Review: Best Movies 2011

Nichts ist wahrer als die Unvernunft der Liebe” – Schon das Teaser-Zitat von Alfred de Musset macht Appetit auf den Geniestreich des 21jährigen Multi-Talents Xavier Dolan: „Les amours imaginaires“ oder zu deutsch „Herzensbrecher“. Ein schwuler Ästhet, gespielt vom Regisseur selbst, und seine beste Freundin, heterosexuell, verlieben sich auf einer Party beide in den oberflächlichen, schwer durchschaubaren Beau Nico und werden zu Rivalen. Wunderschöne Bilder, coole Darsteller, regietechnische Stilbrüche und die wieder ultramoderne, glatte Eighties-Zeitgeistthematik machen den Film nicht nur in Cannes zum Augen- und Seelenschmaus.

 

Am Puls der Zeit auch Platz 2 der Kino-Charts „In Time – Deine Zeit läuft ab“. Der Science-Fiction-Thriller mit Justin Timberlake und Amanda Seyfried war der „Occupy“-Bewegung sogar um einige Zeit voraus. Die 99%-Armen sterben, die Reichen leben nicht, in einer Zeit, in der die Währungen durch Lebenszeit ersetzt werden und jeder Mensch nur bis zum 25. Lebensjahr altert. Dann hat er nur mehr ein Jahr Zeit, um den Countdown des Todes durch Arbeit, Schenkung oder Diebstahl aufzuheben. Für die Reichen in den privilegierten Zeitzonen kein Problem, für die Working Class ein Kampf ums Überleben. Im Fight gegen sich selbst dagegen Natalie Portman im Darren Aranofsky-Thriller „Black Swan“, deren Darstellung trotz Double-Vorwürfen mit einem Oscar belohnt wurde. Glänzen durfte auch Oscar-Präsentatorin Anne Hathaway, in „Love and other drugs“ und in der Romanverfilmung „2 an einem Tag“.

 

Abseits der Potterisierung der transformierten Karibik und weiterer matter, sündteurer Hollywood-Blockbuster kam es 2011 zu einem Deja Vu intelligenter, spannender Science-Fiction-Filme („Source Code“, „Der Plan“, „Ohne Limit“, „Planet der Affen – Prevolution“). Besonders düster und bezwängend die harmlos beginnende Klon-Endzeit-Story „Never let me go“ nach dem Bestseller des japanischen Autors Kazuo Ishiguro. Strictly Horror auch in „127 Hours“, nur dort nach einer wahren Begebenheit. Im Mittelpunkt der Bergsteiger Aron Ralston (im Film gespielt von Shooting-Star James Franco), der, eingeklemmt in einer Bergspalte, sich nach 5 Tagen den Arm abschneidet. Der Held des Films lebt heute noch, seine Armprothese ist mit einem Eispickel ausgestattet. Zum Bergsteigen, nicht als „Basic Instinct“-Mordwaffe.....

 

Oliver´s Top Ten 2011:

 

1. HERZENSBRECHER

2. IN TIME

3. BLACK SWAN

4. 2 AN EINEM TAG

5. SOURCE CODE

6. KABOOM

7. DER PLAN

8. WER, WENN NICHT WIR

9. OHNE LIMIT

10. NEVER LET ME GO

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Kommentare: 2
  • #1

    Těhotenské testy (Freitag, 18 Mai 2012 21:47)

    good post

  • #2

    Petrit (Samstag, 29 September 2012 07:30)

    THX for info