Neujahrstreffen der FPÖ Krems im Weingut Aigner.

Die FPÖ Krems lud zu einem Neujahrstreffen in das renommierte Weingut Aigner. Der Special Guest musste leider absagen, war er doch gerade an diesem Tag die medienbegehrteste Polit-Persönlichkeit des Tages: Norbert Hofer, 3. Nationalratspräsident, der für die Freiheitlichen als Bundespräsidentschaftskandidat ins Rennen geht und dem vom Kremser FPÖ-Chef Walter Rosenkranz auch gute Chancen für die Stichwahl eingeräumt werden. Anstatt einer Doppelconference gab es stattdessen eine spannende Solo-Rede vom rhetorisch brillanten Nationalratsabgeordneten, der vor teils weithergereisten Parteifreunden, Gemeinderatsabgeordneten, Sympathisanten und interessierten Bürgern die neuesten politischen Entwicklungen aus freiheitlicher Sicht präsentierte.

 

Bezüglich seiner Heimatstadt Krems, in der 2017 die nächsten Gemeinderatswahlen stattfinden, kritisierte Rosenkranz neben der ab Februar geltenden Parkgebührenerhöhung diverse Bauprojekte, die ohne Mitspracherecht der Bürger seitens der rot-schwarzen Koalion durchgepeitscht werden: Tiefgarage und Oberflächengestaltung auf dem Südtirolerplatz, die nur dem Betreiber des EKZ-Steinertor nützen, die erweiterte Schiffsanlagestation in Stein, das überdimensionierte Hochhaus in der Wiener Straße und die vom Land NÖ steuerfinanzierte 35 Millionen Euro teure Landesgalerie, die nicht nur zum Abriss des beliebten traditionellen Wirtshauses Hofbauer führte, sondern auch gewaltige Verkehrsprobleme nach sich ziehen wird.

 

In Niederösterreich halte man derzeit noch die rote Laterne bei den Landtagswahlen, dies werde sich aber im Superwahljahr 2018 ändern. Bereits jetzt liege die FPÖ NÖ laut Umfragen bei ca. 17-18 %, Ziel müsse es sein, die SPÖ als zweitstärkste Kraft im Land abzulösen und die absolute Mehrheit der ÖVP zu brechen. Ein besonderes Augenmerk richtet die FPÖ derzeit auf die Familien. Mütter sollen bis zum 6. Lebensjahr Anspruch auf ein NÖ Erziehungsgeld in Höhe der Mindestsicherung haben.

 

Zentralthema wird bundesweit weiterhin die Asylproblematik sein, bei der die rot-schwarze Bundesregierung unter Führung des Merkel-Freundes Faymann ("Er kommt mit keiner Meinung rein und geht mit meiner Meinung wieder raus!") vollends gescheitert ist. In diesem Zusammenhang fordert Rosenkranz die Identifikationspflicht der Asylwerber ("Wenn jemand sich nicht ausweisen kann, muss er ausgewiesen werden") und die Normierung des Erschwerungsgrundes "Begehung einer Straftat als Asylwerber" im Strafgesetzbuch. Der Missbrauch des Gastrechts dürfe hier in Österreich nicht geduldet werden. 

 

In Richtung des nächsten Bundespräsidenten stellt sich laut Rosenkranz nicht die Frage "Würden Sie...", sondern "Werden Sie HC Strache zum Bundeskanzler angeloben ?" Die FPÖ geht somit sehr optimistisch in die nächsten politischen Jahre. So frei nach dem BP-Wahlkampfslogan "Flagge zeigen", auch wenn diese nicht blau, sondern Rot-Weiß Rot ist.