Jubelbroschüre für die Rinke-ÖVP: Das Kremser Stadtjournal.

Dieser Tage liegt es wieder im Postkasten, das neueste September-Stadtjournal des Magistrats Krems. Richtig gelesen, denn Medieninhaber und Herausgeber dieser Broschüre über „amtliche Mitteilungen der Stadt Krems“ ist NICHT die Rinke-ÖVP, sondern der Magistrat, die eigentlich „parteiunabhängige“ Verwaltungsbehörde einer Stadt mit eigenem Statut.

 

Blättert man durch die neueste Ausgabe, dann sieht dies allerdings ganz anders aus. Auf genau 40 Seiten (inkl. Cover) kann man sich „voller Euphorie“ gar nicht sattsehen an gezählten 26 (!!!) Fotos der Noch-Bürgermeisterin, Ingeborg Rinke, mit Kindern, Pensionisten, Wirtschaftstreibenden, Sportlern und Ex-Politikern.

 

Wieviele Schnappschüsse gibt es von den anderen Spitzenkandidaten der Gemeinderatsparteien ? SPÖ-Vize Reinhard Resch „darf“ eine halbseitige Kolumne schreiben unter dem Titel „Politik praktisch & zur Sache“, plus 1 altes Passfoto. „Danke, Inge. Dafür gehen wir wieder gemeinsam Nachtbaden“. FPÖ-Nationalrat Dr. Walter Rosenkranz, einem der rhetorisch besten Redner des Gemeinderates, gebührt nicht einmal diese „scheinbare Ehre“. Ebenso allen anderen Parteienvertretern.

 

Stattdessen wird – neben anderen vermeintlichen Errungenschaften der Schwarzen - der skandalöse Eindruck vermittelt, dass die Rinke-ÖVP alleine für den Hochwasserschutz in Rehberg verantwortlich ist, der bekanntlich EINSTIMMIG beschlossen wurde. Wer posiert alleine vor den Baggern ? Rinke. Im Artikel keine Erwähnung der anderen Parteien.

 

Finanziert wird das Stadtjournal vom Steuerzahler – ganze 295.400 Euro wandern 2012 in das Budget der Öffentlichkeitsarbeit, davon allein 173.100 Euro Lohnkosten für fünf dort beschäftigte Mitarbeiter. Die allerdings während ihrer Dienstzeit kein unabhängiges Magistratsjournal für den Bürger produzieren, sondern eine fast schon präpotente Jubelbroschüre für die Rinke-ÖVP.

 

Die FPÖ Krems fordert ein informatives, urbanes Stadt-Magazin, produziert von einem unabhängigen Redaktionsteam, und kein Selbstdarstellungsblättchen für ÖVP-Granden. Diesen Luxus sollen sich die Schwarzen selber zahlen und nicht die schwer steuerbelasteten Gemeindebürger.

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