Im Ouzo-Rausch: Österreich verschenkt 2,3 Milliarden an griechische Polit-Mafia !

Romantische Sonnenuntergänge in Santorin, schwülstige Disco-Nächte in Mykonos, Ouzo-Marathons auf Ios – Griechenland hat für jeden Urlauber etwas zu bieten, derzeit steht das Wiegeland der Demokratie aber vor dem finanziellen und politischen Kollaps. Und zwar gerade deswegen, weil auf oberster Ebene Demokratie und Recht keinen Drachmen wert sind.

 

Schattenwirtschaft und Steuerhinterziehung machen 40 % (!) des Bruttoinlandsproduktes aus, „mit oder ohne Rechnung“ lautet der Standardsatz renommierter Ärzte, Anwälte und Architekten. Fußballprofi Michael Gspurnig kann´s egal sein, er bekommt sein monatliches Entgelt sowieso nur netto. Lebensrettende Operationen kosten um die 40.000 Euro, diskret überreicht per Kuvert. Man nennt´s dort „Fakelaki“. Korruption, Bestechung und Klientelpolitik bestimmen die oberste Staatspolitik, fürstlich bezahlte 900.000 (!) Beamtenposten (bei einer Gesamteinwohnerzahl von 11 Millionen) werden nur nach dem Kriterium „Parteibuch“ besetzt – dies erinnert frappant an österreichische Verhältnisse. Die Jugendarbeitslosigkeit beträgt um die 30 %, Akademiker (ohne Parteibuch oder Aristokratenpapa) arbeiten als Taxifahrer, Kellner oder Reiseführer. Das Resultat im Jahre 2010: Der Fußballeuropameister des Jahres 2004 steht vor dem Bankrott. 14 % Neuverschuldung (statt erlaubter 3 %), 300 Milliarden Staatsschulden (mit nach oben offenen Werten) – die EU-Bürokraten haben es natürlich nicht gecheckt. Ausbaden sollen es die Steuerzahler der 15 Euro-Staaten. Verpflichtet sind sie dazu aber keineswegs.

 

Im Art. 125 des EU-Vertrages heißt es: Ein Mitgliedstaat haftet nicht für die Verbindlichkeiten der Zentralregierungen, der regionalen oder lokalen Gebietskörperschaften oder anderen öffentlich-rechtlichen Körperschaften, sonstiger Einrichtungen des öffentlichen Rechts oder öffentlicher Unternehmen eines anderen Mitgliedstaats und tritt nicht für derartige Verbindlichkeiten ein.

 

Heißt im Klartext: Der pausbäckige Radlbrunner Agrarwirt (also der ÖVP-Finanzminister Josef Pröll) kreditiert (de facto: schenkt) den Griechen freiwillig 2,3 Milliarden des österreichischen Steuergeldes (das Unis, Polizei, ÖBB oder das Sozial- und Gesundheitssystem mehr als nur brauchen könnte), Deutschland sogar 22,4 Milliarden. Insgesamt beträgt die Finanzspritze derzeit (!) 110 Milliarden, 80 von den Euro-Staaten und 30 Milliarden vom IWF. Über 90 % des Volkes sind laut Umfragen europaweit gegen diese gigantische Subventionsaktion an eine korruptionsverfilzte Polit-Mafia. Gewinner sind außerdem nicht die griechischen Einwohner, sondern die aus- und inländischen Großbanken. Diese nehmen von Notenbanken Geld mit einem Zinssatz von 1 % auf und investieren in griechische Anleihen mit einem Zinssatz von 8 %. Der Steuerzahler blecht somit für das Risiko der Kapitalisten.

 

Und ist auch in Griechenland der Dumme – Bezügekürzungen, Erhöhung der Mehrwertsteuer, Abschaffung des 13. und 14. Monatsgehaltes, Massenentlassungen in der Privatwirtschaft und im Öffentlichen Dienst. Nur die korrupte Regierung sitzt – mit Duldung (!!!) der EU-Politiker - weiterhin im Amt. Ob Akropolis-Besetzungen, Studentendemos, Generalstreiks oder Rundfunkverbarrikadierungen da etwas ändern können ? Pech nur, dass der „schönste Finanzminister aller Zeiten“ (KHG Grasser) kein Grieche ist. Er wäre ein Traum-Repräsentant der politischen Klasse Griechenlands. Solange bis Göttervater Zeus seine Blitze auf die schamlose Sodom&Gomorrha-Clique schmettert. Hoffentlich passiert das bald.

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