Matthias Horx - Zukunftsoptimismus ?!?

Wir schreiben 2009, im Trend der Party-Nächte liegt glamouröser Electro Pop a la Lady Gaga und La Roux. Einer, der Trends erkennt und sie damit indirekt auch prägt, ist der deutsche Trendforscher und Managementberater Matthias Horx, der in Claudia Stöckls Ö3-Talk "Frühstück bei mir" teils gewagte Thesen aus seinem neuen Buch "Anleitung zum Zweckoptimismus" von sich gab.

 

Die Wirtschaftskrise sei ein normaler Reinigungsprozess, der Mensch solle mit der Angst umgehen lernen und sich nicht von falschen Ansprüchen wie einer permanenten Sicherheit im Leben blenden lassen. Sitzt der ehemalige Kommunen-Bewohner hier außerhalb des Glashauses und sieht das blutige Scherbenmeer der Arbeitslosen und der Geldschuldner nicht ? Der Rat an Karrieristen der Zukunft: Die Suche nach der Antwort auf Fragen wie "Wer bist du ?" oder "Was macht dir Spaß ?". Na ja, Fun, Love & Money, was sonst ?

 

Treffender, aber auch für einen "unwissenden" Nicht-Trendforscher nachvollziehbar, die zukünftigen Berufshypes: Wellnessberater, Gesundheitstrainer, "elektronischer Hausmeister" oder "Wissensnavigator". Das Social Networking wird weiter grassieren, allerdings nicht auf langweiligem und sinnlosem Facebook-Niveau. Der Fernseher wird zum Auslaufmodell und in "Zukunftshäusern" durch Touch-Screen-Bildschirme ersetzt, auch für das Handy gilt der kongeniale Slogan "Funktionen bleiben, Körper verschwinden" oder der Boom der Universalgeräte.

 

Und wie sieht es in der Liebe aus ? Der Single stirbt nicht aus und irrt weiterhin, solange er strebt. Und nach 10 in die Brüche gegangenen "ernsthaften Lebenspartnerschaften" steigt die Wahrscheinlichkeit enorm, seinen Lebensmenschen zu treffen, mit dem man dann sein persönliches Glück findet. Aber Achtung ! Bitte nicht verzählen ! Paris Hilton bleibt nicht ewig frei !

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