Ibiza DJ-Awards – Swedish House Mafia & Deadmau5 Winners of 2010

Closing Week nach einem sensationellen Summer Season auf der La Isla Blanca Ibiza. Zeit, Bilanz zu ziehen. Und das im glamourösen Rahmen der Edel-Disco Pacha, wo meine Wenigkeit verschwitzt und aufgedreht bis 7 Uhr früh mit Freundin Anita David Guettas massenüberströmte „Fuck me I´m Famous“-Club Night visitierte. Der französische Superstar und „House“-Vorjahresgewinner gehörte aber bei den 13. Ibiza-DJ-Awards überraschend nicht zu den Preisträgern des Abends – in der Kategorie „International DJ“ siegte (genauso wie in der Sparte „Electro House“) der kanadische DJ Deadmau5. „3 Awards in one Kategory“ – und das zu Recht in der Sparte „House“ für Axwell, Sebastian Ingrosso und Steve Angello aka Swedish House Mafia, die auch den grün leuchtenden Eisberg für die „Best Ibiza Night“ (Masquerade Motel, every Monday @ Pacha) bekamen.

 

Im Trance-Bereich konnte sich zum drittenmal hintereinander der „Amnesia“-Tuesday-Resident DJ Armin van Buuren gegen Kaliber wie Tiesto oder Paul van Dyk durchsetzen. Überraschung beim „Techno“: Carl Cox und Sven Väth, auf Ibiza nahezu jede Woche prominent vertreten, verloren beim Online-Voting gegen den eher unbekannten Marco V.. Track des Sommers wurde – nach „La Meszla“ 2009 - das tech-house-lastige „No Worries“ von Butch, „One“ der Swedish House Mafia dürfte der Jury wohl kommerziell zu erfolgreich gewesen sein. Der geniale Remixer Riva Starr aus Italien wurde als Nachfolger von Fedde le Grand und Sander van Doorn „Breakthrough DJ“ 2010, marketingtechnisch ideal für seinen aktuellen Single-Release „I was drunk“. In der Sparte „Tech House“ mit viel Applaus überschüttet wurde der Schweizer Underground DJ Luciano, der nach seiner umjubelten DC 10-Nights 2010 für die Sunday „Vagabundos“-Pacha-Night verpflichtet wurde und für Dancefloor-Ekstase pur sorgte. Auch deutsche Elektronik-Nerds gehörten zu den Preisträgern, Stimming (als „Best Newcomer“) und „Phonique“ (als „Best Deep House“-Act).

 

Der Technology Award ging verdient an „Pioneer“, die mit ihrem Produkt CDJ 2000 und der Einbeziehung von USB- und SD-Medien neue Grenzen überschritten. Ben Turner, der Gründer und Editorial Director des „Pacha“-Szene-Magazins, erhielt den „Outstanding Dedication“-Award, Manchester Hacienda-Legende und Deconstruction-Gründer Mike Pickering, der bereits in der Geburtsstunde des „Dance Islands“ Ibiza Mitte der 80er vertreten war und M-People in den 90ern produzierte, den Lifetime Achievement Award. Ägypten, wo zuletzt in Sharm el Sheikh auch eine neue Pacha-Residenz erblühte, darf sich ab sofort Dance Nation of 2010 nennen, das exzessive Rave-Happening Kazantip in Kiew „Best International Festival“.

 

Damit das durch sein proletarisches Brit-Publikum teils verachtete San Antonio im Westen der Insel und die in Ibiza lange Zeit geringgeschätzte Rock-Szene auch einmal jubeln durften, gab es für die „Ibiza Rocks“-Parties (mit Prodigy, Calvin Harris, Kooks & Co.) den „Outstanding Achievement Award“. Die musikalische Zukunft der Insel liegt trotzdem derzeit eher im Tech-House-Bereich. Und in der Fortsetzung erfolgreicher Club Nights von Guetta, Swedish House Mafia, Cream & Co., die auch nächstes Jahr die house- und technosüchtige Dance Generation wieder auf die legendäre Party-Insel Ibiza locken werden.

 

http://www.djawards.com

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Kommentare: 1
  • #1

    Damon (Sonntag, 22 Juli 2012 01:04)

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