Direkte Demokratie: Kremser Bürger sollten in einer verbindlichen Bürgerbefragung über Landesmuseum und Casino-Tempel abstimmen !!!

In der Schweiz, dem Musterland direkter Demokratie, gibt es viermal pro Jahr Volksabstimmungen, und das auch auf Gemeindeebene, wo die Bürger teils auch zu Verordnungen, Budget und Gebühren zu Rate gezogen werden. In Krems soll es im September eine verbindliche Bürgerbefragung zum neuen Parkkonzept geben. Eine ideale und kostengünstige Möglichkeit, die Kremser auch zu weiteren brisanten Themen zu befragen.

 

"Landesfürst" Erwin Pröll, der jährlich 116 Millionen Euro ohne Genierer für Kultur und Kunst beim Fenster hinausschmeißt, will bekanntlich auf Kosten des Steuerzahlers ein 35 Millionen Euro-Landesmuseum errichten lassen. In St. Pölten hat sich bereits eine Initiative unter der Fittiche von Höfefest-Organisatorin Michaela Steiner gebildet, die eine Verbringung der bildenden Kunst in die Wachaumetropole verhindern will. Auf der anderen Seite gibt es sicher genug Kremser, die kein weiteres Museum in der Stadt haben wollen und vielleicht lieber eine Freiluftlocation im Museumswirtshaus Hofbauer präferieren, das nach den Pröll´schen Plänen abgerissen werden soll und durch einen riesigen Galeriebau mit Tiefgarage ersetzt werden soll. Dasselbe gilt für die Pläne der Casinos Austria, zwischen Hofer-Markt und Zellerplatz einen Glücksspieltempel mit Roulettetischen und 92 suchtgefährdenden Automaten zu errichten.

 

Sowohl Landesmuseum als auch Casino sollten in Krems nur dann erbaut werden, wenn eine Mehrheit der Kremser Bürger dazu ihre Zustimmung gibt. Haben die Kremser Gemeindepolitiker den Mut dazu, das Volk zu befragen, oder sind sie nur feige Ministranten eines machtbesessenen Landeshauptmannes oder der legalen Glücksspielmafia ? Wir werden es sehen...

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