Kesselhaus Krems: Eine kleine Horror-Revue

1. Top-Event 2009 im Kesselhaus des Kremser Campus-Areals. Unter der Trademark "Cinezone" (hosted by Avalon, dem Kremser Indie-Club) wurde ein attraktives Austro-Package aus Film und Live-Act präsentiert.

 

Um 20 Uhr lief das Sequel des erfolgreichsten österreichischen Films 2006, "In 3 Tagen bist du tot 2", wieder mit der talentierten Sabrina Reiter als Nina, die die 1. Horror-Episode des Low-Budget-Streifens von Andreas Prochaska überlebt hat. Nach einer feuchtfröhlichen Dancing Night im Wiener Szeneclub Flex bekommt sie per Handy Hilfe-Rufe ihrer Freundin Mona. Sie begibt sich daraufhin in die Tiroler Berge, um sie zu suchen, und gerät auf einer Almhütte an eine "schräge Familie", die mehr als nur Leichen im Keller hat. Dass der Titel mit dem Film nur mehr wenig zu tun hat, stört nicht. Der Einwurf einiger Ecstasy-Tabletten (durch die Hauptfigur) würde die Glaubwürdigkeit der Story aber um ein Vielfaches erhöhen. Nichtsdestotrotz: Die Fortsetzung ist blutig, spannend und um einiges trashiger als der auch in Deutschland erfolgreiche 1. Teil. Cooles österreiches Kino.

 

Noch skurriler als der Film dann der Live-Act direkt neben der Filmbar - die FM4-Favourites "Tanz Baby" aus dem Burgenland (die mit "Ich bin traurig" Platz 1 der FM4-Charts im November belegten), präsentieren live ihr 1. Album "Liebe". Sänger und Entertainer David Kleinl mit Anzug, roter Rose im Knopfloch und Gel im Haar als Mixtur aus Comedian Harmonists, Roy Black und NDW-Andreas Dorau, dazu Experimentalmusiker Kristian Musser als Heimorgel-, Schlagzeug- und Okulele-Soundsupport. Eingehüllt in eine schwülstig-rote Bühnenaura tönen banal-minimale Schlager-Texte a la "Ich bin traurig, und irgendwie schon den ganzen Tag nicht gut drauf. Mir fliegt die Welt heut um die Ohren, und das Leben nimmt so seinen Lauf."

 

Tanz Baby, die auch Balkan-Beats in ihren Sound einfließen lassen, spielten auch schon in Moskauer Clubs (siehe YouTube) und in einschlägigen Wiener Etablissements (wie dem Queens Club) - die Message "Die Liebe wird für immer sein, für immer wird die Liebe sein" passt hier wie dort. Sound und Vocals werden nach einigen Songs aber zuviel des Guten - das könnte sich aber nach der Konzeption weiterer innovativer Lieder ändern. Bis dahin höre ich in meinem Ohre rauschen "Jetzt fahre ich ans Meer, finde mein Glück und komme nie mehr zurück."

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Lubor (Dienstag, 25 September 2012 00:21)

    nice post