Vortrag "Krems, die Wachau und das Weltkulturerbe" am 12. November im Gasthaus Klinglhuber.

Tiefgarage auf dem Südtirolerplatz, Museumstrabant in Stein, Hochhaus in der Wiener Straße, Schifffahrtsstation für Kreuzfahrtdampfer an der Donaulände ... - Verliert die Wachaumetropole Krems durch derartige Bauprojekte ihr UNESCO-Weltkulturerbe ?


Zu diesem Thema hält Universitätsprofessor Dr. Wilfried Posch - auf Einladung der IG Südtirolerplatz - am 12. November einen Vortrag im Gasthaus Klinglhuber. 


Bürger haben zudem die Möglichkeit, an den arrivierten UNESCO-Weltkulturerbe-Wächter Fragen zur mehr als bedenklichen Kremser Stadtentwicklung zu stellen. Eine spannende Diskussion ist vorprogrammiert. Beginn ist um 19 Uhr.

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Kommentare: 2
  • #1

    Petraczek (Samstag, 13 Februar 2016 14:29)

    Hi Oliver, Fb zu infantil für meine Begriffe, daher Löschung!
    Schade 0 Kommentare auf deinem Blog, viel Arbeit - vergebliche Liebesmüh.
    Sorry, unter Rosenkranz wird FPÖ-NÖ immer "Grundeln".
    L.G. Bernd

  • #2

    CJB (Dienstag, 09 August 2016 22:51)

    Na ja, daß Krems wegen dieser Tiefgarage seinen Welterbestatus verliert, halte ich - ohne daß ich den Vortrag gehört hätte - für etwas hergeholt.
    Aber dieses merkwürdige Hochhaus an der Wiener Straße könnte durchaus geeignet sein, diesen Status zu erschüttern.

    Für mich hat Krems allerdings längst verloren. Nämlich in meiner Achtung. Ich nenne hier nur die Flut an Parkhäusern, welche in den letzten zwei Jahrzehnten errichtet worden sind. Dann die zu Krems nicht passen wollenden Bauten westlich der Dr.-Karl-Dorrek-Straße, mit denen ein Weingarten vernichtet worden ist, und jene östlich der Tabakregie in der Ecke Anibas-Promenade / Alauntalstraße, unter denen ebenfalls Wein begraben liegt. Alles Bauten, die sicher östlich des Bahnhofs ihren Platz hätten finden können, dort, wo sie jetzt stehen, aber einfach fehl am Platze sind.

    Habe ich mich einst noch darüber gefreut, daß der Neubau der Donau-Universität sich im Gesamtbild der Stadt von Süden aus gesehen eben nicht großspurig hervortut, und hatte ich dadurch den Eindruck gewonnen, bei der Kremser Stadtplanung gäben Geschmack und Feingefühl den Ton an, enttäuschen mich die genannten Bausünden in dieser Hinsicht ganz enorm.

    Ich fange jetzt nicht damit an, über das Museumsviertel zu räsonieren, das würde zu weit führen. Aber auch hier hat alles mit (scheinbarem ?) Feingefühl angefangen, indem die Kunsthalle geradezu zart in ein Ensemble alter Häuser eingefügt wurde. Inzwischen ist man in Krems schon so weit, daß für ein Museum (dessen Erscheinungsbild wiederum wie Sau auf Sofa passen wird) ein altes Gasthaus samt Gastgarten vernichtet worden ist.

    In dieser Stadt scheint niemand genügend Feingefühl zu haben um erkennen zu können, an welchem Punkt die Balance zwischen Verlust an Altem und Gewinn durch Neues nicht mehr gewahrt ist.