Kremser Donaufestival 2014: Ein Menschenzoo für 1,8 Millionen Euro !

116 Millionen Euro schmeißt der schwarze Landeshauptmann Erwin Pröll – ohne rot zu werden – jährlich für Kultur und Kunst zum Fenster raus. Sein neuester Coup ist ein 35 Millionen-Euro-Landesmuseum für altbiedere Sammlungen an der Kremser Donaupromenade. Da ist ja die 1,5 Millionen Euro-Subvention für das Kremser Donaufestival ja direkt ein Schnäppchen.

 

1,8 Millionen Euro beträgt das Gesamtbudget für die zehnte Auflage des von Tomas Zierhofer-Kin organisierten Donaufestivals, das angeblich 13.500 Kunstbegeisterte aus 30 Ländern anzieht. Hat ja durchaus seine Berechtigung, aber warum soll das der österreichische Steuerzahler finanzieren ? Auch die Stadt Krems subventioniert mit einem Betrag um die 100.000 Euro das Donaufestival, obwohl man die Kremser Gäste an einer Hand abzählen kann und ein Großteil der Besucher per Shuttle-Busse aus Wien angekarrt und nach Veranstaltungsende wieder zurückgebracht wird.

 

Höhepunkt dieses Jahr ist ein Menschenzoo, in dem Randgruppen wie Asylanten, Arbeitslose, Obdachlose, alleinerziehende Mütter (!) und Punker untergebracht werden. Der zahlende Besucher hat die Möglichkeit, diese zu füttern. In Berlin bezeichneten sogar grüne Abgeordnete den "Human Zoo" der Wiener Künstlergruppe "God´s Entertainment" als "abscheulich und menschenverachtend".

 

Man sollte in Krems (und in Niederösterreich) die Courage haben, diesem skurril-radikal-anarchistischen Treiben den finanziellen Subventionshahn abzudrehen und stattdessen ein "Austrozone"-Festival – so der auf österreichische Musik spezialisierte YouTube-Kanal von Eberhard Forcher - mit Künstlern, Bands und DJ´s aus Österreich in Krems initiieren. Eine Win-Win-Situation: Die heimische Szene hätte eine neue Plattform, und sogar die Kremser würden in Scharen in die antiquierten Österreichhallen strömen...

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