Rundfunk-Zwangsgebühren werden um 7 % erhöht – als „Boni“ dafür eine 40.000 Euro-Gehaltserhöhung für den ORF-Generaldirektor Wrabetz

2004 betrug die Quote der beiden Staatsfunk-Programme ORF 1 und ORF 2 noch 47,4 %. Seitdem befindet sich der pseudo-öffentlichrechtliche Sender im ständigen Sinkflug, im September 2011 befand man sich auf einer Untergangsmarke von 34 %. Die rot-schwarze Clique an Medienversagern und Abkassierern allerdings tanzt auf dem Küniglberg den Bossa Nova.

 

Die Rundfunkgebühren, die sich aus Fernsehentgelt, Landesabgaben, Kunstförderung und Steuern zusammensetzen, werden um 7 % erhöht. Im speziellen bedeutet das eine Erhöhung des ORF-Fernsehentgelts von 15,10 Euro monatlich auf 16,16 Euro. Ein niederösterreichischer Fernsehempfänger zahlt somit ab Juni 2012 statt 22,71 24,08 Euro monatlich (weil dort gleichzeitig auch noch die Landesabgaben erhöht wurden), und das, obwohl nahezu 2/3 der Fernsehkonsumenten an dem billig-niveaulosen Programm-Potpourri aus Millionenshow, Dancing Stars, Conchita-Extrawürsten, rot-schwarz eingefärbter Nachrichtenberichterstattung und an auch andersweitig empfangbaren CSI-Champions League-Übertragungen gar kein Interesse zeigt.

 

Abgesehen davon, dass ein Teil des Fernseh-Entgelts auch an die Konkurrenz-Sender ATV und Puls 4 fließen sollte, die längst besseres öffentlich-rechtliches Programm produzieren – Stichwort „Am Punkt“ oder „Spiegel TV Österreich“ -, leistet sich der ehemalige ÖH-Sozi Wrabetz und dessen Manager-Etage einen politischen Skandal deluxe. Während der ORF seit Jahren in der Verlust- und Subventionszone grundelt und 2012 100 weitere ORF-Jobs abgebaut werden, wird das Gehalt des Generaldirektors Wrabetz um 40.000 Euro erhöht. Er kassiert ab sofort um die 400.000 Euro jährlich, also um die 1.100 Euro täglich (inkl. Urlaub und freie Wochenenden), mehr als 100.000 Euro als die deutschen (!!!!!) Fernsehdirektoren und mehr als Bundeskanzler Faymann. Natürlich bekommen auch die politisch gefärbten Landesdirektoren ihren „verdienstvollen“ Zuschlag – ab sofort 20.000 mehr pro Jahr (zu den bisherigen kolportierten 200.000 Euro).

 

82 % der Bevölkerung sind laut Umfrage gegen eine Erhöhung der schon längst obsoleten Zwangsgebühren, die dem ORF zusätzlich 36 Millionen Euro einbringt, 100 % - mit Ausnahme der Beteiligten - gegen eine derartige Gagenprotzerei der Direktoren. Vielleicht beweist der rot-schwarz eingefärbte Stiftungsrat, der dies im Dezember alles noch genehmigen muss, Mut und stoppt den Wahnsinn. Doch Achtung, wir leben ja nicht Alice´s Wunderland, sondern im „Land der Diebe“. Dort, wo nicht die Unschuldsvermutung, sondern der Generalverdacht gilt...

Kommentare: 1 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Gebührenbeglückter (Dienstag, 27 März 2012 20:11)

    Der ORF, ein Verein für untaugliche Politiker, hat es sich schon immer gerichtet. Früher wurden Leute, die für die Politik zu blöd waren, von den Parteien in den Staatsbetrieben versorgt, aber Mangels derartiger Betriebe blieb halt nur mehr der ORF über. So haben auch manche Landeshauptleute aus dieser Praktik etwas gelernt, besondern die aus der roten Reichshälfte kommen. Die Frage ist wie man dann in OÖ und Vorarlberg ohne Anzapfen der ORF-Empfänger auskommt. Die werden halt ihre Gagen noch vom Land beziehen und nicht von den Gebührenzahlern.