Wiener Blut 2010 - HC Strache goes Dancefloor !

Weltpremiere in der Wiener Discothek Praterdome, heute bereits als Video und als Download erhältlich. Für den Amadeus Award 2010 reicht es leider nicht mehr. Heinz Christian Strache präsentiert mit „HC goes Wiener Blut“ seine neue dancefloor-taugliche Wahlkampfhymne gegen das rote Wien.

 

Im Text schmissig, kantig, eindeutig gegen Islam, Bandenterror, Penthouse-Bonzen und gegen die Sozis („Andere Länder, andere Sitten, gerne auch in Istanbul, Istanbul in Wien dagegen, findet nur der Häupl cool“), im Rhythmus eine „Multi-Kulti“-Mixtur aus Samples (Carmina Burana, Johann Strauß, Eye of the Tiger, Let´s get ready to rumble), „The Riddle“-Kirmestechno und einem ballermannartigen „Buberlpartie“-Refrain. Vermutlich wieder einmal von Ex-Bingoboy, Edelweiß-Maker und Ötzi-Produzent Klaus Biedermann kreiert. Für die housige Und Lounge bedingt geeignet, als juvenile Trademark gegen biedere Volkstanz- und Heurigenlieder der ÖVP oder verstaubte Arbeitergesänge der SPÖ aber exzellent. Und inhaltlich sattelfest im Vergleich zur inländer- und frauenfeindlichen bzw. gewaltverherrlichenden Diktion diverser Migrantenrapper wie Bushido, Nazar & Co..

 

Falcos Wiener Blut hätte allerdings auch den Nagel auf den Kopf getroffen: „Wir haben die Medizin, der Dekadenz haben wir an Preis verlieh´n. Auch im Club 45 samma drin, dort sind wir unter uns dann sehr intim.“ Udo Proksch war einst die korrupte Galionsfigur der Roten im Wien der 70er und 80er, und hat sich bezüglich Korruption, Postenschacher, Nepotismus, illegaler Auftragsvergabe und Geldverschwendung in der an sich sympathischen Bundeshauptstadt etwas verändert ?

 

Ich hasse blaue Augen“ meint dazu Comic-Häupl angeschlagen im Boxring liegend. Ich natürlich nicht – hab ja selber welche (smile). Am 10.10. wird er trotzdem wieder mit um die 45 % Bürgermeister werden, Strache könnte aber – mit exzellenter Kommunikations- und New Media-Strategie - Stimmenstärkster bei den unter 30jährigen werden und vielleicht dessen absolute Mehrheit brechen. Desto schneller die Ära von präpotenten „Landeskaisern“ beendet ist, desto besser. Und das gilt nicht nur für Wien, sondern auch für Niederösterreich.

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