ORF-Skandal: Generaldirektor Wrabetz verdient 349.000 Euro im Jahr !

Gestern saß ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz wie ein unschuldiges Lämmchen in der ZIB 2 und beklagte, dass man in bestehende Verträge der 70er und 80er nicht eingreifen könne und daher die daraus resultierenden hohen Personalkosten nicht von heute auf morgen reduzieren könne.

 

Bonze Nr. 1 ist aber Wrabetz selber - er kassiert im Jahr unglaubliche 349.000 Euro (29.000 monatlich) und verdient damit mehr als der Bundespräsident (22.500 monatlich) und der Bundeskanzler (20.000 Euro). Auch die ORF-Direktoren verdienen laut einem Rechnungshofbericht 250.000 Euro jährlich und damit ebensoviel wie die höchsten Organe der Alpenrepublik.

 

Dass auch die Leistungen des Generaldirektors (ähnlich wie die seiner Vorgängerin) mehr als dürftig sind, merkt nicht nur der Durchschnittskonsument (dem vor lauter Wiederholungen, Sport-TV-Pannen wie beim Färoer-Spiel und peinlichen Stadl-Shows schon der kalte Schauer über den Rücken läuft), sondern auch der wirtschaftlich denkende Rechnungshof - effiziente Organisationsstrukturen (wie eine Zweiteilung der TV-Hauptabteilung Information mit zusätzlichen Verwaltungsstellen und eine personalintensive Redaktionsteilung in die Bereiche Fernsehen, Radio und Online), skandalös hohe Personalkosten in allen Bereichen, zu teure Produktionskosten u.a. wegen Auslagerung ("Im Zentrum" + 570.000, "Barbara Karlich Show" + 4 Millionen Euro) und ein inkompetentes Stiftungsrat-Kollegium mit 35 Mitgliedern (statt wie in Bayern mit 6). 

 

Und dazu noch Rundfunkgebühren, politische Anbiederung, 9 Landesstudios mit "Landeshauptmann-TV" um 19 Uhr und Freunderlwirtschaft (wie die Besetzung des ZIB-24-Moderations-Jobs mit der Tochter des Ex-Ministers Dagmar Streicher, die vorwiegend durch peinliche Versprecher glänzt).

 

Daher: Weg mit dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen in Österreich, weg mit rot-schwarzen Gagenkaisern und weg mit jeglicher journalistischer Anbiederung an das politische System. Damit das "Fremdschämen" für die "Leistungen" des ORF endlich aufhört.

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