Schuldenbericht: Krems weist ein Minus von 133 Millionen Euro auf...

Ein Minus von 133 Millionen Euro präsentierte gestern ÖVP-Finanzstadtrat Krammer in der Gemeinderats-sitzung. Die Tendenz ist fallend, allerdings nicht aufgrund von Sparmaßnahmen, sondern aufgrund der Niedrigzinssätze von ca. 1 %. Wermutstropfen sind die 462.000 Euro-Kursverluste durch Schweizer Fremdwährungskredite. FPÖ-Stadtrat Dr. Werner Friedl warnte in seiner Rede diesbezüglich die Stadt Krems, das öffentliche Vermögen nicht durch Spekulationen und Währungstransaktionen aufs Spiel zu setzen...

 

NR Dr. Walter Rosenkranz wies in seiner Gemeinderatsrede zum Schuldenbericht auf historische Pleiten der Kremser Stadtregierung hin, denen SPÖ und ÖVP durch ihr Handheben im Plenum den Sanktus gegeben haben. Bürger und Gewerbetreibende werden im Gegenzug geschröpft mit Steuer- und Gebührenerhöhungen, egal, ob es sich jetzt um Gebrauchsabgaben, Hundesteuern oder Tourismusabgaben handelt. Die GEDESAG (die zu 98 % der Stadt Krems gehört) wird durch ein rechtlich bedenkliches Gutachten der Landesregierung der Kontrolle des städtischen Kontrollamtes entzogen.

 

Von Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit im Magistrat dagegen ist keine Rede: Zusätzliche (nebulose) Stellen für rot-schwarze Parteigünstlinge, sündteure Beraterhonorare und ungerechtfertigte Sonderzulagen werden beim nächsten Rechnungshofsbericht wohl durch die Mangel gedreht. Das Schluss-Zitat von Walter Rosenkranz dürfte der rot-schwarzen Abnickungskoalition schlaflose Nächte bescheren: "Die Sanierungspartnerschaft löffelt sich die Suppe aus, die sie sich selbst eingebrockt hat."

Kommentar schreiben

Kommentare: 0