Nachhilfekosten über 100 Millionen Euro jährlich: Gratis-Nachhilfe für lernschwache Schüler in den Sommerferien statt 2 Monate Strandurlaub für Lehrer.

In den USA stehen die Lehrer 1.977 Stunden in der Schule, in Schweden 1.767 Stunden. In Österreich gehen die Uhren anders. Dort verbringen die Lehrer (von Hauptschulen und AHS-Unterstufen) nur 607 Stunden in der Klasse. Damit sind sie auf dem fünftletzten Platz unter 35 OECD-Staaten. Jetzt soll die wöchentliche Lehrverpflichtung von 22 auf 24 Stunden angehoben werden, dagegen wehrt sich aber die Lehrergewerkschaft trotz besserer Bezahlung ihrer "Schäfchen".

 

Im Rahmen der letzten Pressestunde präsentierte HC Strache auch einige Vorschläge für eine Reform des Schulsystems: Deutsch-Vorschule ab 5, verpflichtende Klassenschülerhöchstzahlen von 25, eine organisatorische Ganztagsbetreuung (ohne Verpflichtung) und (neben der obligatorischen Abhaltung von Weiterbildungskursen) eine Gratis-Nachhilfe für lernschwache Schüler in den Sommerferien.

 

Es kann nicht sein, dass sich eine privilegierte Berufsgruppe zwei Monate lang im Sommer unter der heißen Sonne räkelt und Baywatch-Grimassen schneidet, während andere Arbeitnehmer und Angestellte gerade einmal 5-6 Wochen Urlaub im Jahr haben, Selbständige und Freiberufliche manchmal gar keinen. Außerdem sollte es eine Ehre für anständige Pädagogen sein, junge Leute bei ihrer Schulbildung zu helfen und sie in die nächsthöhere Schulstufe zu bringen. Ohne sie wie bis jetzt abzuzocken – die Kosten für ca. 265.000 nachhilfewillige Schüler betrugen 2012 gigantische 107 Millionen Euro. Und da sind jene lernschwachen Schüler gar nicht inbegriffen, deren Eltern sich die Nachhilfe nicht leisten können und die in der Bildungsspirale immer weiter nach unten driften...  

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