"Blauer House-Meister mit Wiener Blutsauffrischung" - Sommergespräche mit HC Strache !

Ein Minarett für jedes Bundesland (so der Chef der Islamischen Glaubensgemeinschaft), „Mehr Mut für Wiener Blut, zuviel Fremdes tut niemandem gut“ (so die ambivalente neue F-Wahlkampagne) – die Vorzeichen für eine spannende „Sommergespräche“-Diskussion mit dem freiheitlichen Bundesparteiobmann Heinz Christian Strache konnten nicht spannender sein. Als Co-Diskussionspartner neben der Moderatorin Ingrid Thurnher fungierte Aleksandra Izdebska aus Polen, die mit 16 „ohne Qualifikationen“ und „ohne Kenntnis der deutschen Sprache“ nach Österreich auswanderte und dort gemeinsam mit ihrem Mann die Computerfirma DITECH, spezialisiert auf (modernes !) Computer-Assembling, aufbaute. Eine typische Einwanderin, die der HC sofort abschieben würde ? Die arme, polnische Migrantin, die als IT-Expertin in der Alpenrepublik aufblüht ? Das glauben auch nur jene, die dem politisch dominierten ORF geistig hörig sind. Vielmehr besuchte Izdebska in Warschau 2 Jahre lang das Oberstufenrealgymnasium, dann mit 16 in Wien das BRG – Matura 1996, dann Doppelstudium WU und Dolmetscher, letzteres schloss sie erfolgreich ab. In einer Diskothek lernte sie ihren Mann mit dem kongenialen Namen Damian („der mächtige Mann“) kennen, der Software-Entwickler gilt als strategisches und technisches Mastermind der Firma (mit ca. 250 Mitarbeitern und 75 Mio Euro Jahresumsatz), seine Frau „als Beiwagerl“ ist lediglich für Personal und interne Kommunikation tätig (was wohl auch eine talentierte Handelsakademie-Absolventin schaffen würde).

 

Das haben die Jünger des HC Strache wohl nicht in den gigantischen Weiten des Internets gefunden oder wollte der F-Führer bewusst – antimachomäßig – so nicht rausposaunen. Die Touchees beim signifikanten freiheitlichen Ausländerthema gingen trotzdem an ihn: Es ist in der Bundeshauptstadt Wien nicht tragbar, dass in einer Schulklasse mit 30 Kindern nur 2 Österreicher sitzen und sich diese wie „Fremde in der eigenen Heimat fühlen“. Eklatant auch die fehlende Integration der muslimischen Jugendlichen, die in einer rigiden Parallelgesellschaft rund um Ehre, Religion und Unterdrückung der Frau leben und keine Berührungspunkte mit der westlichen Welt wünschen. 500.000 Muslime bereits in Österreich, 1/3 der „Wiener“ bereits Migranten oder eingebürgerte Zuwanderer. Kultureller Melting Pot gut und schön – aber auch auf der Arche Noah war das Boot einmal voll. Strache als Johann Sobieski (ein polnischer Feldherr, der Wien 1683 vor den Türken rettete) des neuen Millennium ? Zumindest Minarette – derzeit existieren in Österreich vier - wird sich in der Bundeshauptstadt keiner mehr bauen trauen. Vermutlich nicht einmal im Minimundus von Klagenfurt. Gefährlicher als eine osmanische Architektonisierung ist da schon die Öffnung des EU-Arbeitsmarktes für Polen, Tschechen, Ungarn und Slowakei im Mai 2011. Denn bereits jetzt herrschen in Österreich (u. a. auch in einem Kremser Weinbetrieb) skandalöse Lohndumping-Verhältnisse: Saisonarbeiter werden auf dem billigsten Kollektivvertragsniveau beschäftigt, das ein österreichischer Arbeiter mangels Erhaltung des eigenen Lebensstandards so nie akzeptieren könnte, und betreten – aufgrund mehr als dreimal geringeren Preisniveaus - als „Rich Kids“ wieder ihre ausländische Heimat. Auch der Familiennachzug von hier legal lebenden Ausländern und die Förderungen für Ausländer müssen sofort beendet werden – Warum soll der österreichische Steuerzahler, anstatt das marode und ausgehungerte österreichische Schul- und Bildungssystem zu verbessern – den ausländischen Nachwuchs mit Austro-Mammon ausstatten ?

 

Was Strache sonst noch vorschlägt: eine Steuersenkung (vor allem im Bereich zwischen 11.000 und 25.000 Euro) und eine Verwaltungsreform mit Einsparungspotential bis zu 11 Milliarden Euro. Daumen nach oben – Nationalräte als reines Stimmvieh mit 4 Monaten Urlaub pro Jahr, Landtagsabgeordnete in Doppelfunktionen mit 14.000 Euro monatlich (bei gerademal 2 Sitzungen pro Monat), der Bundesrat und der Landesschulbereich als reine Versorgungsposten intellektuell obsoleter rot-schwarzer Parteidinosaurier...... – Hier gehören viele Sümpfe so schnell wie möglich trockengelegt.

 

Alles Top-Argumente für den „blauen Hausmeister“ bei der Wien-Wahl im Oktober 2010 ! Dunkle Wolken kommen allerdings aus dem sonnigen Kärnten ! Die Aufdeckungen rund um die Hypo Alpe Adria Kärnten und die Allianz mit Dörfler, Scheuch & Co. könnten dem blauen Strahlemann einige Stimmen kosten, auch wenn HC sich aktuell nicht mehr als „legitimer Erbe Haiders“ bezeichnet und „alle 5.000 Wirtshäuser besuchen will“. Die Migrantenstimmen – mit Ausnahme einiger radikaler Serben – dürfte wohl auch eher der rote Häupl abräumen, auch wenn dessen absolute Mandatsmehrheit – bei einem erwarteten F-Ergebnis von rund 25 % - als gefährdet erscheint. Und eines muss der Ibiza-Urlauber und House-Fan HC Strache noch lernen: In Falcos „Wiener Blut“ geht es nicht um die Durchmischung fremder Kulturen mit der eigenen, sondern um den in den 70ern und 80ern SPÖ-dominierten Polit-Herren-Club 45 rund um Lucona-Versenker Udo Proksch. Nicht die einzige Fehlleistung der Roten in der Bundeshauptstadt Wien. Ob´s zu einer längst fälligen Blutauffrischung kommt, bleibt trotzdem fraglich. „Rot bis den Tod“ – ein ungeschriebene Maxime vieler eingefleischter roter Partei-Genossen.....

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