Masquerade Mania - Faschingsdienstag in Krems !

Faschingsdienstag, neben Silvester der zweite Tag, an dem gefeiert wird bis zum Umfallen. Trinken, Tanzen, Flirten ohne Rücksicht auf den guten Ruf und das aalglatte Image. Und das unter dem Deckmantel einer originell-kreativen Maskierung, die manchmal mehr enthüllt als verhüllt. Wer will nicht gerne einmal Sexy Hexy, Mafia-Boss oder Piratin sein und kann diese inneren Triebe leider nur beim Carneval-Ramba Zamba ekstatisch befriedigen ?

 

Angesichts dieser wissenschaftlich nachweisbaren Motive des Maskierungswahns erscheinen die Gewinner des Kremser Faschingsumzugs in eher biederem Gewande - es siegte Elektro Berger im Pumuckl-Outfit vor den Kremser Superadlern (Volksbank) und den Kremser Bank Doktors. Für exzessive Stimmung und laute Beats sorgten ohnehin andere - der Und-Lounge-Truck mit MC Alex Lengauer (der auf dem Pfarrplatz mit der neuen Paris Hilton in Gestalt des über 70jährigen Ex-Messechefs Alfred Göbhart liebäugelte), Christian Gschwantners Trachtenfloor-Truck mit Schlager- und Volksmusik, die "Tschi Tschis" aus dem Gewerbepark (wobei auf dem Jeep-Truck teilweise mehr Party People tanzten als auf manchem "G"-Event) und der Red Bull-Blue Revolution-Truck (incl. Spotlight-Veranstalter Martin Neger mit schwarzer Perücke und einmal nicht in 70er-Glockenhose).

 

Sexy und beweglich die jungen Mädels von der Tanzschule Caterino, esoterisch-avantgardistisch die Kremser Urtrommler, im Party-"Joana"-Rausch wie letztes Jahr die Paintball-Jungs. Unter den zahlreichen Zuschauern befanden sich zudem viele, die ihre Maske auch am nüchternen Aschermittwoch nicht ablegten. Ein bekannter Karikaturist nennt sie "Deix"-Figuren, ein Mallorca-"Fan" auch "Ballermänner".

 

Am besten maskiert war aber DJ Marco, der bis 23 Uhr mit Hölle Hölle & Hol-das Lasso raus-Playbacks auf dem Pfarrplatz eine Apres Ski-Stimmung verbreitete. Er sah zwar aus wie eine Amadeus-Kopie, war aber eigentlich tief im Inneren ein Alfons Haider-Epigone. Man munkelt von einer horrenden Gage von über 1.300 Euro, und das in einer der meistverschuldeten Städte Österreichs. Da darf sogar Wolfgang Petry ungestraft "Wahnsinn" gröhlen.

 

Nach dem Umzug wurde in den Kremser Bars und Clubs weitergefeiert, im Nightlife unter dem kongenialen Motto "Club Masquerade". Der House- und Party-Sound kam von DJ "Negro" Oliver und DJ "Kaiser" Thomas, die coolen Drinks von "Catwoman" Denise und "Ladybird" Christine. Bis in den frühen Morgengrauen vergnügten sich Boxenluder, Latex-Ladies, Jungs aus der Donauhauptstadt, kesse Bienchen und Szene-VIP´s wie DJ Dürnstein (der nächsten Sonntag früh die After-Hour für die Blue Revolution-Party einläutet). Manche Parties enden eben nie. Oder bekommt man manchmal das Ende nicht mehr mit ? Wer weiß das schon.

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Kommentare: 2
  • #1

    Headphones (Mittwoch, 19 Oktober 2011 09:46)

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  • #2

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