WMC Week 2012: Miami kürt die 27. International Dance Music Awards

Über 2 Millionen Party People beteiligten sich an der Abstimmung zu den 27. International Dance Music Awards, die jetzt im Rahmen der World Music Conference in Miami verliehen wurden. Die Ergebnisse in den insgesamt 57 Kategorien spiegeln den grassierenden globalen Status der Dance Szene wieder und präsentieren neben den üblichen „Superstar“-DJ-Gewinnern auch einige Überraschungen.

 

So setzte sich beispielsweise in der Kategorie „Best Latin Track“ der baskische Eurodance-Stomper „Loca People – What the Fuck“ gegen die Routiniers Pitbull, Jenniffer Lopez und Ricky Martin durch. Newcomerin Nicki Minaj, deren neues Album dieser Tage erscheint, gewann mit dem hierzulande wenig bekannten „Super Bass“ in der Kategorie „Best Rap Track“ gegen prominente Konsorten wie Flo Rida, P. Diddy oder Eminem. Best Indie Dance Track wurde nicht der Ibiza-Superhit „Hungry for the Power“, sondern Todd Terjes „Ragysh“. Als bester Underground Dance Track wurde “Big Bad Wolf” von Duck Sauce eruiert, deren sexistischer Schock-Videoclip allerdings gegen den vergleichweise harmlosen Hunde-Clip “Save the World” der Swedish House Mafia den kürzeren zog.

 

Gleich 2 Awards gab es für Rihannas Kollaboration mit Calvin Harris, „We found Love“, und zwar als bester Pop Dance Track und bester R&B-Track. Auch die im Sommer die Alpenrepublik beehrenden Star-DJ´s heimsten eine Menge Preise ein: David Guetta, am 11. August in Wien, als Best Producer, der schwedische Shooting Star Avicii mit „Levels“ (Best Electro Track) und als Best European DJ, der holländische Jus-Absolvent und Trance-Hochmeister Armin van Buuren mit „Feels so good“ (Best Trance Track), A State of Trance (Best Podcast) und als Best Global-DJ. Letztere beehren dieses Jahr als Headliner das St. Pöltner Beatpatrol im Juli. Als Best Break-Through Artists wurden ausgezeichnet der holländische House-Produzent R3hab und das Stockholmer Electro-House-Duo Dada Life, die Königsdisziplin der Best Artists ging an Skrillex und die Swedish House Mafia (die beide gemeinsam derzeit die neue Single von Skrillex-Girlfriend Ellie Goulding produzieren).

 

Preise wurden in Miami aber nicht nur an Künstler und Tracks verliehen, sondern auch an Events, Radiostationen und industrielle Produkte. So gewann BBC Radio 1, trendangebend in der britischen Dance- und Indiekultur, den Award der Best Global Radio Station. Das renommierte DJ Mag, das selbst jedes Jahr die Leser abstimmen lässt, wurde zur Best Music Media Resource gewählt. Armin van Buurens Label Armada Music setzte sich gegen Ministry of Sound und Defected durch. Während bei den Global Clubs sich die balearischen Glamour-Diskotheken ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten, bei dem das Space die Oberhand gewann, siegte bei den Events überraschend „Tomorrowland“, eine Open-Air-Dance-Party im belgischen Boom, wo sich seit 2005 die Superstars die Klinke in die Hand geben und 2011 185.000 Party People exzessiv mit Guetta, Cox & SHM feierten.

 

Das Maß aller Dinge in der Technik ist weiterhin Pioneer, gleich 3 Preise für Best CD Player, Best Manufacturer und Best New Product of the Year (DDJ-T1). Bei letzterem handelt es sich um einen DJ-Controller, den man immerhin schon um 900 Euro ergattern kann. Dem nicht so begüterten DJ-Nachwuchs kann das nur Recht sein...

 

Die Awards und Nominees im Überblick: http://www.wintermusicconference.com/idmaballot/nominees/

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