heute stehen im 26.000 m2 großen Gelände insgesamt 156 Modelle, der Großteil im Maßstab 1:25. 

 

Ca. 1/3 Drittel der Modelle zählen zum regionalen Bereich, der Rest sind internationale Wahrzeichen und Weltwunder. Von Brandenburger Tor, Eiffelturm, Weißem Haus, Sagrada Familia bis hin zu Moscheen, Wüstenpalästen, Atomium, Freiheitsstatue und zum legendären Hollywood-Schriftzug.

 

Der Petersdom mit dem vorgelagerten Petersplatz ist mit 6 Jahren das Modell mit der längsten Bauzeit. Er besteht hauptsächlich aus dem Originalmaterial Travertin und kostete 730.000 Euro. Das höchste Modell ist der 23 Meter hohe CN-Tower von Toronto., original ragt der Fernsehturm 553 Meter in die Höhe.

 

Aber auch Österreichs Sehenswürdigkeiten können sich sehen lassen: Der Stephansdom, das glamouröse Schloss Belvedere, das Prater-Riesenrad oder auch Otto Wagners Jugendstil-U-Bahn-Stationen. Und natürlich das Kremser Steiner Tor, das unter der Nummer 68 zentral im Miniaturen-Park residiert. 

 

Auf den Beschreibungen erfährt man, dass das Steiner Tor bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts nur aus einem quadratischen Block und den Türmen bestanden hat. Erst 1756 in der Regierungszeit Maria Theresias wurde das Kremser Wahrzeichen mit einem achteckigen Turm aufgestockt. 

 

Geschichtsunterricht, gepaart mit Spaß und Unterhaltung in einem wunderschönen Areal. Das ist der Minimundus-Park in Klagenfurt. Immer eine Reise wert.

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Disco Boat Wachau - Mit Dance-Beats Richtung Weltkulturerbe!

Die Wachau hat schon viel überstanden. Die als Raubritter verschrienen Kuenringer, die den englischen König Richard Löwenherz in Dürnstein gefangenhielten, die Schlacht von Dürnstein 1805 zwischen französischen und russisch-österreichischen Truppen, die (Jamek &Co sei Dank) misslungenen Pläne eines Wasserkraftwerks bei Rührsdorf, die vielen Hochwasserkatastrophen oder die schmalzigen Heimatfilmchen vom Mariandl bis zur Donauprinzessin. Insofern konnte Party-Veranstalter Martin Neger mit seinem Ibiza Disco Boat da gar nichts falsch machen :-)

 

Die ersten Schiff-Discotheken von Wien nach Krems gab es bereits in der Modszene der 80er, Neger selbst organisierte 2008 zum ersten Mal ein "Spotlight Boat" Richtung Wachau. Dieses Jahr caterte er die MS Stadt Wien, 78m lang, 16m breit, 920 PS. Die Reise in die seit 2000 zum Weltkulturerbe gehörenden Wachau startete um 21 Uhr, vorbei an Schloss und Ruine Dürnstein, Weißenkirchen, der alten Wehrkirche von St. Michael bis nach Spitz und zurück. Coole Drinks am Sonnendeck, kulinarische Schmankerl vom Schreiberhaus und heiße Dance-Beats von Djane Riva Elegance, Tom Van Hoed und Martin Luftsprung inklusive.

 

Das Nachsehen hatten nur die Segways von "Seg and the City Krems", die den nicht barrierefreien Zugang auf Deck scheuten. Aber die sind ja auf das Tagesgeschäft spezialisiert und zumindest - beruflich - keine Kapitäne des Nachtflugs :-)

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"Abstract Painting Now!" - Kunsthalle-Reopening in Krems nach Generalsanierung!

Einst, seit 1852, stand in diesen Räumlichkeiten eine Tabakfabrik, die vielen Bewohnern von Krems einen Arbeitsplatz sicherte. In den Jahren 1992-1995 wurde diese vom Architekten Adolf Krischanitz umgebaut in die sogenannte "Kunsthalle", die - beginnend mit "Wasser und Wein" - seitdem mit spannenden Ausstellungen von Schiele, Klee, Repin, Renoir bis hin zu Newton und Semotan die zeitgenössische Kunst präsentierte und sukzessive Bestandteil der Kunstmeile Krems mit unterschiedlichen Museen und Galerien wurde. 

 

3,5 Millionen Euro wurden investiert, um - parallel zum Bau der 35 Millionen Euro teuren Landesgalerie mit dem hypermodernen Kubus der Vorarlberger Architekten Marte-Brüder -  auch die Kunsthalle Krems generalzusanieren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Komplett neu eingerichtet wurde das Foyer, inklusive Kasse und Katalog-Regalen. Die Zentrale Halle zeigt sich jetzt mit Glasdach, durch welches das Tageslicht schimmert. Tobias Pilz nützt diesen Raum mit einer riesigen Malerei-Installation, die komplett den legendären Schrägweg Richtung 1. Stock abdeckt. Die anderen Wände dagegen sind komplett schwarz gehalten und treiben - laut Kuratorin Verena Gamper - den Besucher wie durch einen Tunnel Richtung Installation.

 

Sichtlich stolz ist der neue künstlerische Leiter, Kunsthistoriker Florian Steininger, auf seine erste Ausstellung in der neueröffneten Kunsthalle: "Abstract Painting Now!" zeigt ca. 60 künstlerische Positionen mit Schwerpunkt auf das ungegenständliche Tafelbild. Sündteure Werke eines Gerhard Richter residieren dort neben minimalistischen - durch Tintenstrahldrucker erzeugte - Streifenbildern und geometrischen Rasterbildern des bei der Eröffnung persönlich anwesenden Iren Sean Scully. Junge österreichische Kreative wie Suse Krawagna geben sich neben der deutschen Airbrush-Künstlerin Katharine Grosse und der Britin Sarah Morris, die ein Rasterbild des US-Außenministeriums konzipierte, ein Stelldichein.

 

Die slowakische Brass-Band Balkan Sambel begleitete - in Form einer Street Parade - die Besucher zur Dominikanerkirche. Dort fand nicht nur die dritte Ausstellungseröffnung von Sebastian de Ganey, sondern auch das traditionelle Sommerfest statt.

 

127 Millionen Euro investierte das Land Niederösterreich 2016 in die Kultur. Eine nicht unumstrittene Verdreifachung der Subventionen innerhalb der letzten 25 Jahre. Die Angebote sollte der Bürger aber nützen und den Mut haben, traditionelle Pfade zu verlassen. In jeder Hinsicht.

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Creative Sound & Art - Das Kremser Donaufestival 2017 "steckt an"!

"Du steckst mich an" lautet das Motto des diesjährigen Donaufestivals in Krems, das in dieser Form seit 2005 in der Wachaumetropole stattfindet. "Camp auf dem Land", so nannte es der langjährige künstlerische Leiter Tomas Zierhofer-Kin, der - als neuer Chef der Wiener Festwochen - das Zepter an den FM4-Radiomacher und Kulturjournalisten Thomas Edlinger übergab. Die Grundtendenz blieb gleich, eine grenzüberschreitende Mixtur aus Musik, Art und Performance, die die Besucher nicht berieseln, sondern inspirieren, herausfordern und aufrütteln soll. 

 

An insgesamt 6 Tagen finden an verschiedenen Standorten pro Tag ca. 20 Einzel-Events statt. Eines der Höhepunkte des ersten Wochenendes war zweifelsohne die Premiere der 5 (!)-stündigen Performance "Habitat" der renommierten Künstlerin Doris Uhlich. Ca. 30 Akteure des "More than naked-Ensembles (inklusive einiger "Amateure") bewegten sich - so wie Gott sie schuf - in den Hallen der (säkularisierten) Dominikanischen Kirche, jeder auf seine Art und Weise, solo, zu zweit oder in Gruppen.  "Die Kirche ist wie nackt, die Wände und der Boden haben einen Nude-Ton" - so Uhlich, die die teils natürlichen, teils künstlichen Zuckungen der Performer an die Architektur der Kirche anpasste und die Zuschauer inmitten der nackten Körper unmittelbar daran teilnehmen ließ. Als musikalische Kulisse dienten tribalistische Minimal-Techno-Beats, die die Energie der Performance intensivierten und auch auf die Besucher übertrugen. Choreografin Uhlich: "Jeder hat einen Körper! Das verbindet uns alle. Und unterm Gewand schauen wir alle gleich aus, egal an was wir glauben!"

 

"Rap against Racism" lieferte die schwarze Künstlerin und Aktivistin Camae Ayewa aka Moor Mother im Stadtsaal. Harte Beats, aggressives Wording und eindeutige Messages. Die ungerechte Welt hat es nicht anders verdient. Zum Finale tanzten auch einige Konzertbesucher auf der Hip Hop-Bühne, es besteht noch Hoffnung. 

 

Vancouvers Rap-Shooting-Star Tommy Genesis dagegen präsentierte sich in der Halle 2 im School-Girl-Outfit, hautnah beim Publikum und nur von Background-Hip Hop Beats begleitet. Die Künstlerin des DIY-Labels Awful Records ist allerdings – konträr zum Look – eine selbstbewusste Anti-Spears. "Liebe und Sex sind von vornherein belastet mit dieser Art Gehirnwäsche, die wir alle mitbekommen. Man muss sich für die eigenen Regeln entscheiden." - so Tommy Genesis.

 

Für Retro-Atmosphäre sorgte am Eröffnungstag die ehemalige UK-New Wave-Band Scritti Politti, die heute nur mehr aus dem damaligen Sänger Green Gartside besteht. Die Hits von damals, "Word Girl", "Wood Beez" oder "Sweetest Girl" faszinieren durch dessen beständiger Stimme noch immer, die politische Message ist etwas verblasst, was aber nicht stört.

 

Wer auf härtere Beats abfährt, wurde beim Donaufestival auch bestens bedient. DJ M.E.S.H. aus New York scratchte im Festival-Areal der Österreich-Hallen, während Group A aus Tokyo im Stadtsaal Gothic-Wave mit Techno und Live-Violins kombinierten. Neue Maßstäbe in Sachen elektronischer Club-Musik bot der südafrikanische DJ Lag: Gqom heißt das Zauberwort der Szene in Durban. Eine Mixtur aus Techno, Tribal und hallenden Samples. Man staunt, was der altehrenwürdige Stadtsaal in Krems noch aushält:-)

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Techno Classic Night: Krems für eine Nacht wieder Epizentrum der Disco-Szene.

Krems war einmal Disco-Hochburg. Anfang der 90er eröffnete das M.A.O. ("Music & Art Organisation), das anfangs unter den Fittichen von Andi Edlinger bzw. Manfred Dollberger und mit groovigem Dancefloor-Sound auch hochkarätige Acts wie Snap und Dr. Alban (und natürlich auch Udo Hubers TV-Hitparade "Die Großen 10") nach Krems lockte. 1999 war die Zeit des Millennium im Gewerbepark gekommen, das mit toller Sound-Anlage, Light-Effects und internationalen Bookings Party-Freaks aus ganz Österreich begeisterte. Zur freitäglichen "Mission 2000" beehrten Techno- und Trance-Ikonen wie Blank & Jones, Scooter, Miss Shiva, Tomcraft oder Cosmic Gate die Donaumetropole, die in allen Belangen überfüllten Saturday Night-Events dauerten bis weit nach Morgengrauen und endeten irgendwo zwischen Parkplatz, Taxistand oder After Hour-Cafe.

 

Diese Zeiten sind längst vorbei. Das Millennium wurde 2007 von Christian Gschwantner "testamentarisch" übergeben. Die Großstadtdiskothek wurde immer wieder neueröffnet, hieß einmal "G", dann "Fifty" oder "Estate", der Erfolg eher periodisch beschränkt bzw. mäßig. Seit ein paar Monaten kann man die Räumlichkeiten für spezielle Events mieten. "Party-Minister" Martin Neger hat dies gemacht und österreichische DJ-Legenden unter dem kongenialen Motto "Techno Classic Night" in die "Event Stage Krems" geladen. Mit dabei: Trance Austrian Dance-Award-Gewinner DJ Observer, DJ Rokis, bekannt aus 90er-Gazometer-Biosphere-Rave-Nächten und DJ Joro, schon damals für seine harten Techno-Beats berühmt-berüchtigt. Dazu als Performer vor dem Mischpult: Die ehrenwürdigen MC´s Spot und Mars.

 

Die Rechnung ging auf: Das altersmäßig bunt gemischte Publikum tanzte schweißtreibend zu den Rave-, Techno-, Trance- und House-Hymnen der Vergangenheit, die - im Gegensatz zu manch anderem Retro-Sound - noch heute state of the art sind. Egal, ob sie jetzt "Loneliness", "Adagio for Strings", "Techno Cat", "Let me show you", "Raining down" oder "Meet her at the Love Parade" heißen. Eine Fortsetzung dieser coolen Party-Reihe dürfte wohl unwidersprochen sein.

 

Allerdings sind derartige periodische Events in der Kremser Region nur ein "Tröpfchen auf dem heißen Stein". Die Club-Diskothek Und Lounge ist seit 2012 geschlossen, die in die Jahre gekommenen Österreich-Hallen dienen aufgrund von Dezibel-Beschränkungen nur mehr als Kulisse für das avantgardistische Donaufestival und diverse Schulbälle, die Indie-Rock-Alternative-Szene hat - durch das Fehlen einer Veranstaltungshalle und kleinerer Bühnen, überhaupt keine Gelegenheit, ihre Künste zu präsentieren. Und das, obwohl die Stadt Krems zahlenmäßig ständig wächst und vor allem während der Semesterzeiten sich tausende urban angehauchte Studenten in der Wachauregion tummeln, die nur auf Parties, Konzerte, Happenings und Festivals warten. Wie lange noch ?

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25 Kremserinnen im öffentlichen Raum: Ausstellung "Frauenplätze" in der Rathaushalle.

Die Kremser Kunsthalle macht noch Pause, jetzt erobern stattdessen Alltagsfotografien die Feingeschmäcker. 25 Frauen wurden für das Fotoprojekt "Frauenplätze" abgelichtet, als Kulisse fungieren u.a. das Steinertor, der Springbrunnen im Stadtpark, die Gozzoburg, der Simandlbrunnen oder der kultige Sprungturm in der Badearena. 

 

Angefertigt wurden die Fotos vom Wiener Fotografen Michael Schmid. Unter den Kremserinnen, die "sich ihren persönlichen Platz im öffentlichen Raum erobert haben", befindet sich auch die grüne EU-Abgeordnete Ulrike Lunacek. 

 

Die Ausstellung wurde am Internationalen Frauentag eröffnet und ist noch bis 24. März in der Kremser Rathaushalle zu sehen. 

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"Make Love, Not Walls" - HTL Krems polarisiert beim Faschingsumzug mit Trump-Messages.

Wieder Massenandrang beim traditionellen Faschingsumzug in der Kremser Innenstadt, an dem sich dieses Jahr immerhin 24 Gruppen (und damit mehr als in Wien) beteiligten. An der Spitze thronten die "Superhelden" der SPÖ, die sich damit bereits für die Gemeinderatswahl strategisch ins Bild setzten. Judith Aigner parodierte den bald abtretenden Landeskaiser, die Volksschule Egelsee widersetzten sich progressiv den Bildungsproblemen Österreichs und verkleideten sich als "Einsteins". Das bedeutete auch den ersten Platz bei der Maskenjury.

 

Den Preis hätte sich aber auch die HTL Krems verdient, die mit "Pro Trump" und "Make Love, not Walls, no Trump"-Messages den umstrittenen US-Präsidenten beim Karnevalszug thematisierten. Obama und Merkel durften auch nicht fehlen. Bis tief in die Nacht sorgte Apres Ski-DJ Matty Valentino für lautstarke deutsche Schlager am Pfarrplatz.

 

Wird etwas geboten, dann kommen auch Leute. Dies sollte auch ein Wink für Gemeindepolitiker, Veranstalter und Gastronomen, ein "Summer in the City" a la St. Pölten zu konzipieren. Die Altstadt braucht Frequenz mehr denn je.

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Stele in Dinstlstraße: Zur Erinnerung an die 1978 abgerissene Kremser Synagoge

Dunkle Geschichten ranken sich um den Abriss der ehemaligen Kremser Synagoge in der Dinstlstraße. So soll im Jahre 1938 ein NS-Funktionär den Judentempel vor dem Abbruch bewahrt (!) haben, den genau 40 Jahre später ein Kremser Baumeister legal durchgeführt hat. 

 

Entworfen hat die Synagoge der Wiener Architekt Max Fleischer, die örtliche Bauleitung wurde den Kremser Architekten Josef Utz, Vater und Sohn, übertragen. Eingeweiht wurde sie im Jahr 1894, obwohl damals in Krems nur ca. 200 Personen jüdischen Glaubens wohnten. Während des zweiten Weltkriegs wurde die Synagoge an die Stadt Krems "übereignet". Am Ostermontag, dem 2. April 1945, wurde Krems von Bombern der US-Luftflotte beschossen. Während das Bahnhofsviertel und Teile der Dinstlstraße völlig zerstört wurden, überstand die Synagoge das Bombardement fast unbeschädigt.

 

Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Synagoge an die Kultusgemeinde zurückerstattet. Immer wieder gab es allerdings Gerüchte, dass sie verkauft und beispielsweise als Stadtbücherei oder Fahrschülerhort verwendet werden solle. 1971 erfolgte tatsächlich der Verkauf, ein Geschäftswohnhaus sollte errichtet werden. Verhindert wurde dies durch den Wehrturm auf der Liegenschaft, der im Gegensatz zur Synagoge unter Denkmalschutz stand. 

 

1976 - 1 Jahr nach Auszeichnung der Stadt Krems zur "Modellstadt der Denkmalpflege", wurde der Abbruch der Synagoge genehmigt. Der Baubescheid wurde am 10. März 1978 rechtskräftig, noch am selben Tag - an einem Freitag (!) - rollten die Bagger auf und legten die einzige in gutem Bauzustand vorhandene Synagoge Niederösterreichs in Schutt und Asche. Später stand dort eine farblose CA-Filiale, heute ein Glücksspiellokal (!).

 

Nicht die einzige Bausünde der letzten Jahrzehnte in Krems, wenn man an den Abriss des Brauhofsaals, diverse Einkaufszentren oder Monumentalbauten am Köglweg denkt. In Erinnerung an die Synagoge wurde jetzt eine Gedenkstele mit einem Glas-Schaubild errichtet. Die Idee stammt von Dr. Robert Streibel, umgesetzt wurde sie von Schülern der HTL Krems in Zusammenarbeit mit Historiker DI Kalt. Leider nur ein schwacher Trost.

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Donaufestival Krems: Technoide Abschieds-Party für Tomas Zierhofer-Kin !

"Kunst kann auch dazu beitragen, unsere eigenen Normen infrage zu stellen und uns dahin gehend bereichern, dass wir uns überlegen, wie unser Leben und Denken anders sein könnte.“ Worte, die Tomas Zierhofer-Kin beim Kremser Donaufestival mit extravaganten Performance-, Installations- und Soundacts mit Taten erfüllt hat. Seit 2005 war er dort künstlerischer Leiter und inszenierte 11 Jahre lang im „beschaulichen Wachaustädtchen“ Krems einen „Crash der Kulturen“, wie es Katharina Seidler so metaphorisch im Falter ausgedrückt hat. 

 

Samstag Abend feierte der exzentrische Kulturmanager seine programmatische Abschiedsvorstellung. Trotz der „Niemand hat euch eingeladen“-Anti-Willkommenskultur der Performance-Künstler God´s Entertainment mit einem Sold Out-Zertifikat. Wo Retro- und Halli Galli-Clubbings aufgrund von Lärmbeschwerden der Parkhotelbetreiber bereits das Feld räumen mussten, sorgten deutsche Techno- und Ambientgranden nicht nur für Good Vibes bei elektronischen Feinschmeckern, sondern auch für partytaugliche Abtanzstimmung. Während es Hendrik Weber aka Pantha du Prince bei seiner Präsentation seines neuen Albums „The Triad“ noch sphärischer, düsterer und analoger anlegte, bewies der ursprünglich aus Hip Hop-Kreisen stammende DJ Koze bei seinem stilvariablen, temporeichen DJ-Set im Stadtsaal, warum er seit Jahrzehnten zu den arriviertesten DJ´s Deutschlands gehört. 

 

Zierhofer-Kin wäre nicht Zierhofer-Kin, wenn er nach diesem glücks- und tanzhormonausschüttenden Act nicht einen deftigen Break setzen würde. Dies im Stile einer anarchistisch-chaotischen „Karaoke“-Show der österreichischen Performance-Genies Gelatin (die übrigens die umstrittene „Wachauer Nase“ am Donauufer gegenüber von Weißenkirchen kreiierten) und den feministischen Rappern der Klitclique. Dass man gegen Ende des auch (nackten) Exzesses nicht mehr zwischen Künstlern und Zuschauern unterscheiden konnte, war natürlich ganz im Sinne der Akteure. 

 

Den Final Countdown lieferte dann der Berliner DJ Rodhad, der seinen guten Ruf nicht nur Auftritten im Kult-Club Berghain oder auf Elektronik-Festivals zu verdanken hat, sondern auch seinem progressiven Label Dystopian. Der Sound: Minimal, deep, perkussiv, als würde die technoide Trance niemals enden. In Krems ist leider um 2 Uhr Schluss, das Donaufestival allerdings kehrt nächstes Jahr wieder. Unter der neuen Leitung des FM4-Radiomachers Thomas Edlinger. Als erster Stammgast hat sich bereits einer angekündigt: Tomas Zierhofer-Kin, ab 2017 Intendant der Wiener Festwochen. 

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Faschingsdienstag in Krems: Der Teufel hat den Apres Ski-Schrott gemacht. 

Kein Zweifel, der traditionelle Faschingsumzug gehört weiterhin zu den bestbesuchtesten Events der Wachaumetropole Krems. Und das, obwohl dieser einst größer angelegt war und dieses Mal eigentlich "nur" 21 Trucks am Start waren. Darunter die Fahrschule Dolejschi, die Ur-Trommler, die Kremser Bank als Muppets-Persiflage, das Kremser Bowling-Center X-Bowl, die Kremser Altstadtlokale (als Veranstalter des Events) und als finaler Endpunkt der maximal große Hüttengaudi-Truck der Capital & Invest GmbH. 

 

Politische Skandale a la Maissau blieben in Krems aus. Resch & Co. versteckten ihre Abrissbirne verschämt im Magistrat, nicht einmal das Enfant Terrible Franz Stieger, kürzlich in der ZIB 2 als Bundespräsidentschaftskandidat zu sehen, beehrte den Umzug mit seinen Fahrrad-Installationen. FPÖ-Chef Walter Rosenkranz dagegen ließ es sich nicht nehmen, mit seiner Frau den Truck seiner Mittelschulverbindung JKM Rugia zu erklimmen und sie auf den letzten Metern am Pfarrplatz zu begleiten. 

 

Für gruselig-ausgelassene Stimmung sorgten in den Straßen von Krems vor allem die Woidviertla Höhln Teifl´n. Ob sie den Rustikal-DJ´s auch etwas in die Getränke gekippt haben ? Deutsches Apres Ski-Geplärre stundenlang mitten in der Kulturstadt Krems ! Und wenn schon einmal Helene Fischer, Mickie Krause & Co. in Endlosschleife, dann wenigstens dem Apres Ski-DJ das Mikro abdrehen. Music sounds better without you, egal, wie grottenschlecht sie ist.

Neujahrstreffen der FPÖ Krems im Weingut Aigner.

Die FPÖ Krems lud zu einem Neujahrstreffen in das renommierte Weingut Aigner. Der Special Guest musste leider absagen, war er doch gerade an diesem Tag die medienbegehrteste Polit-Persönlichkeit des Tages: Norbert Hofer, 3. Nationalratspräsident, der für die Freiheitlichen als Bundespräsidentschaftskandidat ins Rennen geht und dem vom Kremser FPÖ-Chef Walter Rosenkranz auch gute Chancen für die Stichwahl eingeräumt werden. Anstatt einer Doppelconference gab es stattdessen eine spannende Solo-Rede vom rhetorisch brillanten Nationalratsabgeordneten, der vor teils weithergereisten Parteifreunden, Gemeinderatsabgeordneten, Sympathisanten und interessierten Bürgern die neuesten politischen Entwicklungen aus freiheitlicher Sicht präsentierte.

 

Bezüglich seiner Heimatstadt Krems, in der 2017 die nächsten Gemeinderatswahlen stattfinden, kritisierte Rosenkranz neben der ab Februar geltenden Parkgebührenerhöhung diverse Bauprojekte, die ohne Mitspracherecht der Bürger seitens der rot-schwarzen Koalion durchgepeitscht werden: Tiefgarage und Oberflächengestaltung auf dem Südtirolerplatz, die nur dem Betreiber des EKZ-Steinertor nützen, die erweiterte Schiffsanlagestation in Stein, das überdimensionierte Hochhaus in der Wiener Straße und die vom Land NÖ steuerfinanzierte 35 Millionen Euro teure Landesgalerie, die nicht nur zum Abriss des beliebten traditionellen Wirtshauses Hofbauer führte, sondern auch gewaltige Verkehrsprobleme nach sich ziehen wird.

 

In Niederösterreich halte man derzeit noch die rote Laterne bei den Landtagswahlen, dies werde sich aber im Superwahljahr 2018 ändern. Bereits jetzt liege die FPÖ NÖ laut Umfragen bei ca. 17-18 %, Ziel müsse es sein, die SPÖ als zweitstärkste Kraft im Land abzulösen und die absolute Mehrheit der ÖVP zu brechen. Ein besonderes Augenmerk richtet die FPÖ derzeit auf die Familien. Mütter sollen bis zum 6. Lebensjahr Anspruch auf ein NÖ Erziehungsgeld in Höhe der Mindestsicherung haben.

 

Zentralthema wird bundesweit weiterhin die Asylproblematik sein, bei der die rot-schwarze Bundesregierung unter Führung des Merkel-Freundes Faymann ("Er kommt mit keiner Meinung rein und geht mit meiner Meinung wieder raus!") vollends gescheitert ist. In diesem Zusammenhang fordert Rosenkranz die Identifikationspflicht der Asylwerber ("Wenn jemand sich nicht ausweisen kann, muss er ausgewiesen werden") und die Normierung des Erschwerungsgrundes "Begehung einer Straftat als Asylwerber" im Strafgesetzbuch. Der Missbrauch des Gastrechts dürfe hier in Österreich nicht geduldet werden. 

 

In Richtung des nächsten Bundespräsidenten stellt sich laut Rosenkranz nicht die Frage "Würden Sie...", sondern "Werden Sie HC Strache zum Bundeskanzler angeloben ?" Die FPÖ geht somit sehr optimistisch in die nächsten politischen Jahre. So frei nach dem BP-Wahlkampfslogan "Flagge zeigen", auch wenn diese nicht blau, sondern Rot-Weiß Rot ist. 

UNESCO-Experte Wilfried Posch: "Kremser Stadtregierung gefährdet durch Tiefgaragen-Projekt Weltkulturerbe-Status !"

"Instinktlosigkeit", "Rohheit", "die Zerstörung eines Lebenswerks vieler Generationen" – Ein vernichtendes Urteil stellt Dr. Wilfried Posch, ehemaliger Universitätsprofessor für Stadtbau und Raumordnung in Linz, den neuesten Bauprojekten der Wachaumetropole Krems aus. Posch ist UNESCO-Weltkulturerbe-"Wächter" für die Wachau und die Altstadt Krems und wurde von der IG Südtirolerplatz zu einem Vortrag ins Cafe Klinglhuber geladen.

 

Im Dezember 2000 wurde der Stadt Krems das UNESCO-Weltkulturerbe verliehen, und nicht nur Posch sieht dieses Gütesiegel durch Bauvorhaben wie die Landesgalerie in Stein oder durch die umstrittene Tiefgarage auf dem Südtirolerplatz gefährdet. Eine Tiefgarage, wie sie beispielsweise auch in Wien auf dem Heldenplatz Anfang der 90er geplant war (und durch Ex-Wissenschaftsminister Busek unbelohnterweise verhindert wurde), sei verkehrstechnisch sinnlos und zerstöre das historische Stadtbild. 

 

Der Südtirolerplatz werde durch die geplanten Ein- und Ausfahrtsrampen dem "Mariandl" angepasst, das am Friedhof seinen "richtigen Platz" habe, das Steinertor als Wahrzeichen der Stadt Krems werde durch die riesige Plattenwüste deklassiert. Der riesige, künstlich geschaffene Platz diene nur dazu, mit lärmintensiven "Events der Spaßgesellschaft" bespielt zu werden. Deren Sinnhaftigkeit mehr als bezweifelt werden kann, denn Märkte, Konzerte oder Public Viewings auf der vermeintlichen "Piazza" ziehen dann die Besucher aus der Altstadt, schaden den ohnehin durch Frequenzschwund angeschlagenen Einzelhandels- und Gastronomiebetrieben und nützen nur einem, dem Investor der Tiefgarage und Betreiber des EKZ Steinertor, der zusätzlich noch den zukünftig straßenbefreiten Brauhof-Biergarten neu beleben will.

 

Stadtbauexperte Dr. Posch wirft der Stadt Krems eklatante Konzept- und Planlosigkeit vor. "Dekorationen ersetzen Konzepte nicht", man diskutiere über die Muster der Plattenwüste anstatt einen fundierten urbanen Entwicklungsplan zu erstellen. "Marktradikalismus" sei wichtiger als Ästhetik, Kultur und Integration in das historisch gewachsene Stadtbild.

 

Laut einer aktuellen SPD-Studie sprechen sich 82 % der Bürger gegen Autostädte aus. "Neue Mobilität" im Sinne von Fußgänger- und Fahrradverkehr liegt im Trend. Auch in Krems besteht keine Notwendigkeit einer neuen Tiefgarage, nicht einmal die bestehenden Stellplätze in den Parkgaragen sind voll ausgelastet. Vor allem eine Aussage von Bürgermeister Resch betreffend das stets kapazitätsfreie Parkdeck Bahnzeile verwundert Posch. "Da müssen´s ja 400 Meter gehen", so der ausgebildete Arzt, dem eigentlich Gesundheit und Fitness der Bürger mehr am Herzen liegen sollten als Lärm, Staus und Abgase.

 

Die Kremser Stadtpolitiker wollen anscheinend "unter dem Ladentisch" parken und gefährden damit nicht nur das UNESCO-Weltkulturerbe der Stadt Krems, sondern auch den sozialen Frieden. Gemäß einer NÖN-Umfrage sprachen sich 87 % der Teilnehmer gegen das Projekt Südtirolerplatz Neu aus, ein Grund mehr, warum eine verbindliche Volksbefragung seitens der rot-schwarz-grünen Gemeindepolitiker strikt abgelehnt wurde. Noch gibt es aber rechtliche Möglichkeiten, dieses Himmelfahrtsprojekt zu stoppen. Man kann nur hoffen, dass sie wirkungsvoll sind. Der 1020 Jahre alten Stadt Krems, seiner Bürger, Freunde und Gäste zuliebe.

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Südtirolerplatz Neu: O.K. Die Tiefgarage braucht nur einer.

Die Würfel sind gefallen. Das Kremser Architekturenbüro Göbl gewann den ersten Preis beim Wettbewerb um die Neugestaltung des Südtirolerplatzes. Die Experten-Jury lobte vor allem das Konzept einer "historischen Piazza" direkt vor dem Wahrzeichen der Stadt, dem Steinertor. 

 

Dort sollen in Zukunft – eingekesselt von 3 Autospuren (sic est !) – Feste und Märkte stattfinden. Die Märkte des Pfarr- und Dreifaltigkeitsplatzes wie der samstägliche Bauernmarkt, der Flohmarkt oder ein Fischmarkt sollen außerhalb der Altstadt verlegt werden, die Innenstadtbetriebe und die Gastronomie werden sich darüber sehr "freuen". Auch Public Viewings, Tanz- und Theatershows, Konzerte oder ein Weihnachtsmarkt (mit bis zu 600 Gästen !) sollen auf der kargen Betonfläche veranstaltet werden. Die "Grüne Lunge" der Stadt ist anscheinend zu wenig hip für unser Christkindl.

 

Man mag geteilter Meinung sein über den Sieger des Architektenwettbewerbs: Das zweitplatzierte Team der DND Landschaftsplanung aus dem Wiener Neubau setzte beispielsweise auf mehr Grün, Bäume und einen attraktiven Wasserbrunnen, Auböck und Ullrich präferierten die "alte" Straßenrichtung. Gegen eine Neugestaltung des Südtirolerplatzes ist aber eigentlich nichts einzuwenden. 

 

Es ist allerdings komplett unverständlich, warum diese 1,3 Millionen teure Investition der Stadt einher geht mit dem Bau einer zusätzlichen Tiefgarage eines Privatinvestors, der neben dem Südtirolerplatz ein Einkaufszentrum betreibt und gerüchteweise mit Unterstützung eines bekannten Gastronomen den Brauhof-Biergarten neu beleben will. Da ist es natürlich ein "glücklicher Zufall", dass die neue Straßen-Trasse als historische Verlängerung der Kremser Landstraße ab Fertigstellung neben dem Cafe Ulrich liegt und nicht wie bisher neben dem Brauhof. 

 

Gebührenpflichtige Parkplätze gibt es in Krems ausreichend, die Tiefgarage (zum lächerlichen Benützungsentgelt von 18.000 Euro jährlich) braucht nur einer, der Investor, und die Innenstadt mit ihrem Problembereich "Untere Landstraße" wird durch dieses "garagierte" Himmelfahrtsprojekt wohl kaum belebt. Im Gegenteil.

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Krems: Info-Schaufenster für 35 Millionen Euro-Museum

Der Spatenstich soll im April 2016 stattfinden, die Eröffnung Anfang 2018. Die Rede ist vom 35 Millionen-Euro-Museum direkt gegenüber der Kunsthalle Krems, geplant vom Vorarlberger Architekten Bernhard Marte, finanziert vom Steuerzahler. 

 

Die Steiner werden in den nächsten 2 Jahren konfrontiert mit einer Riesenbaustelle, einem erhöhten Verkehrsaufkommen und dem Abriss des traditionellen Museumswirtshauses Hofbauer. In einem Schaupavillon direkt am Entstehungsort kann sich jeder Bürger 24 Stunden lang täglich informieren über das Museum, das vor allem die Kunstschätze des Landes Niederösterreich zeigen wird, nicht als ständige Sammlung, sondern als wechselnde Ausstellungen auf allen Stockwerken. 

 

Kunstfreunde aus aller Welt werden sich freuen, die Kremser Bürger wohl weniger. Einheimische sind schon jetzt bei Vernissagen und Special Events der Kunsthalle oder des Karikaturmuseums nur spärlich vertreten. Der Alltagsbürger hat andere Sorgen und Präferenzen, den Ausbau des öffentlichen Verkehr, Freizeitangebote für Kinder, eine neue Badearena, ein modernes Veranstaltungszentrum oder leistbare Wohnungen im Zentrum. Ob der hypermoderne Kunst-Trabant im Altstadtbereich von Stein diese Wünsche kompensieren kann, ist wohl auszuschließen.

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"88er-„Dream Team“ als Stargäste beim KSC-Cupschlager gegen Innsbruck...

Am 1. Juni 1988 erreichte der KSC seinen größten Erfolg in der Vereinsgeschichte, den Cupsieg. Nach dem 2:0-Heimsieg gegen Happels Tiroler (durch Tore von Otto und Janeschitz) vor 9000 Zuschauern reichte in Innsbruck ein 1:3 durch ein Auswärtstor von Erwin Wolf zum sensationellen Triumph. 

 

Die Innsbrucker kamen jetzt wieder nach Krems, als Führender der Ersten Liga und Gegner in der 2. Runde des ÖFB-Cups. Grund genug, dass ein Teil des 88er-Dream Teams vor dem Fußballschlager geehrt wurde. So gaben sich u.a. der Kremser Lokalhero Burli Miesbauer, der nunmehrige Magistratsbedienstete Christian Braun, Ex-Topgoalie Gottfried Angerer, Hannes Neumayer und der damalige Goldtorschütze Erwin Wolf ein Stelldichein. Sportlich auch heute noch verankert: Slobodan Batricevic, Jugendcoach von St. Pölten, und Christian König, Trainer von Weißenkirchen. 

 

Auch die „neuen Kremser“ zeigten sich beim Cupschlager von ihrer besten Seite. Lange 1:0 in Führung durch ein schnelles Tor von Denk stand es nach 90 Minuten 2:2, in der Verlängerung musste man sich 3:5 geschlagen geben. Allerdings gegen eine Mannschaft, die 2 Spielklassen höher positioniert ist. Vielleicht aber nur mehr eine Frage der Zeit: Nach 4 Siegen en suite in der Meisterschaft läuft der Express Richtung Regionalliga wieder. Das freut auch die „Alten“.

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Krems: Marathon-Fieber mit Schockzustand nach der Party.

Zum 18. Mal fand am 13. September bereits der Wachau-Marathon in einer der schönsten Regionen Österreichs statt. Und wieder konnte sich der Veranstalter, Ex-Marathonspezialist Michael Buchleitner, über eine Rekordstartermenge freuen. 

 

71 Busse, 1 Schiff und 3 Züge brachten die fast 10.000 Sportler aus 60 Nationen an die Startstützpunkte Emmersdorf, Spitz und Achleiten.  Hauptbewerb war der 21 km lange Halbmarathon, bei dem mehr als 5800 Sportler gemeldet waren. Die Hälfte der Teilnehmer stammte aus Wien, ca. 15 % aus der Wachau selbst, die restlichen 35 % aus dem übrigen Österreich und dem Ausland. Darunter befanden sich nicht nur Weltklasseathleten wie die jährlich triumphierenden Schwarzafrikaner aus Kenia, sondern auch viele Hobby-Sportler aus allen Altersgruppen, die den Wachaumarathon auch als persönliche Herausforderung sehen und dabei manchmal im Rausch des Gruppenzwanges über ihre Grenzen gehen. 

 

Dies sollte zwei Teilnehmern zum tödlichen Verhängnis werden. Nach dem Todesfall eines 39jährigen im Vorjahr konnten dieses Jahr ein 44jähriger Niederösterreicher und ein 35jähriger Wiener trotz Reanimierungsversuchen nicht mehr gerettet werden. Sie starben nach einem Herzkreislauf-Stillstand im Krankenhaus Krems. 

 

Ein tieftrauriger Schatten über ein top-organisiertes Event im Herzen der Wachau, das nicht nur für großartige sportliche Leistungen (Siegerzeiten beim Halbmarathon: 1:01:34 Bett bzw. 1:09:57 Jelagat) sorgt, sondern auch der Wirtschaft in der Region mehr als 2 Millionen Euro Wertschöpfung bringt. Und natürlich auch die "normale" Bevölkerung zum Laufen und zur Bewegung animiert. 

 

Dr. Martin Nuhr aus Senftenberg dazu in den "Bezirksblättern": "Sportliche Betätigung ohne Rücksprache mit dem Hausarzt ist ein Top-Risikofaktor". Die Todesfälle des Wachaumarathons werden noch breite Diskussionen in der Läuferszene nach sich ziehen, egal ob sie verhinderbar waren oder nicht.

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Wachauer Volksfest: Rückblick 2015 und Reformvorschläge für 2017.

11 Tage Party-Time auf dem Wachauer Volksfest sind vorbei, laut inoffiziellen Zahlen frequentierten ca. 115.000 Besucher den Kremser Stadtpark. Was waren die Highlights ? Sicher das Kettenkarussell "Around the World" mit einem phänomenalen Blick aus 60 Meter Höhe auf die Stadt Krems, Fritz Thurners Vergnügungsbetriebe (darunter auch das "No Limits"), der letzte Auftritt der großen Militärmusikkapelle im Kremser Stadion, Live-Auftritte von Nino de Angelo, Tony Wegas oder der Monroes, das bayrische 2-Stein-Stadl für Freunde der Volks- und Schlagermusik und das smarte Areal rund um den neuen Springbrunnen mit Magnum-Bar, Cocktail Datler, Grapevine Tequila & Co.. Zum letzten Mal leider mit dabei: Michael Merkle, dessen Familie seit 1947 beim Kremser Volksfest einen Stand betreibt. Für Nachfolge ist bereits gesorgt.

 

Einige Reformvorschläge für das Fest in 2 Jahren: Den Eintritt komplett abschaffen, die Höhe der Standgebühren transparent offenlegen, zwei neue Messen konzipieren (eine Messe der Kremser Innenstadtbetriebe bzw. eine avantgardistische Art Exhibition der Kremser Kunstbetriebe inkl. junger, alternativer Künstler), Events verschiedenster Art am Nachmittag (wie Autogrammstunden, Musikpräsentationen,...), einen coolen Tropical House Beach mit Klangkünstlern wie Tom Snow, Dominique Jardin oder Riva Elegance, eine Live-Bühne für Pop-, Indie- und Alternative-Acts wie Jan Scheer, Doors Experience, Wanda oder Olympique. Also ein Programm, das mehr in Richtung Urbanität statt Rustikalität geht. Wir leben hier ja nicht am Ballermann oder in Ischgl...

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Blauer Montag mit Walter Rosenkranz beim Wachauer Volksfest 2015

Vor 2 Jahren war FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz Christian Strache beim traditionellen "Blauen Montag" der FPÖ beim Wachauer Volksfest selbst mit dabei, dieses Mal musste er aufgrund wichtiger Wahl-Termine in Oberösterreich und Wien leider passen. Der Kremser FPÖ-Chef Dr. Walter Rosenkranz, gleichzeitig FPÖ-NÖ-Landesparteiobmann, Nationalratsabgeordneter und Bildungssprecher der FPÖ, ist mit seinen rhetorisch-brillanten Reden mehr als nur ein Ersatzprogramm. Im durch die Rekordtemperaturen überhitzten Festzelt Hasenstall berichtete er – vor dem Bieranstich – über neue Entwicklungen der Bundes-, Landes- und Gemeindepolitik.

 

Krems-spezifisch kritisierte Rosenkranz vor allem das mangelnde Mitspracherecht der Bürger bei der Entwicklung ihres Lebensraumes. Eine Schiffsanlagestelle wurde ohne Information der Steiner gebaut, am Südtirolerplatz will ein Privatinvestor eine Tiefgarage errichten, für die 220 neuen Parkplätze zahlt dieser 18.000 Euro an die Stadt, während diese gleichzeitig Parkplätze an der Oberfläche (mit 50.000 Euro Einnahmen) verliert. Auf der Wiener Straße plane ein weiterer Privatinvestor ein achtstöckiges (!!!) Hochhaus, das auch eine enorme Konkurrenz für die Innenstadtbetriebe bedeuten würde. Und vor der Kunsthalle will der Ersatzkaiser Pröll das traditionelle Museumswirtshaus Hofbauer niederreißen und stattdessen eine 35 Millionen Euro-Landesgalerie errichten lassen, finanziert wird der architektonische Riesen-Kubus durch die vom Land NÖ erhöhte Landesabgabe, die bei ORF-Konsumenten gemeinsam mit den Rundfunkgebühren eingehoben wird.

 

"Wir sind kein Sozialamt für die ganze Welt", so Walter Rosenkranz zum aktuellen Asyl-Chaos. Ein Recht auf Asyl haben nur Flüchtlinge im Sinne der Genfer Konvention, aber keine Wirtschaftsflüchtlinge, die im Westen auf ein besseres Leben hoffen. Die FPÖ fordert sofortige Grenzkontrollen, die Einhaltung des Dublin-Abkommens, schnelle Asylverfahren und die Abschiebung rechtskräftig abgelehnter Asylwerber.

 

Fast jede Woche schließt laut einer aktuellen Studie ein Wirtshaus in Niederösterreich. Laut Rosenkranz sind dabei auch die dauernden Belastungen und Schikanen schuld, die seitens der EU und der rot-schwarzen Bundesregierung den Wirten und Gastronomen auferlegt werden: Rauchverbot ab 2018, Allergen-Verordnungen, die Registrierkassenpflicht und Erhöhungen der Umsatzsteuersätze haben allesamt negative Effekte auf die Tätigkeit der Wirtshäuser, die ja nicht nur als Kulturträger, sondern auch als Kommunikationskanal der Einheimischen fungieren. Dasselbe gilt für die vielen Heurigenbetriebe, die wegen der vielen Vorschriften und Beschränkungen immer öfter die Flinte ins Korn werfen.

 

Bundesweit spricht Rosenkranz von einer "Missregierung", die sich nur mehr mit Gender-Randthemen und skurillen Sexualkundeerlässen beschäftigt anstatt endlich die Probleme unseres Landes in der Arbeitsmarktpolitik, dem Gesundheits- und Bildungswesen in Angriff zu nehmen. Kein Wunder, dass die FPÖ derzeit in allen Umfragen bundesweit an der Spitze liegt. Insofern ist es schade, dass sowohl im Bund als auch in Niederösterreich die nächsten (regulären) Wahlen erst 2018 stattfinden. Man bereite sich aber bereits jetzt vor, die Verantwortung in Österreich zu übernehmen und werde auch nicht davor zurückschrecken, die Konfrontation mit der EU zu suchen. Das Freihandelsabkommen TTIP, das eine Aufweichung nationaler Standards mit sich ziehen wird, müsse auf jeden Fall verhindert werden, so Rosenkranz abschließend.

 

Nach seiner kurzen Rede nahm Rosenkranz gemeinsam mit Klubobmann Gottfried Waldhäusl einen aufgrund der Hitze schon lang ersehnten Bieranstich vor. Im gut gefüllten Festzelt Hasenstall befanden sich neben vielen Kremser Polit-Interessierten, FPÖ-Anhängern und Medienvertretern auch die Nationalratsabgeordneten Edith Mühlberghuber und Christian Hafenecker. In zwei Jahren wird auch HC Strache wieder mit dabei sein, vielleicht sogar als Landeshauptmann und neuer Wiener Bürgermeister. Die nächsten Monate werden es zeigen.

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Wachauer Volksfest: Rustikal-Gaudi statt hippe Fiesta !

Krems sollte sich beim jede 2 Jahre stattfindenden Wachauer Volksfest als moderne Metropole präsentieren und nicht als billige Almhütte auf dem Ballermann. Die diesjährige Rustikal-Atmosphäre (mit 3 Schlagerställen und unzähligen Lederhosen- und Dirndlparties) nervt und ist einer Bildungs-, Tourismus- und Kulturstadt nicht würdig. Nur einige wenige Bars (wie Cocktails Datler oder die Magnum Bar) haben eine gewisse urbane Qualität.

 

(Leistbare) Event-Vorschläge: Messe der Kremser Innenstadtbetriebe (statt der ewigen Hausbaumesse), eine Art-Messe mit den Kremser Kulturbetrieben UND jungen Künstlern (inkl. Avantgarde-Shows), eine Live-Bühne mit einheimischen Acts wie Jan Scheer, Doors Experience, Olympique, Depeche Ambros oder Wanda, Tropical House Beach mit DJ´s wie Riva Elegance, Dominique Jardin oder dem Vienna Calling-Team, Classic Night mit Udo Huber, Autogrammstunden mit Prominenten,...


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Erhöhung der Landesabgabe um 6 Millionen Euro: ORF-Kunden zahlen für Prölls Kultur-Eskapaden...

Ab 1. September betragen in Niederösterreich die monatlichen Rundfunkgebühren 24,88 Euro statt 24,08 Euro. Die zusätzliche monatliche Gebührenvorschreibung pro ORF-Konsument (die es beispielsweise in Vorarlberg oder Oberösterreich gar nicht gibt) kommt aber nicht den Medien zugute, sondern dem Land Niederösterreich.

 

Die sogenannte „Landesabgabe“ ist geregelt im § 9 des NÖ Rundfunkabgabegesetzes. Dort ist normiert, dass dieser Abgabenertrag zu 70 % an kulturelle Einrichtungen und zu 30 % an Sportstätten des Landes fließt. Mit anderen Worten: Der ORF-Zwangsgebührenzahler in Niederösterreich wird aufgrund eines Beschlusses der Landes-ÖVP (und der Landes-Grünen) dazu verpflichtet, den PR-trächtigen Kultur- und Brauchtumsfirlefanz des Ersatzkaisers Erwin Pröll zu finanzieren.

 

Durch diese Erhöhung fließen umgerechnet ca. 6 Millionen Euro zusätzlich ins Landesbudget. Mit diesem Geld lässt sich zum Beispiel Erwin Prölls 35 Millionen-Euro Landesgalerie in Krems finanzieren. Wie lange lässt sich das steuer- und gebührenüberbelastete Volk in Niederösterreich noch für dumm verkaufen ?

Ernesto Neto: Brasilianische Sinnlichkeit in der Kunsthalle Krems.

"Ich bin Skulptur, und ich denke als Skulptur" – Eine Eingrenzung, die eigentlich sogar nicht in das Weltbild des brasilianischen Bildhauers Ernesto Neto passt. "Wenn du einfach lebst, bist du glücklich", das sind Sätze, die man von ihm kennt. Oder Kritik an der Schnelligkeit der Gesellschaft.

 

Man soll sich daher Zeit nehmen beim Eintritt in sein phantasievolles Traumland, das in den letzten Wochen in der Kunsthalle Krems erschaffen wurde: Biomorphe Rauminstallationen, transparente Zelte mit Gewürzduften, Polstern und Trommeln, herabhängende Nylonschläuche, die sogenannten "Humanoides", mit denen man interaktiv in Kontakt treten kann sowie Kunstwerke aus Naturmaterialien, die vor allem das Prinzip der behäbigen Schwerkraft unterstreichen, als Gegensatzpol dazu die transparente Oberfläche.

 

Parallel zur Kremser Ausstellung ist Neto, inszeniert von Franscesca Habsburg, derzeit auch mit der regenwald-inspirierten Installation "Sacred Secret" im Wiener Augarten vertreten. Neben Neto präsentierte beim traditionellen Sommerfest der Kunsthalle Krems die ebenfalls aus Brasilien stammende Ines Lombardi eine "Retrospektive" ihrer Werke. Die seit 1980 in Wien lebende Künstlerin beschäftigt sich vor allem mit dem Zusammenspiel von Raum, Objekt und Betrachter und dem Prinzip der Unendlichkeit, ihre Stilmittel ein komplexer Mix aus Fotografie, Video, Collage und Installation. Die Werke beider Künstler sind noch bis Ende Oktober in der Kunsthalle Krems zu sehen...

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Achtstöckiges Hochhaus in der Wiener Straße: Ein weiterer Fauxpas Kremser Stadtentwicklung.

Heute Zirkusgelände, morgen ein 23 m hohes, achtstöckiges Wohn- und Bürosilo mit Tiefgarage und Supermarkt. Die Kremser Stadtentwicklung wird immer unerträglicher, unsympathischer und bürgerfeindlicher.

 

Einziges Mittel dagegen: Die Bürger müssen das Recht haben, selbst über große Bauprojekte abzustimmen. Eine diesbezügliche verbindliche Volksbefragung kann jederzeit durch die Mehrheit im Gemeinderat beschlossen werden.

 

Dies verhindern die lobbygesteuerten rot-schwarzen Kremser Rustikalpolitiker natürlich, weil sie genau wissen, dass Projekte wie die sinnlose Seidl-Tiefgarage am Südtirolerplatz, das umweltzerstörende Parkdeck an der Donau, das 35 Millionen Euro steuerfinanzierte Sammlermuseum des "Landeskaisers" Erwin Prölls oder ein achtstöckiges Hochhaus in der Wiener Straße bei der Bevölkerung keine Mehrheit finden.

 

Eine Stadtregierung, die nicht für das Volk, sondern gegen das Volk agiert, hat allerdings keine Legitimation mehr...

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Neues Parkdeck direkt an der Donau: SPÖ und ÖVP als Totengräber des Kremser Lebensraumes.

Noch spielen hier Hobbysportler, Hunde und Kinder, bald steht hier ein neues Parkdeck direkt an der Donau und neben dem Steiner Fußballplatz. Die Stadt Krems beteiligt sich an diesem 3,4 Millionen teuren Parkdeck mit 600.000 Euro, ohne einen Nutzen davon zu haben.

 

Ein weiteres Stück Grünoase wird in Krems geopfert, damit es protzige Kultur- und Restaurantbesucher mit ihrem umweltschädigenden Luxusmobil möglichst bequem haben. Der einfache Bürger zählt in Krems nichts.mehr...

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Direkte Demokratie - In Krems ein Fremdwort !

Das Kremser Donaufestival steht dieses Jahr im Zeichen der "Postdemokratie" und verkennt dabei, dass in der Wachaumetropole noch nicht einmal der Status direkter Demokratie vorhanden ist.

 

So werden in Krems von lobbygesteuerten, fachlich inkompetenten Gemeindepolitikern Bauprojekte - ohne Zustimmung und Information der Bürger - durchgepeitscht. Stichworte: Landesmuseum, Tiefgaragen am Südtirolerplatz und am Yachthafen, Casino (derzeit noch ohne Lizenzbescheid).

 

Noch rollen die Bagger nicht. Für ehemalige Attraktionen der Stadt (Brauhofsaal, Synagoge, Hallenbad Bahnhof,...) ist allerdings schon alles zu spät...

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Verbindliche Volksbefragungen statt Kaffeehausplauscherl in der Zukunftskonferenz !

Die Stadt Krems glorifiziert sich im Rahmen der jährlich stattfindenden Zukunfts-konferenz immer mit dem Prädikat "Bürgerbeteiligung". Das ist natürlich Nonsens pur. Wenn die Kremser Stadtpolitiker direkte Demokratie forcieren wollen (und das wollen sie nicht), dann sollen sie die Bürger über die Zukunft der Stadt Krems RECHTLICH VERBINDLICH in Form von VOLKSBEFRAGUNGEN abstimmen lassen.

 

Themen gibt es zur Genüge: Landesmuseum, Tiefgarage am Südtirolerplatz, Parkdecks an der Donau, Veranstaltungszentrum, Neugestaltung der Badearena, Autofreie Plätze statt Blechlawinen in der Innenstadt,.....

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"Das Fenster zur Welt" – 60 Jahre Fernsehen im Karikaturmuseum Krems

"Ein Krieg gegen die Freiheit, nicht gegen die Karikaturen", so bewertete Gustav Peichl alias Ironimus die grausamen Terroranschläge in Paris im Rahmen der Vernissage zur neuen Ausstellung "Das Fenster zur Welt" im Karikaturmuseum Krems.

 

Im Mittelpunkt stehen 49 Karikaturen verschiedenster Zeichner zum Thema Fernsehen, das im Jahr 2015 seinen 60. Geburtstag feiert und vor einer unsicheren Zukunft steht. Oliver Schopf thematisiert dies in seinem Werk "Digitus", die Menschen befinden sich – ausgehend von einem "Finger" - in einem digitalen Kommunikationsexzess, obwohl keiner mehr persönlich miteinander in Interaktion tritt. Vor 25 Jahren war dies noch entspannter, als Gerhard Haderers "Fernsehfamilie" gemütlich auf der Couch in die Röhre guckte.

 

Faszination übte das Fernsehen aber schon 1969 aus, als 600 Millionen Menschen weltweit die Mondlandung ins Wohnzimmer geliefert bekamen. Die mediale Gier nach Sensationen und Katastrophen, die blieb trotz bzw. auch aufgrund der technologischen Revolution unverändert. Der Terroranschlag auf die Twin Towers (bleistiftgerecht neu aufbereitet – anlässlich des "Charlie Hebdo"-Attentates - von Ruben Oppenheimer), der Irak-Krieg, der Red Bull-Weltraumsprung Felix Baumgartners oder der Fritzl-Missbrauchsskandal in Amstetten.

 

Die Medien-Klaviatur gekonnt spielten auch einige Politiker wie Bruno Kreisky, Sieger zahlreicher "TV-Duelle", und Jörg Haider, der mit "Privilegien"-Taferln einst Franz Vranitzky entzauberte. Als negative "Fernsteuerung der Medien" gilt nach wie vor – trotz veränderter politischer Lage – der "rot-schwarze Proporz", dargestellt durch eine "Tanten"-Karikatur von Erich Sokol.

 

Kritik kommt dazu im Rahmen der Podiumsdiskussion auch von einem, der dies selbst jahrzehntelang hautnah miterlebt hat: Teddy Podgorski, ZIB-Reporter, Sportchef, "Seitenblicke"-Erfinder und zwischen 1986 und 1990 selbst Generalintendant. "Es gibt keine Unabhängigkeit in den Medien. Gefällt ein Artikel oder eine Sendung den Eigentümern nicht, dann wird er nicht gedruckt bzw. nicht gesendet."

 

Missgefallen findet Podgorski auch an der Medientendenz in Zusammenhang mit der Russland-Krise. Berichtet wird seiner Ansicht nach nur aus Sicht der Amerikaner und der westlichen Welt, sämtliche Korrespondenten seien mit wenigen Ausnahmen in vorauseilendem Gehorsam gleichgeschaltet. Und das ohne Einflussnahme von Conchita Wurst, die auf der genialen Karikatur von Michael Jesenko Putin die Ohren lang zieht :-)

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"Freestyle Painting"-Vernissage von Christian Wandl @ Stadtcafe Ulrich

Das traditionelle Stadtcafe Ulrich im Art Fever ! Inhaber Siegfried Wagner präsentiert ca. alle 2 Monate einen aufstrebenden Künstler, der dort seine Kreationen der Öffentlichkeit vorstellen kann. Im neuen Jahr 2015 ist dies Christian Wandl, bereits bekannt durch Ausstellungen im "Piano" und "No Stress".

 

Seine Acryl-/Misch-Technik nennt der gebürtige Kremser "Freestyle Painting", seine Inspirationen bezieht er aus der aktuellen Comic-, Graffiti- und Tattooavantgarde. Die Motive reichen von VIP´s wie Charlie Sheen oder "Joker" Heath Ledger, Lady Gagaesken Masken, Fantasy-Science Fiction bis hin zum Guy Fawkes-Symbol der Occupy Bewegung.

 

Die schräg-knalligen Bilder hängen bis Mitte März im Stadtcafe Ulrich und können auch käuflich erworben werden. Go for it !

Krems 2014 (6): Sport- und Kulturhighlights.

Siegeszug für den Kremser Fußball-Traditionsklub KSC: 42 Spiele hintereinander bleiben die Kremser ungeschlagen, übertreffen damit den Rekord des Wiener Sportklubs und steigen in die 1. Landesliga auf. Dort erreichen sie als Aufsteiger sensationell den Herbstmeistertitel und dürfen sich Hoffnungen auf einen Durchmarsch Richtung Regionalliga machen. KSC-Goalgetter Miro Slavov becirct so nebenbei die Damen in den Puls 4-Shows "Austria´s Next Topmodel" und "Rendezvous im Paradies". Der in der Höchstliga spielende Kremser Handball-Verein UHK scheidet im Halbfinale gegen Hard aus, die neue Saison überwintert man auf Platz 5. Ob sich Beachvolleyball nach dem top-organisierten Turnier an der Donaulände in Krems etablieren wird, wird sich noch weisen.

 

Kulturelle Highlights in Krems sind im kommerziellen Sektor eher rar, existiert doch in Krems weder eine passende Veranstaltungshalle, noch ein Theater, noch ein Open Air-Festivalgelände (wie im benachbarten St. Pölten).

 

Im Avantgarde-Bereich dagegen punktet Krems im Rahmen des – vom künftigen Wiener Festwochen-Leiters Tomas Zierhofer-Kin- organisierten Donaufestivals mit provokanten Acts. Vor allem der "Human Zoo" von God´s Entertainment und Dries Verhoevens "10 Ausnahmen von der Regel" (mit Transsexuellen, Kindersoldaten, minderjährigen, afrikanischen Schwangeren,...), installiert in einer Vitrine mitten auf dem Täglichen Markt, spalten die Betrachter.

 

Im Karikaturmuseum stehen neben der Deix-Dauerausstellung Nick Knatterton und Kottan im Mittelpunkt. Bei der von Chris Lohner moderierten Vernissage geben sich auch Kult-Inspektor Lukas Resetarits und Regisseur Peter Patzak ein Stelldichein. In der benachbarten Kunsthalle werden unter dem Titel "Zurück in die Zukunft – Von Tiepolo bis Warhol" 250 Werke der Zeichenkunst aus der Sammlung Klüser präsentiert.

 

2011 war die österreichische Künstlergruppe Gelatin noch mit der britischen Starkünstlerin Sarah Lucas in der Kunsthalle vertreten, jetzt konzipierten sie vor der Schiffsanlagestelle St. Lorenz (gegenüber Weißenkirchen) eine kontroverse Tourismusattraktion, die 4 Meter hohe, begehbare "Wachauer Nase". Die 210.000 Euro Kosten zu Lasten des Steuerzahlers sorgten für heftige Diskussionen in der regionalen Kulturpolitik.

 

"Freestyle Painting" – so nennt der Kremser Christian Wandl seine kreative Form von Malerei. Inspirationen bezieht er aus der modernen Tattoo-, Comic- und Graffiti-Szene. Seine erste Ausstellung präsentierte er im Steiner Kult-Pub "Piano".

 

Abgesehen davon: In Krems gibt es zuwenig Veranstaltungsräume, Galerien und Plattformen für junge, kreative Künstler aus dem Art-, Musik- und Schauspielbereich. Eine bombastische 35 Millionen teure Landesgalerie die – positioniert als Sammlermuseum – renommierte Werke der letzten tausend Jahre beinhalten wird, wird daran nichts ändern. Ein modernes-urbanes Museumsquartier bleibt somit traurige Illusion. Leider.

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Krems 2014 (5): Prozess-Netzwerk Stieger.

Rechtsaktivist Franz Stieger, Aufdecker der nachmittäglichen "Alk-Fahrt" des Kremser Landesgerichtspräsidenten durch die Göglstraße, kann sich bestätigt fühlen. Der OGH verdoppelte die disziplinarrechtliche Geldstrafe des Juristen auf zwei Monatsbezüge.

 

Ein Landesgerichtspräsident, der mit 1,08 Promille am Steuer einen Unfall mit Sachschaden verursacht, Fahrerflucht begeht und mit einem „Nachtrunk“ die Ermittlungen erschwert, „beeinträchtigt das Vertrauen in die richterliche Berufsausübung gravierend. Vor allem aus Gründen der Generalprävention, also der öffentlichen Abschreckungswirkung, müsse der Vorfall disziplinarrechtlich effektiv geahndet werden, so der OGH.

 

Franz Stieger, der in dieser Causa die Rolle des Kremser Magistratsdirektors (als "Sachbearbeiter") und die Unbefangenheit des – im Landesgericht in vielen Promi-Fällen herangezogenen – Sachverständigen R. in Frage stellt, wird im Gegenzug vom Gerichtspräsidenten wegen Stalkings geklagt. Das (Korneuburger) Urteil in 1. Instanz: 9 Monate, davon 3 unbedingt.

 

Für Aufregung sorgt Ende des Jahres die Verhaftung Stiegers wegen angeblich illegaler – nicht nach der StVO bewilligter - Plakatwände auf seinen Fahrrädern. Aus Gründen der Spezialprävention wurde Stieger zu 42 Tagen Verwaltungsarrest verurteilt, durch jene Magistratsbeamte, die der Rechtsaktivist u.a. auf seinen provokanten Plakaten kritisiert.

 

Obendrein klagte Bürgermeister Resch Stieger wegen (des Offizialdelikts) "gefährlicher Drohung" aufgrund der Zusendung eines E-Mails mit dem Link zum Kurier-Wutbürgerartikel "Ein Land sieht Rot". Ob dieser Tatbestand erfüllt ist, ist wohl sehr fraglich. Neuester Stand: Wegen Befangenheit der Richter am Landesgericht Krems wurde der Prozess (vorerst) abberaumt.

 

Das Urteil im Brückensturzprozess wird rechtskräftig. Der OLG Wien bestätigt die erstinstanzliche Verurteilung des angeklagten deutschen Studenten wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung und die damit verbundene Strafe von 720 Euro. Und auch hier mischte Stieger indirekt mit: Seiner Meinung nach war das Brückengeländer, über das das Opfer in die Tiefe stürzte, behördlich zu tief angesetzt. Untersuchungen darüber wurden bis heute nicht eingeleitet...

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Krems 2014 (4): Armutszeugnis Öffentlicher Verkehr / Mieten- und Gebührenwucher / Null Ambitionen im Innenstadtmarketing.

Diskutiert wird in Krems jahrelang über das Parkplatzproblem, das in Wirklichkeit gar keines ist. (Kostenpflichtige) Parkplätze sind genug vorhanden, man könnte eventuell eine Gratis Stunde Parken in der Innenstadt einführen, um zumindest einige Kunden von den peripheren Einkaufszentren in die Innenstadt zu locken. Ein echtes Armutszeugnis dagegen ist der Öffentliche Verkehr in Krems.

 

Es existieren 4 Stadtbus-Linien, deren erhöhtes (!!!) Jahresticket mit 377 Euro mehr kostet als die Wiener Jahreskarte, bestehend aus U-Bahn, Straßenbahn und Bus (365 Euro). Samstag Nachmittag, sonntags und an Feiertagen existiert gar kein öffentlicher Verkehr, die eigentlich budgetierte Linie 5 in den Gewerbepark wurde trotz Versprechens der rot-schwarzen Stadtregierung noch immer nicht revitalisiert. An Disco- bzw. Kinobusse für die Jugend denkt auch keiner der abgehobenen Stadtpolitiker.

 

Katastrophal auch die Zug-Verbindungen am Abend bzw. in der Nacht. Der letzte Zug Richtung Krems verlässt bereits um 21.50 Uhr die Wiener Bundeshauptstadt, Theater-, Sport- und Konzertveranstaltungen sind für Kremser – im Gegensatz zu Bewohnern anderer Großstädte Niederösterreichs – mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichbar.

 

Nicht thematisiert wird in der Wachaumetropole auch die immer größer werdende soziale Kluft zwischen den Bewohnern. Während die Zahl der Arbeitslosen (1014), der Mindestsicherungsbezieher (320) und Armutsgefährdeten steigt, siedeln sich immer mehr begüterte Personen aus dem Uni- und Studentenmilieu an. Nicht nur dieMieten steigen, sondern auch die Gebühren und die Preise in einschlägigen Restaurants und Cafes. Gentrifizierung pur, die allerdings von den Politikern nicht wahrgenommen bzw. verdrängt wird. Der „normale“ Einkommensbezieher kann sich bald die Luxusmetropole Krems nicht mehr leisten, wo beispielsweise Studenten von Privatuniversitäten bis zu 26.000 Euro Studiengebühren jährlich bezahlen.

 

Bei der aktuellen Kaufkraftanalyse schneidet Krems noch relativ gut ab. 90 Prozent der Kaufkraft bleiben in Krems, ein Rückgang von 2,1 Prozent gegenüber 2006. Vor allem der E-Commerce – bei Bekleidung und Büchern – dezimiert die regionalen Umsätze. Problematisch in Krems ist der Verfall der Unteren Landstraße, wo viele Geschäfte, darunter auch das ehemalige Kaufhaus Kaltenböck, leer stehen und die Frequenz deutlich geringer ist.

 

Ideen für eine Belebung gäbe es genug: Ein McDonalds in der Innenstadt, ein Multifunktions-Cafe, die Ansiedlung studentenspezifischer Unternehmen (IT- und Serviceshops), mehr (gastro)-belebte Freiflächen oder auch Shuttle-Dienste von der City zu den Parkgaragen. Von der Stadtführung gibt es trotz eines neuen, finanziell hochdotierten Postens – Stichwort „Wirtschaftservicestelle“ – dazu keine Ambitionen. Hauptsache, man war bei der Eröffnung des 40 Millionen Euro teuren Konkurrenz-Centers „Mariandl“ dabei und kassiert die dortige Kommunalsteuer.

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Krems 2014 (2): Kein Wachzimmer in der Innenstadt / Bettlermisere / Hohe Sonderzulagen und sündteure Beraterhonorare !

Einbruchsdiebstähle, Vandalismus und Lärmerregungen en masse in der Kremser Innenstadt. Grund genug für die FPÖ, einen Dringlichkeitsantrag auf Einrichtung eines temporär besetzten Wachzimmers in der Innenstadt zu stellen. SPÖ und ÖVP lehnen – wie erwartet – ab. Auch die Idee einer Videoüberwachung (wie beispielsweise in Verona) wird nicht weiterverfolgt.

 

Die Kremser Geschäftsleute starten eine Unterschriftenaktion, um auf das Bettlerproblem in der Landstraße aufmerksam zu machen. Ein rumänischer Bettler wird nach einer Attacke auf einen Pensionisten wegen Körperverletzung verurteilt, allerdings nur zu 8 Monaten bedingt. Die rot-schwarze Stadtregierung gründet einen Arbeitskreis, allerdings ohne Folgen. Auch im Gemeinderat wird das Bettlerproblem nicht thematisiert, obwohl die Lösung naheliegend scheint: Die (verfassungskonforme) Installierung einer Schutzzone per ortspolizeilicher Verordnung in den Geschäftsstraßen, vor Schulen und öffentlichen Verkehrseinrichtungen.

 

Die Ex-Bürgermeisterin Inge Rinke wurde wegen "Untreue unter Ausnützung einer Amtsstellung" zu einer Geldstrafe von 4.950 Euro verurteilt, weil sie ihrer ehemaligen Sekretärin eine außerordentliche Gehaltserhöhung gewährt hat. Rechtswidrig, aber nur ein Tröpfchen auf dem heißen Stein. Die hohen Sonderzulagen für rot-schwarze Günstlinge werden – rechtlich zulässig – in nicht öffentlichen Gemeinderatssitzungen von klubzwanghörigen Mandataren zu Lasten des Bürgers abgenickt. Detto die sündteuren Beraterhonorare. Ein externer Berater wurde alleine durch Aufträge der Stadt Krems zum Millionär. Der sicher nicht letzte Sündenfall: Ein 300.000 Euro teures Entwicklungskonzept.

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Krems 2014 (1): Parkdesaster, Gebührenwucher und Freunderlwirtschaft !

1,77 Millionen Euro nimmt die Stadt Krems jährlich durch Parkgebühren und Strafmandate ein. Anscheinend zu wenig, denn die rot-schwarze Koalition wollte 2014 die Grüne Zone auf fast ganz Krems ausdehnen und diese Idee, die in 410 (!) Arbeitsstunden konzipiert wurde, durch eine Bürgerbefragung "legalisieren". Die Kremser durchschauten allerdings diesen Abzockertrick und entschieden sich – bei einer Wahlbeteiligung von 31,9 % - mit einer 3/4-Mehrheit (75,8 %) für die Beibehaltung des alten Systems. Eine Abstimmung über die Abschaffung der Grünen Zonen, wie von der FPÖ gefordert, lehnten SPÖ und ÖVP ab. Aus guten Gründen, denn diese Frage hätte eine Mehrheit gefunden.

 

Im Gemeinderat wurde, bedingt auch durch niedrige Zinssätze, für das nächste Jahr ein ausgeglichenes Budget beschlossen. Dies täuscht aber nicht darüber hinweg, dass Krems noch immer die meistverschuldete Stadt Niederösterreichs ist: 103,3 Millionen Euro Schulden plus den ausgegliederten Unternehmen (wie der KIG) sogar 136,8 Millionen Euro. Auch Spekulationsverluste von 462.000 Euro in Zusammenhang mit dem Schweizer Franken lasten auf dem Stadtbudget. Die Schulden pro Bürger betragen 5712 Euro.

 

Ca. 28 % des Budgets machen diePersonalkosten aus. Hier besteht seitens der Stadt der "sonderbare" Trend, dass man "normales" Personal abbaut bzw. Lehrlinge nach Ablauf der Behaltezeit nicht mehr weiterbeschäftigt, dagegen hochdotierte, "nicht betriebsnotwendige" Posten für rot-schwarze Günstlinge schafft. In nicht öffentlichen Gemeinderatssitzungen werden Sonderzulagen bis weit über 1000 Euro beschlossen, die teilweise höher sind als das Normalgehalt von Kleinverdienern und Selbständigen.

 

Wie jedes Jahr wird auch der Bürger wieder kräftig abgezockt. Wasser-, Kanal- und Müllgebühren wurden für 2015 um 2,3 % erhöht. Ein Minus im Geldbörsel für die Kremser von ca. insgesamt 400.000 Euro. Dazu gehört Krems auch zu jenen Sündern, die diese Einnahmen nicht zweckgewidmet einsetzen. Festgestellt vom Rechnungshof in bezug auf 1,7 Millionen Euro Wassergebühren. Transparenz, Fairness und Redlichkeit sehen anders aus.

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Rockige Jam-Session mit "The Friss" im Stadtcafe Ulrich...

"The Friss" sind eine aufstrebende Band aus Krems, bestehend aus Sänger Leo Fries, Gitarrist Herrlich Schrauf, Bassist Marcos di Bello und dem renommierten Drummer Reinhard Schwarzinger. In der gewohnt beschaulichen Weihnachtszeit ließen sie im Kremser Stadtcafe Ulrich ordentlich die Boxen dröhnen und lieferten vor vollen Sitzen eine rockig-bluesige Jam Session.

 

Auf dem Programm standen charismatisch dargebotene Cover-Hits der Seventies und Eighties, von der Free-Hymne "All right now", Golden Earrings "Radar Love", ZZ Tops "Sharp Dressed Man" bis hin zu den AC-DC-Mega-Hits "Highway to Hell" und "Hells Bells". Finalisiert wurde die heiße Live-Show mit dem Led Zeppelin-Klassiker "Stairway to Heaven".

 

Man darf davon ausgehen, dass man "The Friss" in den nächsten Jahren wohl noch einige Male in verschiedenen Szene-Locations sehen wird. Als Garanten für mitreißende Stimmung und ein begeistertes Publikum...

Luxusmetropole Krems: Leistbare Wohnungen nur mehr für die Reichen ?

Viele Einzelfälle formen sich zu einem vor allem in der Weihnachtszeit erschreckenden Mosaik. Krems, einst so liebliche Stadt am Donaustrom, vertreibt seine eigenen Bürger und degradiert zur Luxusmetropole der reichen (vor allem deutschen) Bildungsschickeria. Während man in Wien Punks engagiert, um unliebsame Mieter aus dem Hause zu treiben, agiert die Stadt Krems etwas subtiler, teils aber noch grausamer.

 

Der Abschluss von befristeten Mietverträgen, um dann rechtzeitig – beispielsweise vor dem Umbau eines Hauses zu einem lukrativen Studentenheim – die legale Reißleine zu ziehen, ist noch die harmloseste Art. In anderen Fällen wartet man auf die Kündigung diverser Mieter, saniert die Wohnung neu und verlangt dann neue horrende Mieten. Am "einfachsten" ist diese Vorgangsweise dann, wenn eine Person stirbt und keine eintrittsberechtigten Personen zur Verfügung stehen. Da kann es schon vorkommen, dass die bloße Miete dann für Neumieter um das zehn bis fünfzehnfache steigt. Dazu kommen noch die stetig steigenden Betriebskosten: Alleine die Kanal-, Müll- und Wassergebühren wurden kürzlich im Kremser Gemeinderat für 2015 um ca. 400.000 Euro erhöht.

 

Für Studierende aus reichem Elternhaus und überzahlte Uni-Arbeitnehmer kein Problem, diese können sich auch monatliche Mieten jenseits von 500 Euro leisten. Im Gegensatz zu Jungfamilien, prekär Beschäftigten und Arbeitslosen in Krems. Alleine in Krems-Stadt beziehen derzeit über 700 Bürger die bedarfsorientierte Mindestsicherung. Diese müssen im letzten Ausweg in Männer- und Frauenheime bzw. andere Notfallquartiere ausweichen.

 

In Berlin nannte man diesen Prozess ganz chic „Gentrifizierung“, tatsächlich ist es eine brutale Vertreibung der einheimischen Stadtbevölkerung. Die rot-schwarze Stadtregierung, getrieben im Streben nach noch mehr Privatuniversitäten, Luxusrestaurants und Elite-Museen, ist unfähig, diesen sozialen Alptraum zu begreifen bzw. diesen zu beenden. Ebeneezer Scrogge besuchten die drei Weihnachtsgeister. Wer bringt die Kremser Politiker wieder auf den richtigen Weg ?

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HLF Krems: Parteipolitischer Streit um Direktorsposten auf Kosten des Steuerzahlers !

Über 10 Jahre lang dauerte der Streit um den Direktorsposten an der HLF Krems. Martine Hrubesch, verheiratet mit dem bekannten Kremser-Ex-FPÖ-Mandatar Christian Hrubesch, bekam in allen Instanzen Recht, der VfGH stellte eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und der Weltanschauung bzw. objektive Willkür fest.

 

Seit Jänner 2013 ist sie nun Direktorin der renommierten Tourismusschule, die Republik Österreich muss aufgrund einer Amtshaftungsklage Schadenersatz zahlen und ist außerdem wegen "überlanger Verfahrensdauer" vor dem EGMR verurteilt worden.

 

Die Rechnung trägt auf jeden Fall der Steuerzahler. Und die Verantwortlichen für diesen parteipolitischen Skandal sind weiterhin im Amt. Prölllistan, wie es leibt und lebt...

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Freifahrt und Gratis-Parkplätze für geringe Einkommensbezieher !

Über 1,5 Millionen Österreicher sind armuts- bzw. ausgrenzungsgefährdet, und das, obwohl viele sogar einer geregelten Arbeit nachgehen. Eine enorme Belastung stellen die Verkehrskosten für Menschen mit geringem Einkommen dar.

 

Hier sollte man gegensteuern: Personen mit einem Einkommen unter 1500 Euro brutto monatlich sollten ein Gratis-Jahresticket für die jeweilige Fahrtstrecke bekommen, egal ob Zug, U-Bahn oder Bus. Liegt der Arbeitsplatz in einer gebührenpflichtigen Parkzone, dann sollte die Gemeinde hier eine Gratis-Parkberechtigung zur Verfügung stellen. Es ist sozial nicht gerechtfertigt, dass – wie in Krems – gering entlohnte Arbeitnehmer bis zu 60 Euro Parkgebühren monatlich zahlen müssen, um ihre Arbeit anzutreten.

 

Die Finanzierung ist – abgesehen von Ausgabeneinsparungen - naheliegend. Laut einer aktuellen Studie besitzen 5 % der Haushalte 45 % des Bruttovermögens, während die ärmsten 50 % nur 4 % innehaben. Man sollte hier auch gewisse "heilige Kühe" nicht davon ausnehmen. So ist beispielsweise die steuerliche Begünstigung des 13. und 14. Monatsgehaltes bei Einkommen jenseits von 4000 Euro monatlich ein Hohn für Armutsgefährdete, Gewerbetreibende oder Selbständige am Rande des Existenzminimums...

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Verwaltungs-Skandal: System-Kritiker Franz Stieger wegen "nicht bewilligter Protest-Fahrräder" zu 42 Tagen Haft verurteilt.

Man lebt gefährlich in Niederösterreich, wenn man sich gegen das herrschende (schwarze) System hier auflehnt. Rechtsaktivist Franz Stieger, der sich in mehreren Fällen durch eine "kriminelle Vereinigung" von Richtern, Verwaltungsbeamten und Juristen um Grundstücke betrogen sieht, wurde dieser Tage aufgrund eines Bescheides des Magistrats Krems verhaftet und zu 42 Tagen Freiheitsstrafe verurteilt.

 

Was hat Stieger verbrochen ? Er platzierte Fahrräder mit Plakatwänden in der Kremser Innenstadt, um gegen korrupte Verfilzungen in der Justiz und Verwaltung zu protestieren. Dazu braucht man nach Ansicht des Magistrats Krems eine (rechtlich strittige) Bewilligung gemäß § 82/1 der Straßenverkehrsordnung. Diese hat Stieger nicht beantragt, sodass sich mit der Zeit Dutzende Verwaltungsstrafverfahren und Geldstrafen anhäuften.

 

Um Stieger vor weiteren Protestaktionen per Fahrrad abzuhalten, hat der Magistrat Krems daher eine (spezialpräventive) Freiheitsstrafe gemäß § 11 VStG ausgesprochen. Ein Paragraph, der vor allem bei notorischen Alkoholsündern im Straßenverkehr angewendet wird, aber im Zusammenhang mit Bewilligungsanträgen weit über das Ziel hinausschießt.

 

Eine Freiheitsstrafe von über 2 Wochen ist nur bei besonderen Erschwerungsgründen zu verhängen. Franz Stieger bekam die Höchststrafe von 6 Wochen aufgebrummt, die er jetzt in St. Pölten absitzen muss.

 

Ausgestellt wurde der Bescheid vom Magistrat Krems, dessen Direktor Hallbauer ebenso wie dessen Schwiegervater Erwin Pröll und Bereichsleiter Zimmermann auf den Plakaten immens angegriffen und auch schon wegen Amtsmissbrauchs bei der Staatsanwalt angezeigt wurden. Ein klarer Fall von Befangenheit.

 

Zusätzlich ergibt sich jetzt die "seltsame" Situation, dass man zwar als Kremser Gerichtspräsident um 14 Uhr nachmittag schwer alkoholisiert einen Unfall mit Fahrerflucht begehen kann, ohne einen Tag in Haft zu sitzen, während der diesbezügliche Aufdecker Stieger dafür festgenommen wird, dass er diese heikle Affäre den Bürgern publiziert.

 

Werden ab sofort System-Kritiker in Niederösterreich "mundtot" gemacht, indem man sie mittels harmloser Verwaltungsstrafverfahren wegsperrt, wegen rechtswidriger Flyer-Verteilung, Handy-Telefonierens im Auto oder vielleicht gar wegen zu lauten Redens in der Öffentlichkeit ? Wehret den Anfängen, es ist bereits 5 Minuten nach 12 !!!

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24facher Fußballmeister Austria Wien in Krems.

In den 50ern und Ende der 80ern gab es schon einst heiße Fußball-Duelle zwischen den Violetten und den Schwarz-Weißen. Nun trafen der 24fache österreichische Fußballmeister Austria Wien und der Kremser SC im Rahmen eines Freundschaftsspieles aufeinander. Die Erlöse werden verwendet für die Renovierung des "Kremser Doms", also der Pfarrkirche Krems-St. Veit. Das Match endete 4:1 für die Violetten, das Tor für die Kremser erzielte Austria´s Next Top-Model-Kandidat Miro Slavov. Gerüchte, dass die Polizei deswegen eingesetzt wurde, um ihn vor den weiblichen Groupies zu schützen, blieben bis dato aber unbestätigt.

 

Für besondere Stimmungen sorgten auch einige Austria-Fans, die sich aber als "Undercover-Kremser" herausstellten. Nach dem Spiel wurden Autogramme verteilt, und der Gewinner der Musikshow "Ein Herz für Österreich", David Blabensteiner, performte live auf dem grünen Rasen. 

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Grundsatzbeschluss: Nur FPÖ und ein SPÖ-Mandatar GEGEN die Tiefgarage am Südtirolerplatz !

Krems ist wohl die einzige Stadt Österreichs, in der sich die Bürger nicht gegen sinnlose Monsterbauprojekte wehren. Und so gab es Mittwoch abends – traurig, aber wahr - vor dem Steiner Rathaus keine Demo und keine fliegenden Tomaten zorniger und frustrierter Kremser gegen die geplante Tiefgarage am Südtirolerplatz.

 

Im Rathaus selbst spielten die Gemeinderäte brav ihre Rollen als Ministranten eines kapitalistischen Privatinvestors, der – scheinbar ohne Hintergedanken – unter dem Südtirolerplatz eine zweigeschoßige (!!!) Tiefgarage mit 220 neuen Parkplätzen errichten will (wobei dadurch 85 bestehende wegfallen). Die Grundstücke dafür bekommt er von der Stadt Krems gratis (!) zur Verfügung gestellt, einen monatlichen Zins von 1500 Euro für das Baurecht oder den Pachtvertrag muss er bezahlen. Das zahlt ein Gastwirt schon für ein 50 m2-Lokal. Natürlich darf er – wie in seinem benachbarten Einkaufszentrum Steinertor - auch die Tarife fürs Parken selbst bestimmen.

 

Die ca. 1 Million teure – durchaus legitime – neue Oberflächengestaltung des Platzes vor dem Steinertor muss wieder der Steuerzahler begleichen. Dazu braucht man aber keine Tiefgarage, da ohnehin genug freie Parkplätze in den umliegenden Parkhäusern vorhanden sind und man besser den öffentlichen Verkehr, den Radfahrverkehr und Shuttle-Services der Kaufleute forcieren sollte.

 

Was die Bevölkerung will, ist den Kremser Gemeinderäten sowieso egal, obwohl sie – seit der Volksbefragung über die Erweiterung der Parkzonen – genau wissen sollten, dass sie das Volk schon längst nicht mehr vertreten.

 

Und so wird der Grundsatzbeschluss über die Tiefgarage nur von der FPÖ und dem SPÖ-Abgeordneten Josef Mayer abgelehnt. Die KLS, die wie Social Media-Aktivist Oliver Plischek eine Volksbefragung präferieren, enthält sich der Abstimmung.

 

Die rot-schwarzen "Klubzwang-Jünger und Töchter" nicken – wie üblich - artig-ahnungslos ab, was ihre "Parteiführer" vorbeten. Ein "Ja" zur Tiefgarage kommt auch von den zwei "kaufmannschaftlich angehauchten" UBK-Mandataren, die anscheinend nichts gegen Umsatzeinbußen der florierenden Oberen Landstraße-Betriebe während der 2 Jahre Großbaustelle haben, UND der Kremser Grünen-Chefin Sandra Mayer. Ob diese – als progressive Befürworterin des Autoverkehrs in der historischen Altstadt Krems – noch lange grünes Parteimitglied sein wird, wird sich weisen. Vielleicht stellt ja Bürgermeister Resch bald einen Übernahmeantrag... 

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2 sinnlose Großbaustellen ohne verbindliche Bürgerbefragung ? Rot-schwarze Stadtpolitik zerstört die Lebensqualität der Kremser !

Bei der nächsten Gemeinderatssitzung am Mittwoch soll ein Grundsatzbeschluss über die Tiefgarage am Südtirolerplatz beschlossen werden. Ein undurchsichtiger Privatinvestor, der neben seinem Einkaufszentrum eine 2. Tiefgarage – auf Kosten der Stadt (?!) - errichten will, hat sich das Vertrauen einzelner rot-schwarzer Gemeindepolitiker erschlichen, die Gehirn- bzw. Kopfwäsche auf den Rest der meist stillschweigenden großkoalitionären Mandatare ausüben. Dies hat bereits bei den Beschlüssen über die 35 Millionen Euro teure Landesgalerie Krems funktioniert, die vermutlich – noch fahren keine Bagger – zum Abriss des traditionellen Museumswirtshauses Hofbauer führen wird.

 

Nur eine verbindlicheVolksbefragung über die Tiefgarage, die Landesgalerie bzw. ein etwaiges Casino kann derartige Projekte legitimieren. Ansonsten dominieren bald aalglatte Politiker, Wirtschaftslobbies, Bauunternehmer und Spekulanten die Wachaumetropole. Und das hat das UNESCO-Weltkulturerbe Krems nicht verdient...

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Kein Outlet-Center in der Kremser City !!!

Harald Krenneis bringt es in seinem NÖN-Leserbrief auf den Punkt. Krems braucht kein Billig-Ramsch-Outlet-Center a la Parndorf oder Excalibur City in der Altstadt, sondern Qualitätsbetriebe, einen Elektronikfachmarkt, Service- und Dienstleistungsunternehmen, junge Gastronomie, Angebote für Studenten, dazu einen Multifunktions-Raum für Events, Kreative und Künstler, Shuttle Dienste statt Parkplatzwahn und mehr Lebensqualität für die Einwohner. Man kann nur hoffen, dass sich die rot-schwarze Stadtpolitik nicht wieder von einem "Wunderwuzzi" über den Tisch ziehen lässt...

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Spotlight in Krems: Balzen nur noch auf Retro ?

"Mit 18 geht kaum noch jemand fort", eine Uni-Erstsemestrige, oder "In Krems vereinsamt man als junge Single-Frau total", so eine 30jährige Turnus-Ärztin. Und tatsächlich: Schmeißt man sich als älterer Party Man oder reiferes Party Girl ins Kremser Nachtleben, so stellt man schnell Ernüchterung fest, an dem aber beide "Parteien" schuld sein: Auf der einen Seite die Gastronomen, die – außer der Zuverfügungstellung einer Cocktail-Bar-Fläche und Bottle-Aktionen – zuwenig spannende Events für Erwachsene konzipieren, auf der anderen Seite aber auch die Party People in spe, die glauben, sie können nur auf Retro-Parties ihre Glückseligkeit finden. Man erinnert sich noch gerne an den sensationellen Auftritt von Boy George in der Kremser Österreich-Halle, bei dem Besucher enttäuscht waren, dass der First Class-DJ nicht als Transe verkleidet "Karma Chamaleon" sang, sondern "nur" die neuesten Londoner Club-Hits präsentierte.

 

Für die Männer auf Brautschau bzw. die Ladies auf Männersuche fielen somit letzten Samstag Faschingsdienstag und Silvester zusammen. "Spotlight", das seit 2005 stattfindende Retro-Clubbing, war wieder mal angesagt im Autohaus Birngruber. Auf den Video Screens Morten "aha" Harket als Comic-Figur, sein (temporär tatsächliches) "Barbie Girl", Ex-Busen-Blickfang Samantha Fox und US-UK-Nr. 1 Falco mit seinen Ray Ban-Sunglasses, bunt-geschminkte Party People aller Altersschichten auf den Dancefloors, Go-Go´s im nackten Baywatch-Look, Rock-Pop-Disco-NDW-Gassenhauer der Eighties und Nineties als Soundkulisse aus den Boxen.

 

Dazu der stilsichere DJ L. Rock (was man von den meisten Schlager- und Oldie-Jockeys nicht behaupten kann) und als MC die Radio- und TV-Legende Udo Huber, der mit der TV-Hitparade "Die Großen 10" und der Ö3-Hitparadenshow "Hit wähl mit" die musikalische Mainstream-Welt der 80er-Generation mitbestimmte. Udo Huber wird nächstes Jahr unfassbare 60 Jahre, der sechsfache (!) World Games Sports-Schwimmchampion 2013 wird wohl auch noch weitere Jahre seine erste Radio-Nr. 1 "Tainted Love", den MTV-Opener "Video killed the Radio Star" oder den Euro Dance-Kult-Hit "Mr. Vain" präsentieren.

 

Und das hat alles auch seine Berechtigung. Trotzdem sollten die Party People nicht nur in der Retro-Suppe schwimmen. Man ist so alt, wie man sich fühlt, und man muss sich ja nicht immer so alt fühlen, wie man tatsächlich ist. Es gibt genügend innovative Künstler, DJ´s, Bands und Parties, die leidenschaftlich nach neuen Fans fischen. Man muss ihnen aber auch eine Chance geben, selbst wenn man schon über 18 ist...

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Donaulände Krems: Kein Museums-Bau ohne Zustimmung der Bürger !

Gehört eine Stadt den Bürgern oder gehört sie "feudal angehauchten Volksvertretern" ? Eine Frage, die man eigentlich im 21. Jahrhundert nicht mehr beantworten müsste. Und das nicht einmal 2 Wochen nach der für SPÖ und ÖVP desaströs zu Ende gegangenen Volks-befragung, bei der 75,9 % der Bürger sich gegen die Erweiterung der Grünen Zone auf ganz Krems ausgesprochen haben. Die nächste Missachtung des Volkswillens folgt, und die lässt sich – im Gegensatz – zu rechtlichen Parkverordnungen nicht mehr rückgängig machen.

 

Das traditionelle Museumswirtshaus Hofbauer neben dem Karikaturmuseum Krems soll abgerissen und stattdessen durch eine Landesgalerie ersetzt werden. Die Fakten: Der Wiener Eigentümer des Wirtshauses hat den Pachtvertrag mit der Familie Hofbauer nicht mehr verlängert, sondern das Areal an das Land Niederösterreich verkauft. Ein gewisser Landeskaiser namens Erwin Pröll will sich jetzt in seiner Wahlheimat Krems (in der schon einige Posten an seine (Schwieger)-Söhne verteilt wurden und vermutlich noch werden) ein Denkmal setzen und dort ein 35 Millionen-Euro teures Sammlermuseum errichten. Natürlich nicht auf seine sondern auf Kosten des Bürgers, der – bei einem jährlichen 120 Millionen Euro-Kulturbudget Niederösterreichs (!) – trotz Rekordarbeitslosigkeit und – armut darüber natürlich nicht gefragt wird.

 

Von Seiten der rot-schwarzen "Ministranten" Resch, Derler & Co. in Krems kommen hier natürlich keine Einwände, die stellen dem Land Niederösterreich zusätzlich noch weitere Grundstücke neben dem Museumswirtshaus gratis zur Verfügung. Und das mit dem Sanktus von rot-schwarz-grünen (!) Gemeinderäten, die – obwohl sie Volksvertreter sein sollten – hier einer weiteren Verschandelung des UNESCO-Weltkulturerbes Krems zustimmen.

 

Anstatt Grüne Oasen zu pflegen und an diesem Bereich – viel billiger – einen (renovierten) Biergarten beispielsweise mit Live-Bühne und Kreativräumen zu errichten, soll das traditionelle, nicht (!) denkmalgeschützte Museumswirtshaus abgerissen werden und ein über 3000 m2 großflächiges Betonbunker-Museum – nicht mit Werken junger Künstler – sondern mit Dauer- und Wechselausstellungen vom 12. Jahrhundert aufwärts die "Massen anziehen". Was schon bisher in der Kunstmeile nicht so funktioniert wie es sollte, denn sonst würde wohl die Stadt Krems nicht jährlich unfassbare 230.000 Euro Subventionen in die Kunsthalle und das Karikaturmuseum pumpen. Eine Tiefgarage an der Steiner Donaulände mit mindestens 50 neuen Parkplätzen darf natürlich nicht fehlen, zusätzlich sollen die Autokolonnen auch noch Richtung Steiner Sportplatz, Yachthafen und Südtirolerplatz brausen. Natur, Lebensqualität und Idylle sind den Kremser Stadtpolitikern anscheinend schnurzegal.

 

Ein Architektenwettbewerb ist derzeit ausgeschrieben, der Sieger soll ein Preisgeld von 120.000 Euro netto bekommen, und das, obwohl nicht einmal bei den Rahmenbedingungen Einigkeit herrscht. Während das Landeskonservatorat für Niederösterreich aus Sicht der Denkmalpflege nur eine unterirdische Verbindung mit der Kunsthalle für möglich hält, lassen die Wettbewerbsbedingungen auch eine oberirdische "Brücke" zu. Nicht gesichert ist die Existenz der aktuellen Gastronomie, hier ist auch eine komplette Neukonzeption möglich. Begrenzt ist die Landesgalerie mit 25 Metern Höhe, es soll außerdem ein zumindest 2 Meter breiter Steg zum Schifffahrtszentrum an der Donau errichtet werden.

 

Die Kremser Stadtpolitiker freuen sich über zusätzliche Arbeitsplätze. Das sind aber laut Wettbewerbsunterlagen höchstens 26, die aber vermutlich nicht mit einer Auswahl der 2500 Kremser Arbeitslosen besetzt werden, sondern mit Verwandten und Günstlingen des Landeskaisers. Eine Renovierung des Wirtshauses brächte – ohne Millioneninvestitionen – wohl dieselbe (lächerlich geringe) Kommunalsteuer. Und das ohne eine 2jährige Großbaustelle und ohne Verschandelung des Donaulände-Zellerplatz-Areals.

 

Noch gibt es keinen Sieger des Architektenwettbewerbs, keinen konkreten Plan und keinen Spatenstich, der mit Anfang 2016 veranschlagt ist. Noch fahren keine Bagger, noch bleibt Zeit, dieses Projekt zu verhindern. Oder es durch die Bürger – mittels einer verbindlichen Volksbefragung – zu legitimieren. Denn allein die Bürger und nicht profit- und eitelkeitsgesteuerte Politiker und Investoren haben das Recht, ihren Lebensraum und dessen Ausgestaltung zu bestimmen.

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Volksbefragung über das Kremser Parksystem: Und der Winner ist der Bürger !

Man nennt sie gerne auch "Volksvertreter", aber vertreten die Politiker auch die Interessen des Volkes ? Bei der gestrigen Bürgerbefragung über das Kremser Parksystem zeigte sich genau das Gegenteil. Mehr als 1,5 Jahre setzte sich eine Arbeitsgruppe aus Politikern, Interessensverbänden und Experten zusammen, um ein neues Parkkonzept zu erstellen. Teure Werbeagenturen wurden – natürlich auf Kosten der Steuerzahler - engagiert, um die Bürger zu überzeugen. Eine Volksbefragung wurde inszeniert, damit die Bürger finanziell selbst ihr Grab schaufeln können. Denn diese durften nur zwischen "Pest und Cholera" entscheiden, die essentielle Frage "Wollt ihr die Abschaffung der Grünen Zone" wurde gar nicht gestellt, sondern wurde nur von der FPÖ – per Initiativantrag – aktivistisch ins Spiel gebracht. Direkte Demokratie, wie sie in Krems gelebt wird.  

 

Das Ergebnis ist nicht verblüffend, in seiner Höhe doch aber dramatisch. Bei einer Wahlbeteiligung von 31,9 Prozent stimmten 5441 Kremser Bürger (bei 7179 gültigen Stimmen) für die Beibehaltung des alten Systems. Dies entspricht einem Prozentanteil von 75,8 %. In einigen Gebieten wie der Mitterau, Weinzierl und dem Steindl, die von der Erweiterung der Grünen Zonen direkt betroffen gewesen wären, wurden Werte bis zu 88,2 Prozent erreicht.

 

Die Volksbefragung, die insgesamt ca. 100.000 Euro kostete, zeigte damit eines klar: Die Bürger sind mit der abgehobenen Politik der Stadtväter nicht zufrieden. Beschlüsse, die teils hinter verschlossenen Türen geheimverhandelt oder verdeckt-offen in den Gemeinderatsgremien durchgewinkt werden, entsprechen nicht dem Volkswillen.

 

Von der aktuellen Stadtregierung den Rücktritt zu verlangen, ist vielleicht übertrieben. Aber den rot-schwarzen Gemeindepolitikern sollte dieses Ergebnis eine Lehre sein, dass sie nicht einfach über die Bürger drüber fahren können. Und am besten weitere Volksbefragungen durchführen, beispielsweise über den Bau einer 35 Millionen Euro-Landesgalerie (bei gleichzeitigem Abriss des Museumswirtshauses Hofbauer) gegenüber der Kunsthalle, die Wiedereinführung eines Wachzimmers in der Innenstadt oder den Bau einer Tiefgarage am Südtirolerplatz. Es ist nicht auszuschließen, dass die Resultate dann noch eindeutiger ausfallen...

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GR-Sitzung: SPÖ und ÖVP erhöhen Gebühren um 2,3 % und stürzen Kremser Bürger weiter in die Armutsfalle !

Um die 400.000 Euro kosten dem Kremser Bürger die Beschlüsse von SPÖ und ÖVP bei der gestrigen Gemeinderatssitzung. Getreu dem Motto "Alle Jahre wieder" werden die Gebühren für Abfall, Kanal (ab 2015) und Wasserversorgung (bereits ab November 2014) um weitere 2,3 % angehoben. Ein Wert, der weit über der aktuellen Inflationsanpassung liegt. Wie üblich werden diese erhöhten Beiträge nicht zweckgewidmet für die Verbesserung der Leistungsparameter verwendet, sondern versickern als sogenannte "Querfinanzierung" in irgendwelchen geheimen Budget-Kanälen.

 

Laut dem Kremser SPÖ-Stadtkurier (!) gibt es in Krems 1014 Arbeitslose, 320 Mindestsicherungsbezieher und 496 Notstandsbeihilfeempfänger. Nur die Spitze des Eisberges jener Personen, die an der Armutsgrenze vegetieren und sich das tägliche Leben (inkl. der horrenden Mieten) nicht mehr leisten können. Das hindert die rot-schwarze Stadtregierung aber nicht daran, jährlich an der Gebührenschraube zu drehen. Man braucht ja Geld für Luxusverträge, Sonderzulagen, Repräsentationsaufwand und horrende Kultursubventionen. Hauptsache, der einfache Bürger wird abgezockt...

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Krems: 4 Stadtbuslinien teurer als das gesamte Wiener Öffi-Netz !

Eine Jahreskarte für das derzeitige Bus-System in Krems kostet – man glaubt es kaum – mit 377 Euro mehr als ein Jahresticket für das gesamte U-Bahn-Bus-Straßenbahnnetz in der Millionenmetropole Wien (365 Euro). Und das, obwohl nur 4 Stadtbus-Linien existieren und diese nur jede Stunde bzw. jede halbe Stunde verkehren. Feierabend ist bereits um Samstag 12.30 Uhr, dann gibt es bis Montag früh nur mehr die Anrufsammeltaxis.

 

Hier muss so schnell wie möglich ein Umdenken auch der Bevölkerung Richtung öffentlichem Verkehr geschehen, d.h. Wochenend- und Feiertagsbetrieb der Stadtbusse, Wiedererrichtung der Stadtbuslinie in den Gewerbepark, Eingliederung des weitaus unbekannten WL3-Busses zwischen Bahnhof, Kunstmeile und Campus in das Stadtbussystem und für die jungen Nachtschwärmer die Einrichtung eines regionalen Nachtbusses freitags und samstags, und zwar abgestimmt auf die Veranstaltungen in einem Umkreis von ca. 15 km.

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Was ist ein Initiativantrag ? – Direkte Demokratie in Krems.

Der Bürger hat immer Recht. Solange er Recht haben darf. Und das wird ihm gerade in Niederösterreich, dem letzten Bundesland mit einem "Landeskaiser" an der Spitze, nicht gerade leicht gemacht. Einige Instrumente gibt es aber doch, und so gibt es beispielsweise in Statutarstädten wie Krems die Möglichkeit, einen sogenannten Initiativantrag zu stellen.

 

Ist ein Bürger zum Beispiel der Meinung, die Grüne Zone müsse abgeschafft, eine neue Buslinie eingerichtet oder umstrittene Bauprojekte sollten einer verbindlichen Bürgerbefragung unterzogen werden, dann muss der Aktivist dazu eine Unterschriftenaktion starten. Die Unterstützer müssen dabei Name und Adresse abgeben und ihre Unterschrift abgeben. Teilnahmeberechtigt sind bei einem Kremser Initiativantrag "alle wahlberechtigten Stadtbürger" mit Haupt- oder Nebenwohnsitz in der Wachaumetropole.

 

Der Initiativantrag muss von mindestens so vielen Stadtbürgern unterstützt werden, als bei der letzten Gemeinderatswahl Stimmen für die Erlangung EINES Gemeinderatsmandates notwendig waren. Das sind derzeit so um die 350 Stimmen. Ist dieses Erfordernis erfüllt, dann muss dieser Initiativantrag in der nächsten Sitzung des Gemeinderates behandelt werden.

 

Unterstützen mehr als 10 % aller wahlberechtigten Stadtbürger einen Initiativantrag auf Anordnung einer Bürgerbefragung – das sind derzeit ca. 2300 – dann MUSS der Gemeinderat eine diesbezügliche Volksbefragung anordnen.

 

 

Ein schwieriges Unterfangen, da die Unterschriften – obwohl wir im 21. Jahrhundert leben – noch immer schriftlich eingeholt werden müssen und es rechtlich noch keine Möglichkeit gibt, per Internet-Petitionen die notwendigen Unterstützungserklärungen zu sammeln. Das ist allerdings hoffentlich nur mehr eine Frage der Zeit...

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Magistrat Krems: Ende der Sonderzulagen und Luxusverträge für öffentlich Bedienstete !

Freitags steht die ehemalige Kremser ÖVP-Bürgermeisterin Inge Rinke vor dem Strafrichter. Ihr wird vorgeworfen, ihrer Chefsekretärin – ohne Gemeinderats-beschluss – eine monatliche Sonderzulage von 227 Euro genehmigt zu haben. Laut Staatsanwaltschaft hat sie damit das Delikt der Untreue (§ 153 StGB) unter Ausnützung einer Amtsstellung begangen, das mit bis zu 4,5 Jahren Freiheitsstrafe bedroht ist. Egal, wie dieses Verfahren nun enden mag, dieser Vorgang ist nur die Spitze des Eisberges im Magistrat Krems.

 

Der einzige Unterschied: Im Gegensatz zur Rinke-Dotation werden Sonderverträge, Sonderzulagen und Gehaltserhöhungen an andere Bedienstete des Magistrats ganz legal per Gemeinderatsbeschluss abgesegnet, und zwar unabhängig davon, ob die betreffende Person diese überhaupt "verdient" hat. Derartige Begünstigungen – auf Kosten der Steuerzahler - werden beschlossen in nicht öffentlichen Gemeinderatssitzungen, bei denen weder Bürger noch Medien zugelassen sind.

 

Zumeist sorgen dort die 31 rot-schwarzen Kremser Gemeinderatsabgeordneten in einhelligem Parteigehorsam und Klubzwang dafür, dass ihre Gesinnungsgenossen – die ohne Parteibuch, "speziellen" Freunden oder einschlägiger Vereinsmitgliedschaft diesen Posten gar nicht erhalten hätten – zusätzlich mit Sonderverträgen und Entgeltboni ausgestattet werden. Es ist keine Seltenheit, dass die monatlichen Sonderzulagen sogar das Monatsgehalt "normaler" Arbeiter und Angestellten (mit bis über 1000 Euro) übertreffen. Sonst könnte ja der Privilegienritter in spe ja auf die Idee kommen, diesen Posten gar nicht anzutreten.

 

Wer zahlt das ? Natürlich nicht die Gemeinderatsmandatare, sondern der Steuerzahler. Diese Misswirtschaft mit öffentlichen Geldern muss sofort eingestellt werden. Es ist nicht einzusehen, dass die Bürger überhöhte Gehälter der ohnehin im geschützen Bereich fungierenden Verwaltungsbediensteten finanzieren müssen.

 

 

Personalangelegenheiten, vor allem jene mit Gehaltsextras und Spezialverträgen, sollten zusätzlich nicht so wie bisher hinter verschlossenen Türen, sondern transparent in der öffentlichen Gemeinderatssitzung abgehandelt werden und müssen einer strengen, auch medialen Kontrolle unterliegen. Ein Privatunternehmer kann gerne sein eigenes Geld verschenken, die staatliche Verwaltung darf das nicht. 

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Kremser Parkzonen: ÖVP, SPÖ und Grüne verantwortlich für die Bürgerabzocke in der Wachaumetropole.

Von der ÖVP und ihrer damaligen Multifunktionärin Bürgermeisterin Rinke ist man ja nichts anderes gewohnt. Aber auch die Pröll-hörige SPÖ und die angeblichen "bürgerfreundlichen" Grünen stimmten am 1. Juli 2010 im niederösterreichischen Landtag für das sogenannte Kraftfahrzeugabstell-abgabegesetz, das Grundlage ist für die Verordnung der Stadt Krems über die gebührenpflichtigen Blauen und Grünen Zonen.

 

SPÖ und Grüne forderten in der Landtagssitzung sogar eine Erhöhung der Gebühr, die dann gemeinsam mit der ÖVP beschlossen wurde. Einzig die FPÖ kritisierte die "Abzocke der Autofahrer", die nur der Sanierung der maroden Budgets diene.

 

Detail am Rande: SPÖ, ÖVP und Grüne sind auch dafür verantwortlich, dass Unternehmer privilegierte Bewohnerparkkarten in Anspruch nehmen können, Arbeiter und Angestellte in den Zonen dagegen nicht.

 

 

So bezahlt nach dem derzeitigen Konzept ein Unternehmer mit einem Betriebsstandort in der Grünen Zone für eine Bewohnerparkkarte 160 Euro für 2 Jahre, dh. monatlich 6,6 Euro. Ein Arbeiter oder Angestellter dagegen muss täglich 2 Euro für ein etwaiges Tagesticket blechen und kommt somit – bei 20 durchschnittlichen Werktagen - auf eine Monatsgebühr von 40 Euro, also 6mal so viel. Und das in einer sozialdemokratisch regierten Stadt wie Krems...

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4312 Euro für jeden Bürger: Höchste Pro-Kopf-Verschuldung Niederösterreichs in Krems !

In einem Vergleich der größten Städte von Niederösterreich nimmt die Wachaumetropole Krems einen traurigen Spitzenplatz ein, und zwar hinsichtlich der Pro-Kopf-Verschuldung. Diese beträgt in der jahrzehntelang von der ÖVP und jetzt von einem sozialdemokratischen Bürgermeister regierten Stadt 4312 Euro, für jeden der insgesamt 23947 Einwohner.

 

Bessere Werte weisen u.a. das finanzgebeutelte Wiener Neustadt (3919 Euro), Baden (2412 Euro) und sogar die Landeshauptstadt St. Pölten mit nur 2200 Euro für jeden der 52656 Einwohner auf. Und das, obwohl bei den Kremser Zahlen "nur" der Schuldenstand der Stadtverwaltung mit insgesamt 103,3 Millionen Euro berücksichtigt wurde und nicht die zusätzlichen Verbindlichkeiten der Gesellschaften mit Mehrheitseigentum der Stadt (wie der Kremser Immobiliengesellschaft KIG), die weitere 33,5 Millionen Euro betragen.

 

 

Summa Summarum würde man dann bei 136,8 Millionen Euro liegen und somit einer Pro-Kopf-Verschuldung von gigantischen 5712 Euro. Und das, obwohl die Abgaben, Gebühren und Tarife für Bürger, Unternehmer und Arbeitnehmer in Krems immer höher werden.

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