Oliver´s WM-Blog (1): Überraschende Debakel für iberische Ballzauberer.

Am 13. Juli wird in Rio de Janeiro der Sieger der 20. Fußball-Weltmeisterschaft von Brasilien gekürt. 25 Millionen Euro Prämie erhält der Weltmeister, von neuen Werbeverträgen, Karrierechancen und Eigenstolz der Spieler mal abgesehen.

 

Nach der ersten Runde der Gruppenspiele wackeln bereits einige Favoriten auf die Weltmeisterschale. Die Spanier, Titelverteidiger und zweifacher Europameister 2008 und 2012, verzauberten mit ihrem "Ticitaca"-Spiel jahrelang die Fußballfans, jetzt stehen sie nach dem 1:5-Debakel gegen die Holländer – ihrer höchsten Niederlage seit dem 1:6 gegen Brasilien 1950 - vor dem Aus. Oder doch nicht ? Ein pechschwarzer Tag für Kult-Tormann Casillas und die Abwehr rund um Ramos und Pique, auf der Gegenseite eiskalte Treffer im Doppelpack von Arjen Robben und Robin van Persie. Ein Remis gegen Chile, die im 1. Gruppenspiel die Australier mit 3:1 besiegten, könnte am Mittwoch bereits das vorzeitige Aus bedeuten.

 

Alarmsignal auch bei den Portugiesen: Die Deutschen überrollten mit Können und Glück die durch ein dummes Pepe-Foul dezimierte Ronaldo-Truppe mit 4:0, dreimal Müller und einmal Hummels sorgten für die Treffer. Im 2. Duell der Gruppe G besiegten die durch Klinsmann und Herzog gecoachten US-Boys Ghana mit 2:1, der Andi wird sich ein Lächeln über die daheim gebliebenen Österreicher (mit ihrem Millionengagen-Trainer Koller) nicht verkneifen können.

 

Erster Einsatz der neuen Torlinientechnik im Match zwischen Frankreich und Honduras, am klaren 3:0-Sieg – mit "2,5" Treffern vom algerischen Migranten Karim Benzema – war aber auch ansonsten nicht zu zweifeln. Glücklicher der 2:1-Sieg der Hitzfeld-Schweizer durch ein Seferovic-Tor in der 93. Minute gegen Ecuador.

 

Im zweiten europäischen Top-Thriller der Runde besiegten die Italiener durch Tore von Marchisio und Balotelli die verjüngten Engländer. Überraschend der Sieg der Außenseiter Costa Rica gegen Uruguay (3:1). Bei den südamerikanischen Top-Teams Brasilien und Argentinien sollte man in den nächsten Runden eine höhere Formkurve erwarten dürfen. Argentinien siegte glücklich mit 2:1 gegen die WM-Newcomer aus Bosnien, wenigstens der teuerste Spieler der Welt, Lionel Messi, mit einem Marktwert von 120 Millionen Euro, traf. Und der Gastgeber profitierte durch einen fragwürdigen Elfmeter, den der Selecao-Shooting Star Neymar vom FC Barcelona, verwertete. Ein weiterer Neymar-Treffer und als Draufgabe Oscar in der 90. Minute besiegelten die 1:3-Niederlage von Kroatien, die nach einem (seltenen) Eigentor der Brasilianer sogar in Führung gegangen waren.

 

Man darf gespannt sein, welchem Team Gürteltierchen Fuleco, das offizielle Maskottchen der Fußball-WM in Brasilien, in der nächsten Runde gesonnen sein wird. Überraschungen sind nicht ausgeschlossen, aber davon lebt ja der Fußball...

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