Kremser Magistrat fordert Sperrstunde um 2 Uhr – Bürgerinitiative formiert sich gegen Aussterben der Kremser Altstadt und des Nachtlebens

I don´t wanna study, i just wanna party“ – der neue weltweite Schlachtruf der partysüchtigen und politikdesinteressierten Generation Nini des katalonischen Star-DJ´s Sak Noel. Trotz Heavy Rotation in den Clubs der Stadt könnte dies in der Donaumetropole Krems bald der Vergangenheit angehören. Die Kremser Bürgermeisterin Inge Rinke der spießbürgerlichen Biedermannpartei ÖVP, die auch hauptverantwortlich ist für die skandalöse Parkplatzmisere und den enormen Schuldenstand von 160 Millionen Euro, fordert eine generelle Sperrstunde von 2 Uhr in der von Touristen, Studenten und Trendsettern hochfrequentierten 28.000-Einwohner-Stadt. Einer Uhrzeit, in der die zahlreichen IMC-Studenten – so wie in Italien, Frankreich und Spanien üblich – gerade erst in ihre sexy Outfits schlüpfen, um in coolen Clubs wie der Und Lounge die Nacht zum Tag zu machen.

 

Es ist nicht die erste Attacke der führenden Stadtpolitiker gegen die Gastronomie und das Nachtleben. Selbst auf zahlreichen Bällen, Gschnas-Festln und weinseligen Vernissagen vertreten, fordert Rinke auch die Absage des Steiner Beislfestls, das seit 19 Jahren an der Steiner Donaulände für südländische Dolce Vita-Atmosphäre und hedonistische Trinken-Tanzen-Flirten-Kultur sorgt. Grund: Angebliche Sicherheitsbedenken und Wählerstimmen der Anrainer. Gegen diesen Affront setzt sich derzeit aktuell auch die Facebook-Initiative „Save the Party – Rettet das Steiner Beislfest 2012“ zur Wehr, die bereits mehr als 500 Unterstützer zählt und stündlich weiterwächst. Nun hat sich auch eine „Bürgerinitiative gegen das Aussterben der Kremser Altstadt und Landstraße“ gebildet, die (unverständlicherweise) – wegen befürchteter politischer oder wirtschaftlicher Repressalien ? -anonym bleibt, aber bereits an einige Gastronomen und Opinion Leaders Informationsschreiben versandt hat, um für eine Unterschriftenaktion zu werben.

 

Die Bürgerinitiative sieht sich als unparteiisch, da laut deren Meinung sowohl ÖVP als auch SPÖ versagt haben, und will durch diese Aktion ein Zeichen setzen, da ihnen Krems als Universitäts-, FH- und Tourismusmetropole am Herzen liegt. Vor allem neue, komplett unüberlegte Verordnungen gegen die Kremser Gastronomie, die auch als „Sozialisierungspunkt“ gesehen wird, stehen im Zenit der Kritik. Nicht nur die durch ihren Standort privilegierten Anrainer haben ein Recht auf Ruhe, sondern auch die ausgehfreudigen jungen Leute haben ein Recht auf Unterhaltung, Lebensfreude und Spaß.

 

In letzter Sekunde wurde gerade noch eine Sperrstunde von 3 Uhr früh bei den beliebten Clubbings von Alex Lengauer (Star Night Club) und Martin Neger (Vorsilvesterparty) verhindert. Doch die Prohibitionswut und Anraineranbiederung von Rinke & Co. dürfte sich wohl bald nicht mehr so leicht eindämmen lassen. Die geplante Sperrstunde um 2 Uhr früh ist einzigartig in Österreich, in der laut NEWS „lebenswertesten Stadt“ der Alpenrepublik. Wohl nach Einführung dieser Verordnung nur mehr für Ministranten, Morgensportler, Pensionisten und frustrierte Biedermänner. Das muss mit allen Kräften verhindert werden.

 

Die Wiener Lösung könnte eine passable Alternative sein – Sperrstunde in Bars um 4 Uhr früh, eine Verlängerung bis 6 Uhr früh auf Antrag speziell für den Bereich „Diskothek & Clubbing-Lounge“. Anrainer könnten dadurch befriedigt werden, dass eine Polizeiwachstelle am Kremser Pfarrplatz eingerichtet wird, an neuralgischen Punkten vermehrt Polizeistreifen und Zivilpolizisten eingesetzt werden und Ruhestörer, Vandalen und Rowdys systematisch und energisch mit Geldstrafen und Betretungsverboten aus der Stadt verbannt werden.

 

Die Gastronomen für ein Versagen der Politik und der Polizei zu bestrafen wäre der falsche Weg. Oder denkt jemand daran, Tankstellen zu schließen, weil diese von juvenilen, arbeitsscheuen Rechtsbrechern überfallen wurden ? Also liebe Bürgerinitiative „Krems für Krems“, runter mit den Masken und let´s start the Dance gegen das konservative, lustfeindliche „Stadtparlament“. „Die schlechten Bürger sind die schweigenden Bürger“......

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Kommentare: 1
  • #1

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