„Schatzi-Brandstiftung“: Verfahren gegen Besitzer Christian Gschwantner mangels Beweisen eingestellt.

Am 1. April des Vorjahres ging die Diskothek „Schatzi“ in Hagenbrunn in Flammen auf. In Verdacht kam dabei auch der Besitzer, Ex-Millennium-Boss Christian Gschwantner, gegen den seit Herbst 2010 wegen Versicherungsbetruges und Brandstiftung ermittelt wurde. Die Umstände der Brandkatastrophe schienen auch sehr dubios: Sowohl die Alarmanlage als auch die Videoüberwachung waren ausgeschaltet, und der Brand brach gerade – nach einem misslungenen Versuch am Vortag - an einem weiteren Ruhetag aus. Die Brandermittler fanden insgesamt 7 Stellen, an denen mittels brandbeschleunigenden Mitteln die Flammen ausgelöst wurden. Der Sachverständiger stellte in seinem Gutachten fest, dass der Täter beste Ortskenntnisse vom Tatort hatte, und geht weiterhin von einem Täter im Dunstkreis der Diskothek aus. Beweise gegen Gschwantner als unmittelbaren Täter oder Bestimmungstäter konnten allerdings keine eruiert werden, wodurch die Staatsanwaltschaft von Korneuburg das Verfahren eingestellt hat.

 

Stellt sich nun die Frage, ob die Versicherung den über 3 Millionen hohen Schaden begleichen wird. Gschwantner könnte das Geld dringendst brauchen, laufen doch gegen ihn und sein ehemaliges GCL-Imperium 11 (!) Konkursverfahren am Landesgericht Krems. Unabhängig versicherungsvertraglicher Details kann man aber aufgrund der Sachlage von grober Fahrlässigkeit ausgehen und zumindest von einer wesentlichen Kürzung des Versicherungsbetrages, wenn nicht von totaler Zahlungsverweigerung der Versicherung ausgehen. Erinnert der Sachverhalt doch an einen Autobesitzer, der dem osteuropäischen Autoknacker nonchalant bei offener Autotüre den Zündschlüssel im Zündschloss hängen lässt. Mit Folklore-CD aus dem Heimatland des Verbrechers inklusive.....

Kommentar schreiben

Kommentare: 0